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Düsseldorf, 01.07. 2004 15:07

Gesundheitsreform
Integrierte Versorgung:Urologen fordern Qualitätssicherung

Hochkarätige Experten diskutierten in der DGU-Geschäftsstelle


Das Patientenwohl und die Qualitätssicherung der medizinischen Versorgung dürfen bei dem Wettbewerb um die neue Versorgungsform der integrierten Versorgung nicht aus dem Blickfeld geraten, sondern sollten an oberster Stelle stehen. Integrierte Versorgung kann nur funktionieren, wenn auch die Patientinnen und Patienten von der Qualität der neuen Angebote überzeugt sind und ihnen tatsächlich qualitativ höherwertige medizinische Leistungen geboten werden können. Die künftigen Anforderungen, und zwar aus der Perspektive des Patienten gesehen, müssen die neuen Versorgungsstrukturen prägen - nicht umgekehrt. Das ist eine wichtige Quintessenz eines eintägigen Workshops, zu dem das Beratergremium „Council“ der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) eine hochkarätige Expertenrunde in die Düsseldorfer Geschäfststelle eingeladen hatte. An der regen Diskussion, in der das derzeitige Top-Thema in der Gesundheitspolitik von allen Seiten beleuchtet wurde, beteiligten sich unter anderem Dr. Manfred Richter-Reichhelm, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Gesundheitsökonom, Prof. Dr. Dr. Karl W. Lauterbach.
Verwaltungsaufwand, Vergütungssystem, Vertragsmodelle, Wirtschaftlichkeit, Versorgungszentren – der Experten-Workshop, an dem auch 30 namhafte urologische Chef-und Oberärzte sowie Niedergelassene aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen, hat gezeigt, dass die wesentlichen Fragen zur integrierten Versorgung derzeit noch keineswegs beantwortet sind und der Informationsbedarf entsprechend groß ist. Das wurde beim Workshop auch durch Schilderungen von Klinikärzten deutlich, denn auch viele Krankenhäuser und Krankenhausketten setzen sich ebenfalls intensiv mit dem Thema auseinander, ohne dass sie derzeit wissen, ob sich „es“ sich tatsächlich für sie rechnen wird.
Als „Selbstläufer“ hat sich der von der Regierung angedachte Kooperations- und Verzahnungsmechanismus bis heute somit keinesfalls erwiesen. Eine Kooperations- und vor allem Kommunikationsbereitschaft auf Seiten der Urologen steht mit Blick auf die angestrebte Schnittstellenüberwindung außer Frage: Der weitere intensive Austausch mit allen Beteiligten ist deshalb nicht nur gewünscht, sondern, so die Urologen, dringend erforderlich.
Für die Urologen steht fest: Kooperations-Modelle können große Chancen bieten, wenn sie darauf hinauslaufen, dass sich die „Leistungserbringer“ nachhaltig auf ihre Kernaufgaben und eine Verbesserung der Versorgungsabläufe konzentrieren können und sie nicht, wie vielfach befürchtet, im Management-und Verwaltungsgeschehen untergehen.
„Altbekanntes neu verpackt“ - Urologen aus Praxis und Klinik verständigen sich nicht erst seit der Förderung der integrativen Versorgung über Kooperationen: Sie wurden von ihnen bereits vielerorts in der Vergangenheit gelebt.




Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle:
Bettina-Cathrin Wahlers - Wettloop 36c - 21149 Hamburg
Telefon: 040 / 79 14 05 60 - Fax: 040 / 79 14 00 27
pressestelle@wahlers-pr.de


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Pressestelle DGU
Bettina-Cathrin Wahlers
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040/79140560

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