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Gedenkveranstaltung für Ulrika G. und Demonstration in Tübingen am 22.11.03 "NEIN zu Verbrechen im Namen der Ehre" Ehrenmorde sind ein weltweites Phänomen: Laut UN-Bericht werden Mädchen und Frauen in mindestens 14 Ländern dieser Welt im Namen der Ehre missbraucht, verstoßen und ermordet. Vermehrt treten Ehrenmorde in den letzten Jahren auch innerhalb von MirgantInnengruppen in Europa auf, so auch in diesem Frühjahr in Tübingen. TERRE DES FEMMES hat zusammen mit der Mutter des ermordeten Mädchens eine Gedenk- und Protestveranstaltung organisiert. Der Hintergrund dieser Veranstaltung ist der Mord an einem 16-jährigen Mädchen, dass im März diesen Jahres von ihrem Vater, einem Kosovo-Albaner, erdrosselt wurde. Ulrika G. starb, weil sie nicht den traditionellen Vorstellungen des Vaters entsprach: sie verhielt sich wie jedes andere Mädchen in ihrem Alter und hatte seit kurzem einen Freund. Die Mutter des Mädchens, Frau Hanife G., wird gemeinsam mit TERRE DES FEMMES e. V. sowie MitschülerInnen, FreundInnen und Bekannten der ermordeten Ulrika gedenken. Ablauf der Veranstaltung: 12.00 Uhr Treffen auf dem Marktplatz in Tübingen und Demonstration durch die Innenstadt 12.45 Uhr Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz: Rednerinnen: u. a. Christa Stolle, TERRE DES FEMMES Hanife G., Mutter der Ermordeten Ehrenmorde sind ein weltweites Phänomen: Laut UN-Bericht werden Mädchen und Frauen in mindestens 14 Ländern dieser Welt im Namen der Ehre missbraucht, verstoßen und ermordet. Vermehrt treten Ehrenmorde in den letzten Jahren auch innerhalb von MirgantInnengruppen in Europa auf. Bei den sog. "Ehrenmorden" handelt es sich um Gewaltakte gegen angeblich "unreine" Frauen zur "Wiederherstellung der Familienehre". Frauen und Mädchen werden von männlichen Familienmitgliedern getötet, weil sie durch Verhaltensweisen, wie beispielsweise die Freundschaft mit einem Jungen bzw. Mann oder das Tragen moderner Kleidung, angeblich die Familienehre verletzen. TERRE DES FEMMES e. V. hat es sich zum Ziel gesetzt, gegen diese spezielle Form von geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen vorzugehen, das kritische Bewußtsein in der deutschen Bevölkerung zu fördern und Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. TERRE DES FEMMES fordert die Einrichtung von spezifischen Zufluchtsstätten und Beratungsstellen für potentiell Betroffene, die Einrichtung von Integrationsstellen, das Erstellen einer Studie, in welchem Ausmaß Verbrechen im Namen der Ehre in Deutschland stattfinden, und die Einführung von geschlechtsspezifischen Asyl. TERRE DES FEMMES Menschenrechte für die Frau e.V. Konrad-Adenauer-Straße 40 72072 Tübingen Tel: 07071/7973-0 Fax: 07071/7973-22 www.frauenrechte.de eilaktion@frauenrechte.de Kontaktinformationen: wie oben angegeben
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