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FDA-Zulassung für neues Antidepressivum Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat am 4. August 2004 die US-Zulassung für den Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) als wirksame Behandlungsoption bei Depression erteilt. Die Unternehmen Eli Lilly and Company und Boehringer Ingelheim vereinbarten 2002 die gemeinsame Vermarktung des Antidepressivums außerhalb der USA (mit Ausnahme von Japan). Die europäische Zulassung des Medikaments wird für das erste Quartal 2005 erwartet. Die Zulassung kann für Ärzte und Patienten eine neue Option für die Behandlung einer Vielfalt psychischer und körperlicher Symptome der Depression bedeuten. Bisher lässt nur bei ca. 30 bis 40 Prozent der depressiven Patienten ein nahezu vollständiger Rückgang (Remission) der Symptome erzielten.1 „Depression ist eine Krankheit, die den ganzen Körper betrifft. Die meisten modernen Antidepressiva bekämpfen jedoch die psychischen Symptome, wie anhaltendes Weinen und Traurigkeit, besser als die körperlichen Symptome der Depression“ erläuterte Dr. Stephen Stahl, Leiter der Neurowissenschaftlichen Institutes der Medizinischen Fakultät der Universität von Kalifornien in San Diego. „Der neue Wirkstoff kann aufgrund seiner dualen Wirkung auf Serotonin und Noradrenalin für den Arzt eine neue Chance darstellen, Patienten mit Depression zu helfen, insbesondere der Patientengruppe mit körperlichen Symptomen, wie z.B. diffusen Schmerzen.“ Die beiden Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin scheinen nicht nur an der Regulation der psychischen Symptome, sondern auch des Schmerzempfindens beteiligt zu sein. Wissenschaftler glauben, dass ein Ungleichgewicht der beiden Neurotransmitter sowohl zu Depressionen als auch zu verändertem Schmerzempfinden führen kann. Die Kombination aus psychischen und körperlichen Beschwerden bei der Depression kann die Lebensqualität der Patienten ganz erheblich beeinträchtigen.2 Der neue duale Wiederaufnahmehemmer befindet sich derzeit auch im Zulassungsverfahren zur Behandlung der Belastungsinkontinenz. Man geht davon aus, dass an beiden Erkrankungen das Serotonin- und Noradrenalin-System beteiligt ist. Zum Thema Depression Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit etwa 340 Millionen Menschen, die an Depressionen.3 Laut Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse sind im Jahr 2002 18 Millionen Fehltage allein durch depressive Erkrankungen verursacht worden.4 Die aktuelle Fachliteratur besagt, dass die Patienten, die auch gegen die körperlichen Symptome, insbesondere Schmerzen im Rahmen der Depression behandelt werden, mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Remission erreichen als diejenigen, bei denen keine Schmerzlinderung erfolgt.5 Erkennt der Arzt alle Symptome der Depression, kann er den wirkungsvollsten therapeutischen Ansatz wählen. -------------------------------------------------------------------------------- O’Reardon JP, Amsterdam JD. Psychiatr Ann. 1998;28(11):633-640 The Regents of the University of Michigan. Beyond Sadness. Bridging the gap between emotional and physical symptoms of depression. Ann Arbor, MI, 2002. World Health Report 2001. Mental Health: World Health Organization, 2001 Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse mit Daten und Fakten zu Arbeitsunfähigkeiten und Arzneimittelverordnungen 2002. Fava M et al. The effect of duloxetine on painful physical symptoms in depressed patients: Do improvements in these symptoms result in higher remission rates?J Clin Psychiatry, 2004; 65:521-530. Kontaktinformationen: Katrin Blank Pressesprecherin Telefon: 08 00 - 5 45 59 77 (0 61 72) 2 73-27 38 Telefax: (0 61 72) 2 73-25 39 E-Mail: Pressekontakt Adresse: Saalburgstraße 153 61350 Bad Homburg
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