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Mit Laura Dern, Jeremy Irons und Justin Theroux - USA, Polen, Frankreich 2006 / Farbe / 172 Minuten/ Dolby SRD INLAND EMPIRE - von DAVID LYNCH Bundesweiter Start: 26. April 2007 INLAND EMPIRE DIE GESCHICHTE EINES GEHEIMNISSES... EIN GEHEIMNIS INMITTEN VON WELTEN IN WELTEN... DIE EINE FRAU IN LIEBE UND SCHWIERIGKEITEN UMGEBEN KURZINHALT Nikki Grace (LAURA DERN), eine ehemals gefeierte Schauspielerin, wird für die Hauptrolle im neuen Film von Regisseur Kingsley Stewart (JEREMY IRONS) engagiert. Kurz vor Beginn der Dreharbeiten erfahren sie und ihr Co-Star Devon Berk (JUSTIN THEROUX), dass der Film ein Remake ist: Er wurde vor einigen Jahren schon einmal gedreht, allerdings nie fertiggestellt, weil die beiden Hauptdarsteller vor Beendigung der Dreharbeiten zu Tode kamen. Immer mehr Rätsel umgeben Nikki, während sie in die Rolle von Susan Blue schlüpft und Fiktion und Realität, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander zu verschmelzen beginnen. PRESSENOTIZ Das Mysteriöse geht um in der vielschichtigen Welt von INLAND EMPIRE, dem neuen Arthouse-Meilenstein von David Lynch. Das Mystery-Drama feierte seine Weltpremiere 2006 bei den Filmfestspielen von Venedig. Der experimentelle, psychologische Thriller verknüpft raffiniert eine Vielzahl von Handlungssträngen miteinander. Die nicht-lineare Erzählweise, der fortwährende Perspektivwechsel und die “Film im Film”-Handlung schaffen eine traumhafte Struktur. Die Ebenen der Wahrnehmung sind untrennbar ineinander verwoben und lassen Raum für Interpretationen. Im Mittelpunkt steht Laura Dern, seine Muse aus “Blue Velvet” und “Wild at Heart”, die in den verschiedenen Rollen eine grandiose Darstellerleistung abliefert. Mit einer Intensität, die unter die Haut geht, vermittelt sie das zentrale Thema des Films: Angst und Panik – wie sie uns steuern und vom Körper Besitz ergreifen, aber auch die Erlösung durch die Liebe – getragen von einer eigenwilligen Musik. Lynch erklärte bei der Premiere, wovon INLAND EMPIRE handele, müsse jeder Zuschauer für sich selbst herausfinden; es sei ein Blick durch “verschwommene Scheiben des menschlichen Ichs auf dunkle Abgründe.” In Venedig wurde der Regisseur mit dem “Future Film Festival Digital Award” ausgezeichnet. Einen Special Award als Bester Experimentalfilm erhielt INLAND EMPIRE von der National Society of Film Critics. INHALT Eine Nadel rutscht in einer Plattenrille entlang, eine Frauenstimme singt ein polnisches Lied. Eine Frau und ein Mann betreten ein Hotelzimmer, ihre Gesichter unscharf bis zur Unkenntlichkeit. Die Frau zieht sich aus. Später weint sie vor dem Fernseher, in dem eine Sitcom läuft, in der drei Menschen – zwei Frauen und ein Mann – mit Hasenköpfen auf einer zum Wohnzimmer gestalteten Bühne agieren. Lacher und Applaus werden vom Band eingespielt. Nikki Grace (LAURA DERN), eine Schauspielerin, die mit ihrem Mann in einem herrschaftlichen Anwesen residiert, bekommt Besuch von einer Nachbarin (GRACE ZABRISKIE), die ihr Rätsel aufgibt und sie mit beunruhigenden Aussagen wie „Aktionen haben Konsequenzen“ warnen will. Ihr Agent ruft an und teilt Nikki mit, dass sie tatsächlich die Rolle in dem neuen Film von Regisseur Kingsley Stewart (JEREMY IRONS) bekommt. Sie freut sich mit ein paar Freundinnen. Ihr Mann beobachtet die Szenerie argwöhnisch aus dem Dunkeln. Hollywood. Kingsley Stewart heißt seinen Star herzlich willkommen. Man trifft sich zu einer Drehbuchlesung am noch unfertigen Set mit Filmpartner Devon Berk (JUSTIN THEROUX), bei der auch Freddie Howard (HARRY DEAN STANTON) anwesend ist. Jemand macht sich heimlich am Set zu schaffen, Devon geht nachschauen, kann aber niemanden entdecken. Die beiden Darsteller erfahren vom Regisseur, dass es sich bei „On High in Blue Tomorrows“ nicht, wie sie vermutet hatten, um ein Originaldrehbuch handelt, sondern um ein Remake. Die Geschichte – ein Liebesdrama über eine verhängnisvolle Affäre mit einem Südstaaten-Gentleman – wurde bereits einmal verfilmt, allerdings nie zu Ende gebracht, weil beide Hauptdarsteller vorher ums Leben kamen. „47“, so der deutsche Titel des Films, der auf einem polnischen Volksmärchen basiert, war offenbar mit einem Fluch belegt. Auf einer Polizeiwache sagt eine Frau, dass sie hypnotisiert wurde und jemanden umbringen werde – den Hypnotiseur. Mit einem Schraubenzieher verletzt sie sich selbst. Die Dreharbeiten haben begonnen, die Liebesgeschichte zwischen Susan Blue (LAURA DERN) und Billy Side (JUSTIN THEROUX) entwickelt sich langsam. Auch auf der Realitätsebene scheint sich etwas zwischen den Schauspielern zu entwickeln. Film und Wirklichkeit verschwimmen allmählich. Während einer Dinnerparty in ihrem Haus nimmt Nikkis Mann Piotrek Krol (PETER J. LUCAS), den Kollegen seiner Frau, beiseite. Eindringlich macht er ihm klar, dass Nikki nicht frei, sondern durch die Ehe gebunden ist. Seltsame Dinge geschehen während der Dreharbeiten, und Nikkis Identität verschmilzt immer mehr mit der von Susan – ihrem früheren Ich? In einer vergangenen Zeit, an einem anderen Ort. Schnee bedeckt osteuropäische Straßen. Begehren und Gewalt. Ein Mann schlägt eine Frau. Nikki/Susan – sie sieht ungepflegt und heruntergekommen aus – erzählt einem fremden Mann in einer Absteige ihr Leben. Als Mädchen wollte man sie vergewaltigen, doch sie wusste sich zu wehren und drückte dem Angreifer ein Auge aus. Mit einem Messer bewaffnet sagt sie: „Mit der Zeit merkt man, wie sie wirklich sind...“ In einem armen, schäbigen Milieu verkündet Nikki/Susan ihrem Mann Piotrek beim Essen, dass sie schwanger ist. Für ihn ist es ein Schock. Später sagt er ihr, dass er keine Kinder zeugen kann. Sie bekommt Schläge. Piotrek schließt sich einem osteuropäischen Zirkus an, wo er sich um die Tiere kümmern soll. Dieser Zirkus betreibt ein groß angelegtes Geschäft mit Prostituierten. Nikki/Susan entdeckt den ‚Cyrk Zalewsky’ in einer alten Fabrikhalle und stellt fest, dass der ursprüngliche Film „47“ in Polen gedreht wurde. Sie rennt nachts durch eine dunkle Straße und schreit laut: „Ich habe Angst!“ Nikki/Susan sieht junge Mädchen, die ihre nackten Brüste zeigen und ihr raten, mit einer Zigarre ein Loch in einen Slip zu brennen und durch das Loch in die Zukunft zu blicken. Auf dem Hollywood „Walk of Fame“ sticht eine Frau Susan mit einem Schraubenzieher nieder. Hilflos verblutet sie zwischen Obdachlosen – es ist die letzte Einstellung des Films „On High in Blue Tomorrows“. Sie verlässt das Studio und tritt in ein leeres Kino, wo sie sich selbst auf der Leinwand sieht. Ein Irrweg durch lange Flure folgt. Sie findet eine Pistole und betritt Zimmer 47, wo sie auf einen gesichtslosen Mann schießt, in der Maske eines Zirkusclowns. In einem anderen Zimmer trifft sie auf die Frau vom Anfang, die sie umarmt und küsst. Wie befreit verlässt die Frau den Raum und fällt glücklich in ihrer Wohnung Piotrek in die Arme. Dabei ist ein Junge – ihr Sohn? Nikki sitzt entspannt, in gleißendes Licht getaucht, in ihrem eigenen Zuhause. Im Abspann singen Prostituierte den Song „Sinnerman“, ein Mann mit einer roten Wollmütze zersägt ein Holzscheit. Nikki hat ihr Trauma überwunden, wie in dem Filmsong „Strange What Love Does“ – eine Frau in Schwierigkeiten, die durch die Liebe gerettet wurde... PRODUKTIONSNOTIZEN David Lynch räumt ein, dass sein Film nicht leicht zu verstehen ist und er selbst nicht genau weiß, wovon INLAND EMPIRE eigentlich handelt. Einen roten Faden gibt es trotzdem – die Angst. Anhand dieses Grundthemas begann der Regisseur mit den Dreharbeiten, ohne festes Drehbuch. Er schrieb jede Szene unmittelbar bevor sie gedreht wurde. Der Titel geht auf eine Unterhaltung mit Laura Dern zurück, in der sie Lynch erzählte, dass ihr Mann Ben Harper aus dem “Inland Empire” kommt, einer Gegend östlich von Los Angeles, zu der Riverside und das San Bernadino County zählen. Lynch: “Ich mag das Wort ‘Inland’. Und mir gefällt ‘Empire’.” So wurde ein Filmtitel daraus. Und in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärte er: „Meine Eltern haben eine Berghütte in Montana. Mein Bruder hat da eines Tages geputzt und hinterm Schrank ein altes Zeichenbuch gefunden. Es war mein altes Zeichenbuch, aus der Zeit, als ich fünf Jahre alt war. Das erste Bild ist eine Landschaftsansicht von Spokane, darunter steht: ‚Inland Empire‘. Also dachte ich, ich bin auf dem richtigen Weg.“ Dern spielt mehrere Charaktere, darunter eine Schauspielerin, die während der Dreharbeiten zu einem altmodischen Südstaaten-Melodram ihren Verstand zu verlieren droht. Prostituierte, unheimliche polnische Volksmotive und Riesen-Kaninchen bevölkern das Lynch-Universum. Dern: “Der Film ist eine Reflexion von Davids Liebe zum alten Hollywood und handelt auch vom Tod dessen, wofür Hollywood für ihn steht. Es ist ein neuer Tag, für David, für den Film, für uns alle.” “Der Weg zu MULHOLLAND DRIVE war wunderbar und unheimlich,” beschreibt Lynch den Entstehungsprozess, “aber der Weg zu INLAND EMPIRE war noch unheimlicher…” Wie der Film “Mulholland Drive”, der ursprünglich als TV-Serie geplant war und an ABCs Veto gegenüber dem Pilotfilm im Fernsehen scheiterte, war auch INLAND EMPIRE nicht ursprünglich als Kinofilm gedacht. Am Anfang stand eine Serie von Experimenten, von Spielereien mit etwas, das Lynchs Leben veränderte: seiner “Spielzeugkamera”, wie er sagt, einem tragbaren Sony PD 150 Digital Videorekorder. Mit ihrer Hilfe konnte er vermeiden, was er beim Dreh auf Filmmaterial hasst: das Warten – auf die Ausleuchtung, das Bewegen der Kamera durch die Crew etc. Alles begann damit, dass Lynch vor ungefähr drei Jahren mit Laura Dern eine Szene filmte, die er für sie geschrieben hatte. Das wiederholte sich noch einige Male. Das digitale Drehen brachte seine Fantasie auf Hochtouren. Zu Hause drehte er eine surrealistische Sitcom über eine Familie von Riesen-Kaninchen. Zur gleichen Zeit entdeckte er, inspiriert von einer Reise zum Filmfestival in Lodz, seine Liebe zu Polen. Beim Besuch des Festivals filmte er mit heimischen Darstellern in den alten Fabrikgebäuden vor Ort eine Szene, die er sich im Flugzeug ausgedacht hatte. “Er war angesteckt von diesem Prozess, ging ungezwungen mit seiner Kamera um,” sagt Mary Sweeney, seine langjährige Produzentin. Eigentlich wollte Lynch dieses Material für seine Website verwenden. Doch dann begann er, die Szenen mit Laura Dern zu einem Film auszubauen. Ihm gefiel die Unschärfe der Bilder, die ihn an alte Hollywood-Filme erinnerten: “Ich glaube, wenn etwas nicht so realistisch ist, das Bild dunkel oder unscharf, kriegt die Vorstellung einen Kick und man beginnt zu träumen.” Schließlich kam ihm die Idee, die Dern-Monologe, die Hasen-Sitcom und die Polen-Episoden zusammenzufügen, ergänzt durch neues Filmmaterial. Lynch vergleicht diesen Prozess mit dem kreativsten seiner Karriere, der Entstehung von ERASERHEAD, die fünf Jahre dauerte: “Ich kam von der Malerei. Da gibt es nur dich und die Leinwand. Digitales Arbeiten ist eine ähnliche Erfahrung, man kann tiefer eindringen.” Die Dreharbeiten fanden im polnischen Lodz und in Los Angeles statt. Auch die Musik spielt eine zentrale Rolle im Film. Lynch wollte eine ähnliche Wirkung erzielen wie bei Godfrey Reggios “Koyaanisqatsi”, eine treibende Verbindung zwischen Bild und Musik. Dabei entstand mehr Independent-Kino, als man lange gesehen hat – folgerichtig vermarktete Lynch INLAND EMPIRE in den USA selbst und brachte ihn im Eigenverleih in ausgewählten Kinos zum Einsatz. Nach der Premiere in New York und Los Angeles im Dezember 2006 fuhr er mit seinem Film von Stadt zu Stadt. Ursprünglich hatte der Regisseur auch eine Oscar-Kampagne für seinen Star Laura Dern geplant. Als er herausfand, dass sich die Kosten dafür auf ca. $3 Mio. belaufen, verlegte er sich auf Guerilla-Marketing. An Straßenecken in L. A. sorgte David Lynch persönlich für Aufsehen, mit einem Poster von Dern – und einer Kuh. “Das ist wie ein David Lynch-Film,” lacht Dern. “Es ist öffentlich und respektlos, und doch sagt er etwas von enormer Bedeutung. Das ist fabelhaft, verrückt und sehr süß”. INLAND EMPIRE erfüllt in jedem Fall, was sich der Filmemacher selbst vom Kino erträumt: die Erfahrung anderer möglicher Welten. DAVID LYNCH Geboren in Missoula, Montana. Neben seiner Filmkarriere schuf Lynch fürs Fersehen u.a. den Kultklassiker “Twin Peaks”. Er ist Maler, Cartoonist, Fotograf, Computer-Animator, Musiker, Schreiner und Amateur-Meteorologe. Auf seiner Website Davidlynch.com sagt er per Videostream an jedem Wochentag das Wetter vor seiner Haustür in Los Angeles an – ohne einen Funken Ironie. Neuerdings will Lynch, der seiner Leidenschaft für Kaffee bereits in “Twin Peaks” ein Denkmal setzte, auch ins Coffee-Business einsteigen, mit ‘David Lynch Signature Cups’. Demnächst sollen seine Bohnen – Espresso, Koffeinfrei und Hausmischung – in edlem Metall-Design erhältlich sein, mit Untersetzern in eigener Grafik mit Motiven aus seinem ersten Film ERASERHEAD. Der Vertrieb soll über seine Website sowie in speziell ausgewählten Kinos erfolgen, die auch INLAND EMPIRE spielen. Seine Firma ‘Absurda’, mit der er seinen Lynch-Stil in die Welt bringt und eine eigene Marke kreiert, vertreibt auch ERASERHEAD-Klingeltöne. Doch wofür steht das Markenzeichen Lynch? “Freiheit”, so lautet die klare Antwort ihres Erfinders. Seine Karriere verlief wechselhaft. Nach dem unverstandenen DER WÜSTENPLANET überraschte er mit dem verstörenden Meisterwerk BLUE VELVET. Der Erfolg setzte sich fort mit WILD AT HEART und DAS GEHEIMNIS VON TWIN PEAKS (1990-1991), ehe das Spielfilm-Prequel TWIN PEAKS: DER FILM wieder viele Fragen aufwarf. EINE WAHRE GESCHICHTE - THE STRAIGHT STORY brachte ihm Kritikerlob und Anerkennung, doch erst mit MULHOLLAND DRIVE, der Naomi Watts bekannt machte, gelang ihm ein fulminantes Comeback. Lynch ist erklärter Anhänger der transzendentalen Meditation. Filmographie (Auswahl) 2006 INLAND EMPIRE 2001 MULHOLLAND DRIVE (Mulholland Drive) 1999 THE STRAIGHT STORY (Eine wahre Geschichte – The Straight Story) 1997 LOST HIGHWAY (Lost Highway) 1992 TWIN PEAKS: FIRE WALK WITH ME (Twin Peaks – Der Film) 1990 WILD AT HEART (Wild at Heart) 1986 BLUE VELVET (Blue Velvet) 1984 DUNE (Der Wüstenplanet) 1980 THE ELEPHANT MAN (Der Elefantenmensch) 1978 ERASERHEAD 1970 THE GRANDMOTHER 1968 THE ALPHABET 1967 SIX FIGURES IN COLLABORATION WITH JACK FISK LAURA DERN Die Tochter der Oscar-nominierten Schauspieler Bruce Dern und Diane Ladd gab als Kind ihr Kinodebüt in den 70er Jahren in DER TIGER HETZT DIE MEUTE (White Lightning, 1973), Martin Scorseses ALICE LEBT HIER NICHT MEHR (Alice doesn’t live here anymore, 1974) folgte. Bereits als Teenager hatte sie in verschiedenen Fernsehrollen überzeugt, so dass David Lynch ihr die Hauptrolle in BLUE VELVET (Blue Velvet, 1986) anbot – ihr internationaler Durchbruch. In ihrer viel beachteten Karriere, zu der auch eine Oscar-Nominierung für die Titelrolle in DIE LUST DER SCHÖNEN ROSE (Rambling Rose, 1991) zählt, verband sie kommerziell erfolgreichen Mainstream mit Arthouse-Filmen und arbeitete mit den besten Regisseuren beider Segmente: Für Robert Altman drehte sie DR. T AND THE WOMEN (Dr. T and the Women, 2000), für Steven Spielberg JURASSIC PARK (Jurassic Park, 1993) und war auch in der Fortsetzung, JURASSIC PARK III (Jurassic Park III, 2001) von Joe Johnston mit von der Partie. Für Clint Eastwood stand sie in PERFECT WORLD (Perfect World, 1993) vor der Kamera, für Alexander Payne in CITIZEN RUTH (Citizen Ruth, 1996) und für Don Roos in HAPPY ENDINGS, der 2005 das Festival in Sundance eröffnete. Sie spielte mit Sean Penn und Michelle Pfeiffer in ICH BIN SAM (I am Sam, 2001), wirkte mit in Rosanna Arquettes Dokumentation SEARCHING FOR DEBRA WINGER (2002) und zuletzt, zusammen mit John Travolta und Salma Hayek, in Todd Robinsons LONELY HEARTS KILLERS (Lonely Hearts, 2006). Nach BLUE VELVET und WILD AT HEART stand Laura Dern in INLAND EMPIRE zum dritten Mal vor David Lynchs Kamera. Abgedreht hat sie inzwischen TENDERNESS mit Russell Crowe und Mike Whites YEAR OF THE DOG. JEREMY IRONS Jeremy Irons begann seine Karriere auf der Theaterbühne und beim Fernsehen. Er gewann einen ‚Tony’ an der Seite von Glenn Close in der Broadway-Produktion von Tom Stoppards „The Real Thing“. Die Rolle brachte ihm, neben weltweiter Anerkennung, auch Nominierungen für Emmy, British Academy Award und Golden Globe ein. Zu seinen Leinwanderfolgen zählen Jerzy Skolimowskis MOONLIGHTING (1982), Harold Pinters BETRUG (Betrayal, 1983), Volker Schlöndorffs EINE LIEBE VON SWANN (1983) sowie MISSION (Mission, 1986) mit Robert De Niro. Mit Meryl Streep spielte er in DIE GELIEBTE DES FRANZÖSISCHEN LEUTNANTS (The French Lieutenant’s Woman, 1981) und erhielt eine BAFTA-Nominierung. Seine Darstellung in David Cronenbergs DIE UNZERTRENNLICHEN (Dead Ringers, 1988) brachte ihm einen Best Actor Award des New York Film Critics Circle. Mit Glenn Close stand er in DIE AFFÄRE DER SUNNY VON B. (Reversal of Fortune, 1990) vor der Kamera. Für die Rolle wurde er mit Oscar und Golden Globe als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Film-Credits zählen Steven Soderberghs KAFKA (1991), David Cronenbergs M. BUTTERFLY und Bille Augusts DAS GEISTERHAUS (The House of the Spirits, 1993). 1994 lieh er dem Löwen Scar in Disneys DER KÖNIG DER LÖWEN (The Lion King) seine Stimme. Wie breit sein schauspielerisches Spektrum ist, zeigte er auch mit dem Action-Film STIRB LANGSAM – JETZT ERST RECHT (Die Hard with a Vengeance, 1995) mit Bruce Willis und Bernardo Bertoluccis GEFÜHL UND VERFÜHRUNG – STEALING BEAUTY (Stealing Beauty, 1996) an der Seite von Liv Tyler. Irons spielte in Wayne Wangs CHINESE BOX (Chinese Box, 1997) und in DER MANN MIT DER EISERNEN MASKE (Man in the Iron Mask, 1997), zusammen mit Gérard Depardieu, Leonardo DiCaprio und John Malkovich. Adrian Lynes kontroverser Film LOLITA (Lolita) zählt ebenso zu seinem Werk wie Franco Zeffirellis CALLAS FOREVER (2002), István Szabós BEING JULIA (Being Julia, 2004) und Michael Radfords Shakespeare-Adaption DER KAUFMANN VON VENEDIG (The Merchant of Venice, 2004) mit Al Pacino. 2005 war Irons in Ridley Scotts KÖNIGREICH DER HIMMEL (Kingdom of Heaven) und Lasse Hallströms CASANOVA (Casanova) zu sehen, und zuletzt in dem Fantasy-Film ERAGON – DAS VERMÄCHTNIS DER DRACHENREITER (Eragon, 2006). JUSTIN THEROUX Justin Theroux, der uns in MULHOLLAND DRIVE als hinreißend nervöser Regisseur aufgefallen ist, kann im Verlauf seiner Karriere bereits auf umfangreiche Arbeiten in Film, Fernsehen und Theater zurückblicken. Sein Regiedebüt gab der in New York lebende Schauspieler unlängst mit DEDICATION (2006). Zu seinen Kinofilmen zählen u. a. MIAMI VICE (Miami Vice, 2006), RETURN TO RAJAPUR (2006), THE LEGEND OF LUCY KEYES (2006), THE BAXTER (2005), 3 ENGEL FÜR CHARLIE – VOLLE POWER (Charlie’s Angels 2 – Full Throttle, 2003), DER APPARTEMENT-SCHRECK (Duplex, 2003), MULHOLLAND DRIVE (Mulholland Drive, 2001), ZOOLANDER (Zoolander, 2001), AMERICAN PSYCHO (American Psycho, 2001), CLUB DER GEBROCHENEN HERZEN (The Broken Hearts Club, 1999), ROMY UND MICHELE (Romy & Michele’s High School Reunion, 1997) und I SHOT ANDY WARHOL (I Shot Andy Warhol, 1995). Im Fernsehen war Theroux in zahlreichen Serien zu sehen, darunter “Six Feet Under”, “Alias”, “The District”, “Sex and the City”, “Spin City”, “Sirens”, “Ally McBeal”, “Last Defense” und “NY Undercover”. Für seine Bühnenrollen gewann er mehrere Preise. Er spielte sowohl in Shakespeare-Stücken als auch in Broadway- und Off-Broadway-Inszenierungen. Theroux hat einen Abschluss des Bennington College. HARRY DEAN STANTON Der profilierte Schauspieler ist längst eine Legende – mehr als 160 Filmrollen gehen auf sein Konto, von den 50er Jahren bis heute. Geboren in Kentucky, nahm er am 2. Weltkrieg teil. Nach dem Krieg war er erstmals in einer „Pygmalion“-Aufführung der University of Kentucky zu sehen. Er absolvierte seine Schauspielausbildung am renommierten Pasadena Playhouse und hatte seine erste Filmrolle 1957 in TOMAHAWK TRAIL. Zahlreiche kleinere Film- und Fernsehauftritte folgten, darunter „Rawhide“, „Bonanza“ und ABENTEUER AM MISSISSIPPI (The Adventures of Huckleberry Finn, 1960). 1967 wurde Harry Dean Stanton in DER UNBEUGSAME (Cool Hand Luke) besetzt. Danach war er in weiteren Filmklassikern zu sehen wie KELLY’S HEROES (1970), DILLINGER (1973), DER PATE II (The Godfather: Part II, 1974) und ALIEN – DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT (Alien, 1979). In DIE KLAPPERSCHLANGE (Escape from New York, 1981) spielte er für John Carpenter einen durchgeknallten Wissenschaftler, Wim Wenders besetzte ihn in PARIS, TEXAS (Paris, Texas, 1984), und Alex Cox setzte ihn mit großem Erfolg neben Emilio Estevez in dem Kultfilm REPO MAN (1984) in Szene. Gegen den Strich besetzte ihn John Hughes 1986 als Vorstadt-Vater in PRETTY IN PINK. Für David Lynch stand Harry Dean Stanton in WILD AT HEART (Wild at Heart, 1990), TWIN PEAKS – DER FILM (Twin Peaks: Fire Walk With Me, 1992) und EINE WAHRE GESCHICHTE – THE STRAIGHT STORY (The Straight Story, 1999) vor der Kamera. Stanton blieb dem Kino bis in die Gegenwart verbunden. Zu seinen jüngeren Werken zählen Terry Gilliams FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS (Fear and Loathing in Las Vegas, 1998), Frank Darabonts THE GREEN MILE (The Green Mile, 1999), Sean Penns DAS VERSPRECHEN (The Pledge, 2000) sowie THE WENDELL BAKER STORY (2005) für Andrew und Luke Wilson und zuletzt Jonny Campbells ALIEN AUTOPSY – DAS ALL ZU GAST BEI FREUNDEN (Alien Autopsy, 2006). Stanton machte sich nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Musiker einen Namen in der Mariachi-spielenden The Harry Dean Stanton Band. MARY SWEENEY Mary Sweeneys Arbeit ist von Anfang an mit der David Lynchs verbunden. Nach BLUE VELVET schnitt sie TWIN PEAKS – DER FILM (Twin Peaks: Fire Walk With Me, 1992), LOST HIGHWAY (Lost Highway, 1997), EINE WAHRE GESCHICHTE – THE STRAIGHT STORY (The Straight Story, 1999) und MULHOLLAND DRIVE (Mulholland Drive, 2001). Dafür wurde sie 2001 mit dem British Academy Award für den Besten Schnitt geehrt. Seit LOST HIGHWAY 1995 produzierte Sweeney David Lynchs Filme THE STRAIGHT STORY, MULHOLLAND DRIVE und INLAND EMPIRE. Außerdem produzierte sie NADJA (Nadja, 1994) für Michael Almereyda, bei dem David Lynch als Ausführender Produzent fungierte und eine Rolle innehatte. Ihr Regiedebüt gab sie für das von Hermes/Turner Classic Movie gesponserte Kurzfilm-Festival Short Circuits. Derzeit bereitet sie ihr Spielfilmdebüt vor, CAMPFIRES BURNING. Kontaktinformationen: Im Verleih von CONCORDE FILMVERLEIH Rosenheimer Straße 143 b 81671 München Tel. 089/45 06 10 - 0 / Fax 089/45 06 10 - 10 www.concorde-film.de Pressebetreuung: JUST PUBLICITY GmbH Erhardtstr. 8 80469 München Tel: 089/ 20 20 82 60 / Fax: 089/ 20 20 82 89 www.just-publicity.com |
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