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Aachen, 20.09. 2004 11:31

Experten warnen:
Die metabolische Bombe tickt!

Das tödliche Quartett fordert einen täglichen Tribut von tausenden Opfern und plündert das Gesundheitssystem in immer drastischerer Art und Weise. Das tödliche Quartett mit den Symptomen Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker, erhöhte Blutfette sowie bauchbetontes Übergewicht ist die Volkskrankheit Nr. 1 in den westlichen Industrienationen. Der Name fasst eine Reihe von Risikofaktoren zusammen, die im direkten Zusammenhang mit der Entstehung von arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen und im weiteren Verlauf Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall stehen.

Die Gesundheitsgeißel der westlichen Welt, das tödliche Quartett, fordert einen täglichen Tribut von tausenden Opfern und plündert das Gesundheitssystem in immer drastischerer Art und Weise, doch kaum einer nimmt den persönlichen Kampf gegen die so genannte Zivilisationskrankheit auf, erklärt heute Sven-David Müller, Diabetesberater der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Im Rahmen des Jahres der gesunden Ernährung, das die Gesellschaft unlängst ausgerufen hat, steht die Aufklärung der Bevölkerung über die Begleiterscheinungen und Folgen des metabolischen Syndroms im Vordergrund, so Müller. Das tödliche Quartett, das umgangssprachlich wegen der eindeutig definierten Symptome Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker, erhöhte Blutfette sowie bauchbetontes Übergewicht auch metabolisches Syndrom genannt wird, ist die Volkskrankheit Nr. 1 in den westlichen Industrienationen. Es ist eine Krankheit, die aus dem Überfluss heraus entstanden ist, so Müller. Der Name fasst eine Reihe von Risikofaktoren zusammen, die im direkten Zusammenhang mit der Entstehung von arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen und im weiteren Verlauf Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall stehen. Im Jahre 2002 starben etwa 200.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Gefäßverkalkung. Der Regelkreis des tödlichen Quartetts zeigt ein gefährliches Zusammenspiel der verschiedenen Risikofaktoren, erklärt Müller: Die in unserem Land weit verbreitete Überernährung in Kombination mit unzureichender Bewegung führt zu Übergewicht und im schlimmsten Falle zu Adipositas. Hierdurch befindet sich der Blutzuckerspiegel ständig auf einem hohen Niveau, als Effekt ist die Ausschüttung des „Blutzuckersenker-Hormons“ Insulin ständig erhöht. Es tritt eine Gewöhnung der Zellen an den hohen Insulinspiegel ein, weswegen der Organismus die Produktion immer weiter steigert. Ist dies nicht auf Dauer möglich, entsteht ein Diabetes mellitus Typ 2, so der Diabetesberater. Weiterhin ist die Natrium- und Wasserausscheidung bei Adipositas gehemmt und infolge dessen nimmt das Blutvolumen zu – der Blutdruck steigt an. Das bauchbetonte Übergewicht ist laut Müller einer der Killer des tödlichen Quartetts, da die Fettzellen im Bauchbereich besonders anfällig für eine Insulinresistenz sind. Die Blutfettwerte, vor allem das „schlechte“ Cholesterin LDL steigen bei wachsendem Körpergewicht immer weiter an und begünstigen so ebenfalls die Entstehung des tödlichen Quartetts. Wer jetzt noch genüsslich an seiner Zigarette zieht, kann sich der schleichenden, tödlichen Gefahr kaum mehr erwehren, warnt Müller. Trotzdem sind sich Gesundheitsökonomen einig: Nicht nur der gesundheitlichen Gefahr durch das metabolische Syndrom ist durch einen gesunden Lebensstil etwas entgegenzusetzen, auch 25 bis 30 Prozent der Krankheitskosten, die den gesetzlichen Krankenkassen jährlich durch ernährungsabhängige Erkrankungen entstehen, wären durch das Umsetzen geeigneter Präventionsprogramme vermeidbar. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik empfiehlt das Buch Cholesterin natürlich senken (ISBN 3-426-66783-5) aus dem Knaur-Verlag für 9,90 Euro (1). 3.217 Zeichen.

(1) Rezensionsexemplare sind unter presse@ernaehrungsmed anforderbar!


Kontaktinformationen:
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
Kurbrunnenstr. 5, 52066 Bad Aachen
www.ernaehrungsmed.de, presse@ernaehrungsmed.de
Interviewwünsche: Tel: 0241 – 96 10 320

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