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Düsseldorf, 19.07. 2004 11:39

Eignerfamilie setzt konsequente Stärkung der Eigenmittel fort Optimierungsprogramm verbessert versicherungstechnisches Ergebnis deutlich Alle Versicherungssparten liefern positive Wertbeiträg
ARAG Konzern stärkt Kapitalbasis und verbessert operative Leistungsfähigkeit

Der ARAG Konzern zeigte sich im Geschäftsjahr 2003 in guter Form.
Das Unternehmen profitierte im Strukturwandel der Assekuranz von
seiner starken Substanz, der tiefen Verwurzelung im
Privatkundengeschäft und der damit verbundenen sehr guten
Risikostruktur. Die Prämieneinnahmen der
Versicherungsgesellschaften wuchsen um 2,8 Prozent von
1,23 Milliarden € auf 1,26 Milliarden €.


Aufgrund rückläufiger Umsätze
von Nicht-Versicherungsunternehmen verblieb das gesamte Prämienund
Umsatzvolumen des Konzerns mit 1,33 Milliarden € praktisch auf
Vorjahresniveau. Im Kernbereich Rechtsschutz setzte sich der
Wachstumstrend der vergangenen Jahre fort. Die Einnahmen stiegen
dort um 2,5 Prozent von 618 Millionen € auf 633 Millionen €. Die
Wachstumsimpulse stammen aus dem internationalen
Rechtsschutzgeschäft.
Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter in seine solide
Substanz investiert. Insbesondere die finanzielle Flankierung des starken
internationalen Wachstums und die mit Blick auf die Erhöhung der
Anwaltsgebühren erneute Dotierung der Spätschadenreserven mit
zusätzlichen 8,4 Millionen € wirkten sich auf die Ergebnislage aus. Trotz
dieser negativen Belastungen verbesserte sich das
versicherungstechnische Ergebnis des Konzerns um 202 Prozent von
7,5 Millionen € auf 22,7 Millionen €. In der Verbesserung spiegeln sich die
ersten Erfolge der Optimierungsarbeit wider. Die Kostenquote war mit
34,8 Prozent rückläufig und verbesserte sich um 2,4 Prozent gegenüber
dem Vorjahr. Die Schadenquote blieb mit 64,0 Prozent praktisch
unverändert (Vorjahr 63,8 Prozent). Das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit sank erwartungsgemäß von 29,7 Millionen € auf 21,3
Millionen €. Aufgrund einer unverändert hohen Steuerlast verblieb ein
Konzernjahresüberschuss von 3,0 Millionen € (Vorjahr 1,9 Millionen €).
Nach den ersten Monaten Laufzeit des Optimierungsprogramms Impulse
ARAG 100 beziffert das Unternehmen die bereits gehobenen
Einsparpotenziale mit 10 Millionen €. Bis Ende des Jahres 2004 sind
zusätzliche Einsparungen von 20 Millionen € geplant.
„Alle Versicherungssparten des Konzerns lieferten positive Wertbeiträge“,
stellte Dr. Paul-Otto Faßbender, Vorstandsvorsitzender der ARAG, bei der
Bilanzvorlage fest. In der Versicherungstechnik wurden negative
Ergebnisbeiträge in den Segmenten Rechtsschutz national und
international sowie Komposit beseitigt. Ebenso verbesserte sich die
Ergebnissituation der Personenversicherer deutlich. Die ARAG hat
Wertberichtigungen in den Kapitalanlagen so umfänglich wie möglich
geschultert und 120,3 Millionen € zum 31.12.2003 abgeschrieben. Unter
der Prämisse einer stabilen Entwicklung der Finanzmärkte wird die ARAG
im laufenden Geschäftsjahr lastenfrei sein.
Im deutschen Rechtsschutzmarkt hat die ARAG den Prämienabrieb
weitgehend aufgehalten. Im selbst abgeschlossenen Geschäft verbuchte
das Unternehmen einen Rückgang von 0,9 Prozent auf 347,3 Millionen €
gegenüber 350,6 Millionen € im Vorjahr. Im konjunkturell freundlicheren
Umfeld des Jahres 2002 lag der Rückgang noch bei 3,6 Prozent. Allerdings
trennt sich die ARAG im heimischen Kernmarkt bis Ende 2005 von
ca. 20 Millionen € Prämie, die keine ausreichende Rentabilität liefern.
Damit wird ein Einsparpotenzial von etwa 40 Millionen € aktiviert.
„Langfristig eröffnet die deutlich gesteigerte Profitabilität des
Kerngeschäftes dem Unternehmen neue Wachstumschancen,“ so Dr. Paul-
Otto Faßbender.
Das internationale Rechtsschutzgeschäft verzeichnete weiter starke
Wachstumsimpulse und steigerte die Beitragseinnahmen um 7 Prozent auf
261,9 Millionen € nach 244 Millionen € im Jahr 2002. Unter
Berücksichtigung des rechtsschutznahen Schutzbriefgeschäftes der ARAG
Spanien erzielten die internationalen Gesellschaften Einnahmen von
286 Millionen €. Der Zukauf des Wettbewerbers ACS/Lawphone durch die
ARAG North America wurde zu Beginn des Jahres 2004 abgeschlossen.
Durch dieses Investment ist die ARAG in den USA Branchenführer im
Segment der Rechtsdienstleistungen. Als einer der ersten deutschen
Versicherer ist die ARAG auf dem slowenischen Markt aktiv geworden.
Im ersten Halbjahr 2004 verbuchte das Kernsegment Rechtsschutz
Einnahmen von 314,4 Millionen € gegenüber 308,7 Millionen € im
Vorjahreszeitraum. Das eher moderate Wachstum von 1,8 Prozent ist auf
die Bestandsüberprüfung im deutschen Rechtsschutz und den damit
verbundenen Prämienrückgang zurückzuführen.
„Wir entwickeln das Unternehmen mit viel Augenmaß behutsam weiter,“ so
Dr. Paul-Otto Faßbender. Zum Ende des Jahres 2003 haben die Eigner ihr
Engagement erneut bekräftig. Das gezeichnete Kapital der
konzernführenden Familienholding FIDA GmbH wurde um 40 Millionen €
auf 200 Millionen € erhöht. „Eine weitere Kräftigung der
Eigenkapitalausstattung wird auch künftig von den Eignern angestrebt,“ so
Dr. Paul-Otto Faßbender. Die enge Verbindung zwischen Familie und
Unternehmen wird auch durch die Namensgebung der Familienholding
dokumentiert. Die FIDA GmbH wurde im Juni 2004 in eine
Aktiengesellschaft umgewandelt und in ARAG Aktiengesellschaft
umbenannt. „Unsere Versicherungsgesellschaften firmieren unter der
bekannten Qualitätsmarke ARAG. Es ist nur konsequent, dass sich die
Familienholding in dieses geschlossene Erscheinungsbild einfügt,“
begründet Dr. Paul-Otto Faßbender die Umwandlung.


Kontaktinformationen:
ARAG Versicherungen
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
Klaus Heiermann
Leiter
Unternehmenskommunikation
Telefon: (02 11) 9 63-22 19
Telefax: (02 11) 9 63-22 20
klaus.heiermann@ARAG.de
http://www.ARAG.de

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