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München, 24.05. 2007 20:58



Die Weiße Rose Stiftung e.V. hat in diesem Jahr vielerlei Gründe zurück- und vorauszublicken. Hierzu gibt es vier Anlässe:

1. Der aktuelle Tätigkeitsbericht für das Jahr 2006
2. Zwanzig Jahre Weiße Rose Stiftung e.V.
3. Zehn Jahre DenkStätte in der Ludwig-Maximilian-Universität München
4. Das neue „Netzwerk Weiße Rose‘‘


1. Tätigkeitsbericht 2006

Zu den Höhepunkten gehört das über eineinhalb Jahre realisierte deutsch-polnische Verständigungsprojekt „Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit‘‘. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Ausstellung zur Geschichte der Weißen Rose in polnischer Sprache, die durch Tafeln zum polnischen Widerstand gegen Hitler, erstellt von einem historischen Institut in Warschau, ergänzt war. Die Ausstellung wurde in Danzig, Allenstein, Kreisau, Krakau, Breslau, Majdanek / Lublin und Warschau gezeigt. Begleitprogramme umrahmten die Ausstellung. So trafen sich im März 2006 deutsche und polnische Lehrer in Krakow (Krakau) und im Oktober 2006 junge Journalisten aus beiden Ländern zu jeweils einwöchigen Veranstaltungen. Das Projekt stand unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Jutta Limbach, Präsidentin des Goethe-Instituts, und des früheren polnischen Außenministers und Auschwitz-Überlebenden Prof. Dr. Wladyslaw Bartoszewski.
Über Einzelheiten dieses Projekts und weitere Aktivitäten der Stiftung können Sie sich anhand des beigefügten Tätigkeitsberichts 2006 sowie über unsere Homepage www.weisse-rose-stiftung.de informieren.

2. Zwanzig Jahre Weiße Rose Stiftung e.V.

Vor zwanzig Jahren gründeten Überlebende der Widerstandsgruppe Weiße Rose zusammen mit nahen Angehörigen die Weiße Rose Stiftung e.V.. Aus diesem Anlass begeht die Stiftung am Sonntag, 14. Oktober 2007, eine Matineeveranstaltung mit dem Titel „Erinnern und Handeln‘‘. Die Veranstaltung der Weiße Rose Stiftung e.V. und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit wird im Auditorium Maximum der Ludwig-Maximilians-Universität München mit anschließendem Empfang im Lichthof stattfinden. Über Einzelheiten wird Sie die Stiftung zeitnah unterrichten.

3. Zehn Jahre DenkStätte Weiße Rose

Am 28. Juni 1997 eröffnete der damalige Bundespräsident Roman Herzog die DenkStätte der Weiße Rose Stiftung e.V. in der Ludwig-Maximilians-Universität München, die die Stiftung in Zusammenarbeit mit der Universität dort eingerichtet hatte. Neben der Dauerausstellung wurden in den vergangenen zwei Jahren zu Willi Graf und Kurt Huber Sonderausstellungen gezeigt. Die Sonderausstellung zu Prof. Kurt Huber eröffnete im vergangenen November sein Sohn, Prof. Wolfgang Huber.

4. Netzwerk Weiße Rose

Auf der Grundlage des Vermächtnisses der Widerstandsgruppe Weiße Rose möchte die Stiftung ein „Netzwerk Weiße Rose‘‘ für junge Menschen ins Leben rufen. Haltung und Hingabe, Fassung und Lebensform, das waren für die Studenten der Weißen Rose lebensnotwenige Elemente. Elemente, die ihnen das Leben unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erst ermöglichten und die sie zum Widerstand befähigten. Dies war der Kern der Weißen Rose, dies ist der Kern der Stiftung in ihrer Erinnerung an Geschichte, die nicht Vergangenheit ist. Und: Dies ist der Kern des „Netzwerks Weiße Rose‘‘ für gegenwärtiges Handeln junger Menschen, das nun geplant ist.
Jugendliche, in der Regel Schüler, die sich zu zivilem Engagement entschieden haben und dieses auch verfolgen, sollen in Kontakt mit anderen kommen, die sich an anderen Orten mit anderen Inhalten, aber mit ähnlicher Intention engagieren. Darüber hinaus soll ihnen ein Netzwerk prominenter und etablierter Persönlichkeiten zur Verfügung stehen, die ihnen publizistisch, juristisch oder auch materiell helfen. Kurz: Es soll ein Netzwerk entstehen, das nicht nur Jugendliche zusammenbringt, sondern ihnen auch weiterhilft, wenn sie Hilfe brauchen und wollen.
Ein erstes Treffen von Schülern aus der ganzen Bundesrepublik wird Mitte September in München stattfinden. Das Netzwerk entsteht in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.
Einzelheiten können Sie dem beigefügten Exposé entnehmen.

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.


Kontaktinformationen:
Weiße Rose Stiftung e.V.
Ludwig-Maximilians-Universität
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
Tel. 089 / 2180-5678
Fax 089 / 2180-5346
E-Mail: drolshagen@weisse-rose-stiftung.de
www.weisse-rose-stiftung.de

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