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Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG Der Wetterfrosch sitzt seit mehr als 100 Jahren auf der Zugspitze Auf dem höchsten Berg Deutschlands haben sich unterschiedliche Forschungsstationen eingerichtet Skifahrer und Snowboarder merken nichts davon. Ebenso wenig wie die zahlreichen Besucher, die mal eben hochfahren, um dem Gipfelkreuz ein wenig näher zu kommen und den Blick von Deutschlands höchstem Berg aus zu genießen. Die Spitzenforschung spielt sich in aller Ruhe ab. Abgeschottet von der ausgelassenen Betriebsamkeit ringsum arbeiten die Wissenschaftler zum Teil Tag und Nacht an ihren Projekten. In der Zeit, in der die Besteigung der Zugspitze noch als alpinistische Höchstleistung galt, richtete sich hier bereits der erste Wetterfrosch ein. Es war Josef Enzensperger, der am 19. Juli 1900 die Bergwetterstation in Betrieb nahm und mit den Messungen begann. Er zog in den neun Meter hohen Turm ein, der an der Westseite des Münchner Hauses errichtet worden war und gab drei Mal täglich seine Klimabeobachtungen per Telefon an die zivilisierte Welt weiter. In den langen Wintermonaten, wenn sich kein Bergsteiger nach oben verirrte, war Josef Enzensperger der einzige Mensch am Gipfel – Wissenschaftler, nebenbei Koch und Schneeschaufler. Heute sind es insgesamt elf Experten, die im Rahmen ihres synoptischen Dienstes täglich 22 detaillierte Wettermeldungen abgeben. Ihr Fenster zur Welt ist das Internet, in das sie die Daten verschlüsselt einspeisen und den zentralen Wetterämtern, Flugwetterwarten und Rechenzentren rund um den Globus zur Verfügung stellen. Die Besonderheit einer Bergstation liegt darin, dass sie Aufschluss geben kann über die höheren Luftschichten und damit auch über die Verlagerung von Tiefdruckgebieten und Hochdruckzonen. Doch längst nicht mehr beschränkt sich die Arbeit im Turm auf das Sammeln und Bewerten der klassischen Daten. Bereits seit 1994 ist die Station auf der Zugspitze in das „Integrierte Mess- und Informationssystem zur Überwachung der Radioaktivität“ des Deutschen Wetterdienstes eingebunden. Die speziell ausgebildeten Meteorologen sind Spürhunde für Radioaktivität, sie unterstützen darüber hinaus den Lawinenwarndienst und leisten Öffentlichkeitsarbeit in Form von Führungen und Pressebetreuung. Und immer wieder müssen die Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes auch hinüber in die benachbarte Umweltforschungsstation Schneefernerhaus. Hier betreiben sie gemeinsam mit dem Umweltbundesamt eine der 22 Hauptstationen des „Global Atmosphere Watch“-Programms, das die Weltorganisation für Meteorologie ins Leben gerufen hat. Die Zusammensetzung der Atmosphäre wird ständig überwacht, um aus diesen Daten ein Bild des Klimawandels zu entwickeln. Das traditionsreiche Schneefernerhaus, das 1930 zwischen Zugspitzplatt und Zugspitzgipfel in einer Höhe von 2650 Metern errichtet wurde und über sechs Jahrzehnte als Hotel und Restaurant diente, ist heute Deutschlands höchstgelegene Messplattform zur Erkundung der Atmosphäre. Nach umfangreichen Umbauarbeiten konnte die Umweltforschungsstation 1998 offiziell in Betrieb genommen werden. Das ungetrübte Sonnenlicht und die reine Luft auf der Zugspitze machen das moderne Labor zu einem Mekka für Klima- und Atmosphärenwissenschaftler. Das Schwergewicht der Arbeiten liegt in den Bereichen Klima-, UV-, Aerosol-, Ozon- und Wirkungsforschung. Mit zum Ruf der Zugspitze als Plattform für Klimaforscher beigetragen hat auch das Fraunhofer Institut für Umweltforschung, das in Garmisch-Partenkirchen angesiedelt ist. Die Messstation ist an das neue Gipfelgebäude der Bayerischen Zugspitzbahn angegliedert und durch die weiße Planetariumskuppel von außen zu erkennen. Hier werden unter anderem Ozonwerte gemessen und Schadstoffe in der Atmosphäre erfasst, um ihr Langzeitverhalten bestimmen zu können. Weil die Messergebnisse in einer Höhe von rund 3000 Metern nicht unmittelbar durch Emissionen aus der Industrie, dem Verkehr und dem Hausbrand beeinflusst werden, sind Aussagen über zeitliche Entwicklungen in der freien Tropospähre möglich. Doch hier oben sitzt niemand mehr: Der Betrieb der Station erfolgt über Fernsteuerung von den Büroräumen im Ort aus. Auch die Messhütte des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik ist unbemannt. Der zehn Meter hohe turmartige Bau fällt durch ein äußerst steiles Dach auf, das die weiße Pracht wegrutschen lässt. Denn größere Schneemassen würden die Genauigkeit der hier durchgeführten kosmischen Strahlenmessung beeinträchtigen. Wie ein großes Schwalbennest aus Stahl und Aluminium dagegen wirkt die Richtfunkstelle der Telekom, die sich gleich unterhalb des Zugspitzgipfels als futuristischen Konstruktion an den Hang schmiegt. Das Gebäude, das über modernste Technik verfügt, wurde 1981 fertiggestellt. Die gesamte Relaisstation arbeitet vollautomatisch und fernüberwacht. Für den Richtfunk ist die theoretische Sichtverbindung zwischen Sende- und Empfangsantenne eine Grundvoraussetzung – und der Standort auf Deutschlands höchstem Berg somit ideal. Die Höhenlage, die reine Luft und das ungetrübte Sonnenlicht sind die Gründe dafür, dass Wissenschaft und Technik sich auf der Zugspitze einquartiert haben. In aller Abgeschiedenheit wachsen auf Deutschlands höchstem Berg weitreichende Erkenntnisse. Weitere Auskünfte: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG Olympiastraße 27 D-82467 Garmisch-Partenkirchen Fon (0 88 21) 797 - 0 Fax (0 88 21) 797 – 901 zugspitzbahn@zugspitze.de www.zugspitze.de Kontaktinformationen: Angelika Hermann-Meier PR Seehof 5 D-86911 Diessen Fon (0 88 07) 9 14 12 Fax (0 88 07) 41 49 info@hermann-meier.de www.hermann-meier.de
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