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Frankfurt, 02.03. 2007 08:58



Deutscher Immobilien-Investmentmarkt 2007 - Transaktionsvolumen von mehr als 70 Milliarden Euro erwartet

Nach Einschätzung von Ernst & Young Real Estate wird der Boom am deutschen Immobilien-Investmentmarkt auch in diesem Jahr weiter anhalten. „Das Transaktionsvolumen wird 2007 voraussichtlich über 70 Milliarden Euro liegen“, sagt Hartmut Fründ, geschäftsführender Partner der Ernst & Young Real Estate GmbH. Damit würde das Rekordergebnis von 69,7 Mrd. Euro aus dem Jahr 2006 noch einmal übertroffen. Dabei werde die anhaltende Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten, noch immer günstige Finanzierungsbedingungen und die Einführung von REITs zu einem weiterhin hohen Preisniveau bei den Immobilientransaktionen führen. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Analyse der Ernst & Young Real Estate GmbH.

Das Gesamtinvestitionsvolumen im deutschen Immobiliensektor war 2006 um über 40 Prozent von 48,4 Milliarden Euro auf 69,7 Milliarden Euro gestiegen. An rund zwei Dritteln der Immobilientransaktion in Deutschland waren im Jahr 2006 ausländische Investoren – meist Private Equity-Fonds – beteiligt.


Internationale Investoren dominieren deutschen Markt

Internationale Investoren werden auch im Jahr 2007 das Geschehen an den deutschen Immobilien-Investmentmärkten dominieren. „Internationale Investoren kommen am Standort Deutschland nicht vorbei“, stellt Fründ fest. Neben primär opportunistisch agierenden Marktteilnehmern würden sich künftig in stärkerem Maße auch solche ausländische Investorengruppen in Deutschland engagieren, die sich eher auf Core-Investments fokussiert haben. „Internationale Core-Investoren mit geringeren Renditeerwartungen und tendenziell längerem Anlagehorizont treten immer häufiger als selektive Käufer auf“, sagt Fründ. In den Portfolien dieser Investoren ist Deutschland im Verhältnis zu seiner wirtschaftlichen Bedeutung häufig noch untergewichtet. „Finanzinvestoren verkaufen die aufgearbeiteten Einzelobjekte aus den Portfoliodeals gezielt an diese Gruppe, sofern kein Exit via Börsengang geplant ist“, so Fründ.

Gleichzeitig nimmt – angesichts steigender Zinsen und eines sich verschärfenden Wettbewerbs – der Druck auf die Investoren zu, die Entwicklung ihrer Portfolien aktiv mit zu gestalten. Christian Schulz-Wulkow, Partner der Ernst & Young Real Estate GmbH: „Ein aktives Asset-Management wird immer wichtiger – Immobilienspezialisten sind daher heutzutage extrem gefragt“. Derzeit gebe es einen großen Mangel an professionellem Asset-Management, und der Aufbau entsprechender Kapazitäten in den Unternehmen brauche länger als erwartet. „Darüber hinaus wird sich auch der Markt für das Property Management weiter professionalisieren“, sagt Schulz-Wulkow.


Gewerbeimmobilien im Zentrum des Interesses

Die Weiterveräußerung von Immobilienbeständen der Private-Equity Häuser und die Mobilisierung weiterer gewerblicher Bestände über die Börse wird in 2007 wesentliche Impulse zu einem regen Transaktionsgeschehen geben. „Darüber hinaus haben viele deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich immer noch überdurchschnittlich viel Kapital in Immobilien gebunden.“ Fründ erwartet, dass zahlreiche Unternehmen, allerdings erst in 2008, dieses inaktive Vermögen nach und nach veräußern werden, um dabei mit dem frei werdenden Kapital ihr Kerngeschäft zu stärken.

Der Handel mit Wohnimmobilien wird nach Einschätzung von Ernst & Young Real Estate etwa das Niveau von 2006 halten. „Wir rechnen damit, dass im Jahr 2007 Wohnungsportfolien mit einem Wert von rund elf Milliarden Euro zum Verkauf stehen“, so Schulz-Wulkow.

Veränderungen wird es insbesondere auf der Verkäuferseite geben. „Abgesehen von wenigen Ausnahmen wird die öffentliche Hand nicht großvolumig verkaufen“, so Schulz-Wulkow. Dies sei vor allem auf die Unpopularität der Verkäufe und die gestiegenen Steuereinnahmen zurückzuführen. Dagegen sei damit zu rechnen, dass Emissionshäuser geschlossener Fonds verstärkt am Markt auftreten. „Nachdem niederländische Immobilienpakete verkauft wurden, rechnen wir damit, dass in diesem Jahr auch Anbieter anderer geschlossener Immobilienfonds ihre deutschen Immobilien am Markt anbieten werden“, so Schulz-Wulkow.

Generell sei die Entwicklung der vergangenen Jahre positiv zu beurteilen. Ein wichtiges Ergebnis sei die zunehmende Professionalisierung. So seien inzwischen international gängige Prüfungs- und Reporting-Standards bei Immobiliengeschäften eine Voraussetzung. „Ausländische Investoren verlangen aussagekräftiges Datenmaterial, Transparenz der Transaktionsprozesse und Geschäftsabläufe sowie bedingungslose Professionalität und Verlässlichkeit in Beratung und Abwicklung“, sagt Schulz-Wulkow.


Kontaktinformationen:

Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Dag-Stefan Rittmeister
Mittlerer Pfad 15
70499 Stuttgart
Telefon +49 (711) 988 11 59 80
Telefax +49 (711) 988 11 51 77
E-Mail dag-stefan.rittmeister@de.ey.com

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