


Versicherung, Bank
Frankfurt am Main, 31.07. 2009 09:06
Umfrage: Konjunkturoptimismus verfrüht – Commerzbank-Volkswirte erwarten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Herbst
Dresdner Bank: Spitzenverbände erwarten Talsohle 2010
Umfrage: Konjunkturoptimismus verfrüht – Commerzbank-Volkswirte erwarten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Herbst
Dresdner Bank: Spitzenverbände erwarten Talsohle 2010
Knapp zwei Monate vor der Bundestagswahl rechnen Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft noch nicht mit einer baldigen Konjunkturwende und halten Konjunkturoptimismus überwiegend für verfrüht. Wie eine Umfrage des Dresdner-Bank-Medien-Service zeigt, erwarten die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie sowie die Maschinen- und Anlagenbauer für dieses Jahr einen Einbruch der Wirtschaftsleistung um bis zu 20 Prozent. Die Talsohle werde erst im Jahr 2010 durchschritten, erklärten der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sowie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).
Auch der Einzelhandel, die Tourismusbranche sowie die Bauindustrie erwarten 2010 eine weitere Abschwächung ihrer Wirtschaftsleistung.
Die Dresdner-Bank-Umfrage, an der sich acht Spitzenverbände beteiligten, ergibt ein differenziertes Bild. Branchen, die Grundstoffe oder Investitionsgüter herstellen, klagen mit Blick auf das Gesamtjahr 2009 eher über weiter sinkende Aufträge und rechnen bei der Wirtschaftsleistung mit deutlichen Rückgängen im Vergleich zum Vorjahr. Konsumorientierte Branchen erwarten vorerst nur ein kleineres Minus oder Stagnation. So berichtet die Ernährungsindustrie von einer Wirtschaftsleistung auf Vorjahresniveau. Der Einzelhandel erwartet dieses Jahr einen Rückgang um etwa zwei Prozent, die Bauindustrie um „mindestens drei Prozent“. Der Deutsche Tourismusverband rechnet für das deutsche Gastgewerbe mit einem Minus von bis zu fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Chemische Industrie sogar bis zu zehn Prozent. Letztere verzeichnet aber eine allmählich etwas verbesserte Auftragslage. Durchweg zuversichtlich sind nur die forschenden Arzneimittelhersteller, die für 2009 ein Plus von drei Prozent kalkulieren und auch für das kommende Jahr auf Wachstum setzen.
Steigende Arbeitslosigkeit ab Herbst
Die insgesamt anhaltend schwierige Lage wird sich auch auf dem Arbeitsmarkt widerspiegeln, erwartet Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen. „Das größte Problem, mit dem sich die neue Bundesregierung konfrontiert sehen wird, ist die steigende Arbeitslosigkeit.“ Zwar dürfte der Anstieg bis zur Bundestagswahl noch verhalten bleiben. Wenn im Herbst aber konjunkturbedingter Stellenabbau und die saisonale Arbeitslosigkeit zusammenfielen, werde es zu einem kräftigen Anstieg der Arbeitslosenzahl kommen.
Dies untermauern die Angaben der Spitzenverbände: Mit einem Stellenabbau noch in diesem Jahr rechnen Einzelhandel, Maschinenbau, Elektroindustrie und Bauwirtschaft. Eine stabile Lage erwarten unter anderem die Ernährungs- und die Chemieindustrie, wenn auch mit Kurzarbeit.
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