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Mehr Sicherheit im hessischen Wald Hessen-Forst senkt Unfallzahlen in der Waldarbeit Umstürzende Baumstämme, herabfallende Äste und scharfe Motorsägenketten: Die Waldarbeit gehört trotz zunehmendem Einsatz von modernen Maschinen im Forst zu einer der gefährlichsten Tätigkeiten. Jährlich werden den land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften in Deutschland über 10.000 Unfälle gemeldet, die vor allem bei der Holzernte oder der Aufarbeitung von Holz passieren. Neben dem menschlichen Leid verursacht jeder Arbeitsunfall bei Hessen-Forst erhebliche Fehlzeiten, da betroffene Mitarbeiter wegen der Schwere der Unfälle oftmals wochenlang ausfallen. Durch ein Bündel von Maßnahmen arbeitet die Betriebsleitung daher konsequent daran, die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu steigern und dadurch die Unfälle im hessischen Landeswald zu minimieren. Mit Erfolg: Wie aus dem aktuellen Unfallbericht des Landesbetriebes hervorgeht, sank die Zahl der meldepflichtigen Unfälle bei den im Staatswald beschäftigten Forstwirten binnen eines Jahres um 20 Prozent auf 125 im Jahr 2005. Bezogen auf eine Million produktiver Arbeitsstunden sank die Zahl aller Arbeitsunfälle von 178 im Jahr 2004 auf 136 in 2005. Auch die schweren Unfälle nahmen deutlich ab. Eine zentrale Rolle für diesen Rückgang der Arbeitsunfälle spielen bei Hessen-Forst zwölf qualifizierte Forstwirtschaftsmeister, sogenannte Arbeitsschutzberater. Landesweit suchen sie zweimal jährlich Forstwirte im Wald auf, um deren Arbeit kritisch und unabhängig zu bewerten. Da sie nicht nur fachlich im Bereich Sicherheitsvorschriften und Unfallgefährdung, sondern auch methodisch speziell geschult sind, verbessern die Beratungsgespräche spürbar die Sicherheit. So lag der Anteil der Forstwirte, die bei der Holzernte fehlerfrei arbeiteten, vor einer Beratung bei einem Drittel, nach einer Beratung bei über 50 Prozent. Gezielte Beobachtungen und individuelle Fehlerstatistiken der Arbeitsschutzberater tragen, neben der allgemeinen Schulung der Forstwirte sowie der regelmäßigen Arbeitsschutz-Infos, noch besser zur Fehlervermeidung bei. Die Tätigkeit der Arbeitsschutzberater wird unterstützt, indem es für fehlerfrei arbeitende Forstwirte Leistungsanreize gibt. Forstwirte mit auffälligen Fehlern hingegen werden auf Kosten des Landesbetriebes mehrtägig nachgeschult. „Trotz des deutlichen und erfreulichen Rückgangs der Zahlen ist jeder Unfall ein Unfall zu viel“, so Michael Gerst, Leiter von Hessen-Forst bei der Vorstellung des Unfallberichtes am 20. September im Wald bei Königstein. „Wir nehmen deshalb den Arbeits- und Gesundheitsschutz für unsere Mitarbeiter genauso wichtig wie die nachhaltige Bewirtschaftung des hessischen Waldes“, so Gerst. Der Arbeitsschutz macht bei Hessen-Forst nicht bei den eigenen Mitarbeitern halt: So wurden beispielsweise im Jahr 2004 mit den drei mobilen „Waldbauernschulen“ über 2.000 Privatwaldbesitzer im sicheren Umgang mit ihrer Motorsäge und dem richtigen Umgang von Gefahrenquellen im Wald geschult. Um auch den vielen Brennholz-Selbstwerbern ein sicheres Arbeiten im Wald zu ermöglichen, werden seit 2004 flächendeckend auch Motorsägen-Lehrgänge für Privatpersonen angeboten. Diese Kurse wurden im Jahr 2004 von über 5.000 Teilnehmern besucht. 2005 waren es bereits rund 7.700. Hintergrund: Der Landesbetrieb betreut mit seinen 41 Forstämtern landesweit den Hessischen Staatswald (342.000 Hektar), die überwiegende Zahl der Kommunalwälder (294.000 Hektar), Gemeinschaftswälder sowie rd. 25.000 Klein- und Kleinstprivatwaldbesitzer (139.000 Hektar). Insgesamt entspricht dies rund 87 Prozent der Landeswaldfläche. In den 441 Revierförstereien der Forstämter arbeiten zur Zeit 127 Forstwirtschaftsmeister, 563 Forstwirte sowie 60 Auszubildende. Bei Hessen-Forst-Technik, der Serviceeinrichtung für den Spezial-Maschineneinsatz, sind weitere 35 Forstwirte als Maschinenführer im Einsatz. Der hessische Staatswald wird seit 2001 nach den strengen Kriterien des PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certificationschemes), dem internationalen Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung, gepflegt. Aktuell sind in Deutschland zwei Drittel der Waldfläche von PEFC zertifiziert, in Hessen fast 90 Prozent. Bildunterschrift: Unfallverhütung vor Ort: Arbeitsschutzberater von Hessen-Forst geben Forstwirten praktische Tipps. Kontaktinformationen: HESSEN-FORST Landesbetriebsleitung, Abt. IV Öffentlichkeitsarbeit Bertha-von-Suttner-Str. 3 34131 Kassel Tel.: 0561-3167-176, Fax: -101 E-Mail: GossenauerMarohnH@Forst.hessen.de
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