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  Auto, Motor, Verkehr
 
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Frankfurt am Main, 27.02. 2007 10:40

Bugatti setzt Maßstäbe in der Fahrzeugentwicklung

Im Hightech-Simulator über den Nürburgring

Der Bugatti Veyron repräsentiert das technisch Machbare im Automobilbau. Das schnellste Serienfahrzeug der Welt steht aber auch für neue Maßstäbe in der Entwicklung, insbesondere auf dem Gebiet der Elektronik. Denn schon vor dem Start der Produktion fuhr der 1001 PS-Bolide auf dem Nürburgring seine Runden – simuliert im Hochleistungscomputer. Verantwortlich dafür war der IT- Dienstleister T-Systems, der sämtliche Elektronik-Komponenten im Antriebsstrang der Nobelmarke testete.


Der Aufbau von zahlreichen Prototypen als Versuchsträger für die Fahrzeugentwicklung ist bei den erheblichen Kosten pro Veyron betriebswirtschaftlich nicht zu rechtfertigen. Simulationen auf Hochleistungscomputern in einem frühen Stadium der Entwicklung konnten bei Bugatti die kostspielige Herstellung „echter“ Prototypen teilweise ersetzen. Durch die Verlagerung von Tests elektronischer Komponenten von der Straße ins Labor reduzierten sich Testzeiten und gleichzeitig nahm die Testtiefe zu. Allein die Motorsteuergeräte des Veyron verfügen über einige tausend Funktionen. Das ist deutlich mehr Software als bei der Apollo-Mission.

Mit Hardware in the Loop-Simulationen – kurz HIL – konnten die Konstrukteure des Veyron beispielsweise den gesamten Antriebstrang vorab testen – von der Motorsteuerung bis hin zu den Bremsen. Bei HIL- Simulationen werden einzelne Komponenten, wie beispielsweise Steuergeräte, auf speziellen Prüfständen getestet. Diese Simulationen gewinnen in der Fahrzeugentwicklung immer mehr an Bedeutung. Seit Ende der 90er Jahre ist der Einsatz von elektronischen Komponenten in Fahrzeugen sprunghaft angestiegen. Für die Hersteller bedeutet das, immer mehr elektronische Komponenten von unterschiedlichen Zulieferern auch im Zusammenspiel testen zu müssen: eine Sisyphus-Arbeit. Bisherige, eher per Hand gesteuerte Testverfahren, geraten da aus Zeit- und Kostengründen an ihre Grenzen. Ohne eine automatisierte Systemunterstützung sind die Aufgaben auf diesem Gebiet der Automobilelektronik nicht mehr zu meistern.

Im HIL-Simulator lassen sich alle möglichen Fahrsituationen testen: Was passiert zum Beispiel mit dem Bremssteuergerät, wenn der Strom ausfällt? Simple Strecken, wie Geradeausfahrt oder Kreisfahrt, lassen sich genauso simulieren wie eine sportliche Runde auf dem Nürburgring. Für die bekannteste deutsche Rennstrecke entwickelten die Experten von T-Systems einen „Testfahrer“ – ein Softwareprogramm – das in der Lage ist, den Veyron virtuell auf dem Nürburgring zu fahren. Dieser „Testfahrer“ war auch in absoluten Grenzsituationen unterwegs: bremsend, lenkend und gleichzeitig Gas gebend in einer Kurve. Mit HIL konnten selbst solche Szenarien getestet werden, was das Material, aber auch die Nerven und Gesundheit der Testfahrer schonte.


Kontaktinformationen:
T-Systems
Media Relations
Telefon: +49 (0) 69 665 31-126
Telefax: +49 (0) 69 665 31-139
E-Mail: presse@t-systems.com

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