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Frankfurt, 10.08. 2009 09:42

• Weltweit acht neue Herbizidwirkstoffe seit 2000 in den Markt eingeführt • Erfolgreiche Strategien für ein effektives Resistenzmanagement entwickelt • Neueinführung von Bacara® Forte und Cadou® For

Bayer CropScience: Innovative Herbizide und Diagnose-Tests für ein effektives Resistenzmanagement

Das breite Portfolio von Bayer CropScience mit bewährten und innovativen Produkten bietet zuverlässige Problemlösungen für alle wichtigen Pflanzenschutzsegmente. Allein durch Unkräuter und Ungräser können je nach Kultur Ertragsverluste von 20 bis 40 Prozent verursacht werden. Herbizide sind daher für den Landwirt die bedeutendsten Produktionsmittel, um Verluste und daraus resultierende wirtschaftliche Einbußen zu verhindern. Bayer CropScience ist sowohl weltweit als auch in Deutschland ein führender Anbieter herbizider Lösungen für den Pflanzenbau.

Im Rahmen eines Pressegespräches im Industriepark Hoechst, dem wichtigsten Standort der weltweiten Herbizidforschung von Bayer CropScience, wurden die vielfältigen Aktivitäten und Erfolge des Unternehmens auf dem Gebiet des Resistenzmanagements aufgezeigt. Zudem wurde über die Anwendungs-möglichkeiten der neu zugelassenen Herbizidlösungen Bacara® Forte und Cadou® Forte Set in Deutschland informiert.



Bayer CropScience führend in der Herbizidforschung



Die Rahmenbedingungen für die Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern haben sich im letzten Jahrzehnt erheblich verändert. Hierzu gehören ein globaler Anstieg von Methoden der konservierenden Bodenbearbeitung sowie vereinfachte Fruchtfolgen. In den Ländern Nord- und Südamerikas haben sich herbizidtolerante Kulturen durchgesetzt. Zusätzlich führen verschärfte regulatorische Anforderungen zu veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen für die Wirkstoffentwicklung. Die genannten Faktoren führen in Summe dazu, dass der Innovationsbedarf für Herbizide mit neuen Wirkungsweisen heute höher denn je ist.



"Bayer CropScience beschreitet in der Herbizidforschung neue Wege", betonte Dr. Hermann Stübler, Leiter Forschung Frankfurt und Indikation Herbizide
der Bayer CropScience AG. Das Unternehmen verfüge über ausreichende Ressourcen in der chemischen Synthese um schwerpunktmäßig die Auffindung und Erforschung neuer Herbizidklassen mit innovativen Leistungseigenschaften und dem Potential zur Brechung der Unkrautresistenz erfolgreich zu bearbeiten. Des Weiteren werde die Wirkstoffforschung in etablierten, attraktiven Herbizidklassen weiter vorangetrieben. Integraler Bestandteil der Herbizidinnovation ist die Selektivitätsforschung bei Bayer CropScience in Frankfurt.



Bayer CropScience ist führend in der Herbizid-Safener-Technologie. Safener schalten das Detoxifizierungssystem in der Zielkultur, zum Beispiel Weizen, an. Die Folge ist ein schneller Abbau des Herbizids in der Nutzpflanze. Das Wachstum der Kulturpflanze wird somit nicht beeinträchtigt, während die volle Herbizidwirkung auf die Unkrautflora unverändert erhalten bleibt.

Die Forschung von Bayer CropScience ist sehr erfolgreich. Seit dem Jahr 2000 erfolgte die Markteinführung von acht neuen Herbizidwirkstoffen. Diese neuen Wirkstoffe trugen im Geschäftsjahr 2008 nahezu 29 Prozent zum Herbizidumsatz der Bayer CropScience AG bei. Weitere hochattraktive Wirkstoffe für den Einsatz in der Landwirtschaft befinden sich zurzeit in der Entwicklung.



Bayer CropScience ist überzeugt, dass weltweit dringend innovative Herbizidlösungen gebraucht werden. Dr. Stübler hierzu: "Die zunehmenden Probleme bei der Unkrautbekämpfung erfordern alternative Lösungen im Unkraut-Management und bieten große Möglichkeiten für neue Wirkstoffe im modernen integrierten Ackerbau."



Herbizidresistenzen aus globaler Sicht



Herbizidresistenzen sind weltweit auf dem Vormarsch. Sie stehen in starker Abhängigkeit zur Intensität des Ackerbaus und der Vielfalt des Herbizideinsatzes. Bayer CropScience nimmt dieses Problem sehr ernst. "Wir arbeiten mit internationalen Organisationen zusammen, um die möglichen Auswirkungen von Resistenzen möglichst gering zu halten", sagte Dr. Harry Strek, zuständig für den Bereich "Integrated Weed Management and Resistance" der Bayer CropScience AG.



Ein erfolgreiches Resistenzmanagement basiert auf dem Einsatz verschiedener Herbizide, einer möglichst vielfältigen Fruchtfolge, den verschiedenen Verfahren der Bodenbearbeitung und mechanischen Unkrautbekämpfung sowie weiteren Maßnahmen, die einer weiteren Verbreitung von Unkräutern entgegenwirken.



Bayer CropScience unterstützt den Landwirt beim Resistenzmanagement, indem das Unternehmen die Unkrautresistenz für die heutigen und zukünftigen Herbizide untersucht. "Bayer CropScience bietet dem Landwirt und der Beratung ausführliche Unkrautresistenz Diagnose-Tests an und entwickelt optimale Empfehlungen und Strategien für den Landwirt", erläutert Dr. Strek.



Antworten auf die Herbizidresistenzen im deutschen Getreideanbau



Im Hinblick auf das Resistenzmanagement in Deutschland stellt die Bekämpfung von Ungräsern im Getreide derzeit die größte Herausforderung dar. Die Ursachen sind relativ enge Fruchtfolgen und ein eingeschränktes Angebot an alternativen Wirkungsmechanismen (MoA.= mode of action). "Im Getreide werden mit fünf MoA derzeit mehr als 95 Prozent aller Herbizidbehandlungen durchgeführt", hebt Dr. Jörg Weinmann, Leiter Technisches Marketing und Beratung, hervor.



Sowohl bei der Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz als auch von Windhalm muss in der landwirtschaftlichen Praxis dringend auf ein Resistenzmanagement geachtet werden. Die Vernachlässigung kann dazu führen, das Flächen aus der Produktion genommen werden müssen weil wirksame Herbizide für diese Standorte nicht mehr zur Verfügung stehen.



Bayer CropScience stellt seit diesem Frühjahr unter www.resionline.org einen neuen Internetservice für eine wirksame Ungrasbekämpfung in Wintergetreide zur Verfügung. Mit dem Online-Rechner RESI kann das Resistenzrisiko für die Ungräser Ackerfuchsschwanz und Windhalm in nur sechs Schritten ermittelt werden. Warn-zeichen deuten darauf hin, an welchen Stellen der aktuellen Anbauplanung die kri-tischen Punkte zu suchen sind. Ausführliche Einzelempfehlungen zur Risikominde-rung sowie Hinweise für ein optimiertes Wirkstoffmanagement werden mitgeliefert.


Neue Generation der Getreideherbizide im Herbst



Die neu zugelassenen Herbizidlösungen Bacara® Forte und Cadou® Forte Set setzen neue Maßstäbe bei der Herbstanwendung in Getreide. Beide Produkte bieten beste Möglichkeiten ein optimales Resistenzmanagement zu betreiben. "Die Herbizide enthalten jeweils drei Wirkstoffe, von denen jeweils mindestens zwei eine Gräser- beziehungsweise eine Unkrautwirkung haben. Dies bedeutet mehr Leistung, mehr Sicherheit und Flexibilität im Vergleich zu den bisherigen Standards im deutschen Markt", so Peter Naunheim, Produktmanager Getreideherbizide der Bayer CropScience Deutschland GmbH.



Bacara® Forte, die Weiterentwicklung von Bacara®, zeichnet sich dadurch aus, dass mit Flufenacet ein zusätzlicher Wirkstoff die Wirkung gegen Ungräser wie Windhalm und Einjährige Rispe deutlich sicherer macht. "Die Ansprüche an die Bodenfeuchte sind geringer und auch resistenter Windhalm wird ausgeschaltet", sagte Naunheim.
Ein breites Spektrum an Unkräutern wird durch Bacara® Forte erfasst. Neben den gängigen Unkräutern wie Kamille, Vogelmiere, Ehrenpreis-, Taubnessel-Arten und Stiefmütterchen werden auch Unkräuter kontrolliert, die in Rapsfruchtfolgen deutlich zugenommen haben. Gegen Klettenlabkraut erreicht Bacara® Forte das hohe Bekämpfungsniveau seines Vorgängers. Bacara® Forte wurde langfristig zur Anwendung im Vorauflauf und Nachauflauf Herbst in den wichtigsten Wintergetreide-Arten mit einer Aufwandmenge von 1,0 l/ha zugelassen.



Cadou® Forte Set ist die Kombination aus Bacara® Forte und Cadou® SC. Mit einer Aufwandmenge von 0,75 l/ha Bacara® Forte plus 0,3 l/ha Cadou® SC werden Ackerfuchsschwanz, Rispen und eine breite Mischverunkrautung in den wichtigsten Wintergetreide-Arten ausgeschaltet. Aufgrund des speziellen Wirkmechanismus von Cadou® Forte werden auch resistente Ackerfuchsschwanz-Pflanzen ausgeschaltet. Das Wirkungsspektrum gegen Unkräuter entspricht dem von Bacara® Forte.



Sehr günstige Abstandsauflagen runden die hervorragenden Profile beider Produktlösungen ab.






Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Bayer CropScience AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance unserer Dachgesellschaft Bayer AG wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die in Berichten der Bayer AG an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben worden sind. Weder die Bayer AG noch die Bayer CropScience AG übernehmen die Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.


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CropScience AG
Utz Klages, Tel.: 02173 38-3125
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