


Industrie
München, 06.10. 2006 09:30
Edward G. Krubasik verlässt den Zentralvorstand der Siemens AG
Edward G. Krubasik verlässt den Zentralvorstand der Siemens AG
Zum 30. September 2006 endete planmäßig der Vorstandsvertrag von Prof. Dr. Edward G. Krubasik (62), der 1997 als Betreuer der Industrie- und Verkehrsbereiche in den Zentralvorstand (ZV) von Siemens kam. Krubasik begleitete unter anderem die Integration und Internationalisierung des Bereiches Siemens VDO Automotive und war Treiber der konzernweiten Initiativen auf den Gebieten Project Management und Service. Besonderes Augenmerk legte er auf die Förderung von Telematik sowie anderen Technologieanwendungen in Deutschland und der EU.
Dabei forcierte er stets die Ausrichtung auf mehr Unternehmertum und Wettbewerb. „Mit Edward Krubasik verabschieden wir ein ZV-Mitglied, das sich lange Jahre vielfältig um Siemens verdient gemacht hat“, so Dr. Heinrich v. Pierer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG.
In seiner zehnjährigen Tätigkeit im Siemens Zentralvorstand hat sich Krubasik bei Produktivitätssteigerungsprogrammen und der Post-Merger-Integration in den vier Industrie- und den beiden Verkehrsbereichen der Siemens AG einen Namen gemacht. Bis 2002 betreute er die zentrale Forschung. Unter Krubasiks Führung wurde der Bereich Automation & Drives (AD) geformt. Zudem etablierte er erfolgreich erste Turnaround-Programme in den beiden Bereichen Industrial Solutions and Services (I&S) und Transportation Systems (TS). Mit der Akquisition des Industriegeschäfts der Schweizer Firma Elektrowatt und dem Merger mit der Siemens Gebäudetechnik entstand unter seiner Regie der neue Bereich Building Technologies (SBT). Unter der Aufsicht von Krubasik wurden drei Unternehmen in den Konzern integriert und die Automobiltechnik-Sparte von Siemens mit Mannesmann VDO erfolgreich zusammengeführt. Siemens VDO Automotive ist heute der drittgrößte Siemens Bereich und einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik. Alle von Krubasik betreuten Bereiche und Regionalgesellschaften wurden Vorreiter im Siemens top+ Programm. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit galt der Verkehrstelematik: Mit einer neuen Telematik-Initiative brachte Krubasik fünf Siemens Bereiche zusammen, um gemeinsame Konzepte für moderne Telematik-Infrastrukturen und Fahrzeug-Elektronik zu realisieren. Darüber hinaus führte Krubasik im Konzern erfolgreich die Dienstleistungs-Initiative und die Projektmanagement-Initiative. Aus letzterer entstand für die Projektbereiche der Siemens AG ein Projektmanagement-System, in dem Siemens Best Practice der Industrie realisiert.
In den letzten Jahren hat sich Krubasik zudem in Verbänden und im politischen Raum in Deutschland und Europa engagiert. Im Verband ZVEI legte er schon während seiner Zeit als Vizepräsident den Grundstein für das politische Programm „Mut zum Wandel lohnt sich. Innovations-, Wachstums- und Wettbewerbsfähigkeit stärken“. Das inzwischen zum dritten Mal durchgeführte deutsche Telematik-Forum und eine Reihe von Wachstums- und Public-Private-Partnership-Intitiativen sind die Erfolge seiner Bemühungen. Mit den dort entwickelten Initiativen konnte eine Brücke zur europäischen Dach-Organisation ORGALIME (Industrieverband für Elektronik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Metallverarbeitung) geschlagen werden, steht Krubasik noch bis Herbst 2007 als Präsident vor.
Künftig wird Krubasik verschiedene Ämter bekleiden. Als Honorarprofessor der TU München zum Beispiel wird er Ingenieure und Techniker im Bereich Wertsteigerung, Unternehmertum und Wettbewerb ausbilden. Als Präsident von ORGALIME wird er die EU-Kommission beraten, ebenso als Mitglied der High Level Group der EU-Kommission, die von Kommissar Verheugen zur Beratung in Fragen der Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt- und Energiepolitik ins Leben gerufen wurde. Als Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, in den ihn Bundeskanzlerin Merkel 2006 berufen hat, wird er sich unter anderem für Nachhaltigkeit im Bildungs-Mix und in der Energiewirtschaft einsetzen. Als Leiter der Fachkommission Wachstum & Innovation im Wirtschaftsrat der CDU wird Krubasik die Bundesregierung beraten. Als Past President des ZVEI bleibt Krubasik für die Europa-Themen des Verbands zuständig. In diesen und weiteren Funktionen wird Krubasik auch weiterhin für bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen und Investoren in Deutschland und der EU eintreten. Sein Ziel bleibt, den Standort Deutschland im globalen Wettbewerb wieder stark und attraktiv zu machen.
Über Siemens: Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. 461.000 Mitarbeiter entwickeln und fertigen Produkte, projektieren und erstellen Systeme und Anlagen und erbringen maßgeschneiderte Dienstleistungen. In rund 190 Ländern unterstützt das vor über 155 Jahren gegründete Unternehmen seine Kunden mit innovativen Techniken und umfassendem Know-how bei der Lösung ihrer geschäftlichen und technischen Aufgaben. Der Konzern ist auf den Gebieten Information and Communications, Automation and Control, Power, Transportation, Medical und Lighting tätig. Im Geschäftsjahr 2005 (zum 30. September) betrug der Umsatz bei den fortgeführten Aktivitäten 75,4 Mrd. EUR und der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 3,058 Mrd. EUR. Weitere Informationen im Internet unter: www.siemens.com.
Reference number / Informationsnummer: AXX 200610.02 d
Kontaktinformationen:Peik v. Bestenbostel
80312 München
Tel: +49-89 636-36320
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E-Mail: peik.bestenbostel
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