Alle Nachrichten
Auto, Motor, Verkehr
Beruf, Karriere
Börse
Chemie
Energie, Gas, Öl
Ernährung, Haushalt
Film, TV, Kino
Finanzen, Geld
Foto, Video, Optik
Garten, Wohnen, Bau
Immobilien
Innovationen
Internet
IT-Branche
Kultur, Kunst, Musik
Landwirtschaft
Medien, Radio, TV
Medizin, Pharma
Messe, Kongress
Mode, Kosmetik
O-Töne
Politik, Behörden
Polizei
Pressetermine
Racing Press
Recht, Steuern
Software, Hardware
Sport
Telekommunikation
Tourismus, Reisen
Transport, Verkehr
Umweltschutz
Veranstaltungen
Verbände, Vereine
Versicherung, Bank
Wirtschaft, Handel
Wissenschaft
RSS-Feed

  Tourismus, Reisen
Drucken der Pressemitteilung   Pressemitteilung als E-Mail versenden      
Kein Bild
 
Garmisch-Partenkirchen, 19.07. 2004 10:17

Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG
Der Wetterfrosch sitzt seit mehr als 100 Jahren auf der Zugspitze

Auf dem höchsten Berg Deutschlands haben sich
unterschiedliche Forschungsstationen eingerichtet
Skifahrer und Snowboarder merken nichts davon. Ebenso wenig wie
die zahlreichen Besucher, die mal eben hochfahren, um dem
Gipfelkreuz ein wenig näher zu kommen und den Blick von
Deutschlands höchstem Berg aus zu genießen. Die Spitzenforschung
spielt sich in aller Ruhe ab. Abgeschottet von der ausgelassenen
Betriebsamkeit ringsum arbeiten die Wissenschaftler zum Teil Tag
und Nacht an ihren Projekten.


In der Zeit, in der die Besteigung der Zugspitze noch als alpinistische
Höchstleistung galt, richtete sich hier bereits der erste Wetterfrosch
ein. Es war Josef Enzensperger, der am 19. Juli 1900 die
Bergwetterstation in Betrieb nahm und mit den Messungen begann.
Er zog in den neun Meter hohen Turm ein, der an der Westseite des
Münchner Hauses errichtet worden war und gab drei Mal täglich seine
Klimabeobachtungen per Telefon an die zivilisierte Welt weiter. In den
langen Wintermonaten, wenn sich kein Bergsteiger nach oben
verirrte, war Josef Enzensperger der einzige Mensch am Gipfel –
Wissenschaftler, nebenbei Koch und Schneeschaufler.
Heute sind es insgesamt elf Experten, die im Rahmen ihres
synoptischen Dienstes täglich 22 detaillierte Wettermeldungen
abgeben. Ihr Fenster zur Welt ist das Internet, in das sie die Daten
verschlüsselt einspeisen und den zentralen Wetterämtern,
Flugwetterwarten und Rechenzentren rund um den Globus zur
Verfügung stellen. Die Besonderheit einer Bergstation liegt darin,
dass sie Aufschluss geben kann über die höheren Luftschichten und
damit auch über die Verlagerung von Tiefdruckgebieten und
Hochdruckzonen.
Doch längst nicht mehr beschränkt sich die Arbeit im Turm auf das
Sammeln und Bewerten der klassischen Daten. Bereits seit 1994 ist
die Station auf der Zugspitze in das „Integrierte Mess- und
Informationssystem zur Überwachung der Radioaktivität“ des
Deutschen Wetterdienstes eingebunden. Die speziell ausgebildeten
Meteorologen sind Spürhunde für Radioaktivität, sie unterstützen
darüber hinaus den Lawinenwarndienst und leisten
Öffentlichkeitsarbeit in Form von Führungen und Pressebetreuung.
Und immer wieder müssen die Mitarbeiter des Deutschen
Wetterdienstes auch hinüber in die benachbarte
Umweltforschungsstation Schneefernerhaus. Hier betreiben sie
gemeinsam mit dem Umweltbundesamt eine der 22 Hauptstationen
des „Global Atmosphere Watch“-Programms, das die
Weltorganisation für Meteorologie ins Leben gerufen hat. Die
Zusammensetzung der Atmosphäre wird ständig überwacht, um aus
diesen Daten ein Bild des Klimawandels zu entwickeln.
Das traditionsreiche Schneefernerhaus, das 1930 zwischen
Zugspitzplatt und Zugspitzgipfel in einer Höhe von 2650 Metern
errichtet wurde und über sechs Jahrzehnte als Hotel und Restaurant
diente, ist heute Deutschlands höchstgelegene Messplattform zur
Erkundung der Atmosphäre. Nach umfangreichen Umbauarbeiten
konnte die Umweltforschungsstation 1998 offiziell in Betrieb
genommen werden. Das ungetrübte Sonnenlicht und die reine Luft
auf der Zugspitze machen das moderne Labor zu einem Mekka für
Klima- und Atmosphärenwissenschaftler. Das Schwergewicht der
Arbeiten liegt in den Bereichen Klima-, UV-, Aerosol-, Ozon- und
Wirkungsforschung.
Mit zum Ruf der Zugspitze als Plattform für Klimaforscher beigetragen
hat auch das Fraunhofer Institut für Umweltforschung, das in
Garmisch-Partenkirchen angesiedelt ist. Die Messstation ist an das
neue Gipfelgebäude der Bayerischen Zugspitzbahn angegliedert und
durch die weiße Planetariumskuppel von außen zu erkennen. Hier
werden unter anderem Ozonwerte gemessen und Schadstoffe in der
Atmosphäre erfasst, um ihr Langzeitverhalten bestimmen zu können.
Weil die Messergebnisse in einer Höhe von rund 3000 Metern nicht
unmittelbar durch Emissionen aus der Industrie, dem Verkehr und
dem Hausbrand beeinflusst werden, sind Aussagen über zeitliche
Entwicklungen in der freien Tropospähre möglich. Doch hier oben sitzt
niemand mehr: Der Betrieb der Station erfolgt über Fernsteuerung
von den Büroräumen im Ort aus.
Auch die Messhütte des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische
Physik ist unbemannt. Der zehn Meter hohe turmartige Bau fällt durch
ein äußerst steiles Dach auf, das die weiße Pracht wegrutschen lässt.
Denn größere Schneemassen würden die Genauigkeit der hier
durchgeführten kosmischen Strahlenmessung beeinträchtigen.
Wie ein großes Schwalbennest aus Stahl und Aluminium dagegen
wirkt die Richtfunkstelle der Telekom, die sich gleich unterhalb des
Zugspitzgipfels als futuristischen Konstruktion an den Hang schmiegt.
Das Gebäude, das über modernste Technik verfügt, wurde 1981
fertiggestellt. Die gesamte Relaisstation arbeitet vollautomatisch und
fernüberwacht. Für den Richtfunk ist die theoretische Sichtverbindung
zwischen Sende- und Empfangsantenne eine Grundvoraussetzung –
und der Standort auf Deutschlands höchstem Berg somit ideal.
Die Höhenlage, die reine Luft und das ungetrübte Sonnenlicht sind die
Gründe dafür, dass Wissenschaft und Technik sich auf der Zugspitze
einquartiert haben. In aller Abgeschiedenheit wachsen auf
Deutschlands höchstem Berg weitreichende Erkenntnisse.
Weitere Auskünfte:
Bayerische Zugspitzbahn
Bergbahn AG
Olympiastraße 27
D-82467 Garmisch-Partenkirchen
Fon (0 88 21) 797 - 0
Fax (0 88 21) 797 – 901
zugspitzbahn@zugspitze.de
www.zugspitze.de


Kontaktinformationen:
Angelika Hermann-Meier PR
Seehof 5
D-86911 Diessen
Fon (0 88 07) 9 14 12
Fax (0 88 07) 41 49
info@hermann-meier.de
www.hermann-meier.de

Drucken der Pressemitteilung Drucken der Pressemitteilung Pressemitteilung als E-Mail versenden Pressemitteilung als E-Mail versenden Fotolabor Treml GmbH
mpg


 
Modezar Rudolph Mooshammer
Deutsche Boulevard-Journalisten wählen Modezar Rudolph Mooshammer zum "Promi 2004"
Wilhelm Karl Treml
Wilhelm Karl Treml: Wie der neue Standard RSS Journalisten das Leben erleichtert
tomas nittner
tomas nittner schreibt Ihre Pressetexte. Und zwar sofort!
Fotolabor Treml GmbH
Fotolabor Treml - Ihr Full-Service-Dienstleister für Ihre Pressearbeit:
Pressefotos-Presse CDs-Pressedias
Pressemappen-Messeservice
Sofortservice Pressekonferenz
Druck-Konfektionierung-Postversand

Alle Printmedien Österreichs Herausgeber:»Observer« GmbH, Wien, Austria
Home |  Impressum |  Disclaimer |  Kundenbereich |  Jobmaschine für Journalisten