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Nürnberg, 04.07. 2004 17:51

Umsatz stieg um knapp ein Prozent
DATEV wächst moderat durch neue Geschäftsfelder

Der IT-Dienstleister DATEV eG hat im vergangenen Jahr trotz widriger Marktbedingungen sein stetiges Wachstum fortgesetzt, wenn auch etwas schwächer als erwartet. Der Umsatz des Nürnberger Unternehmens stieg um 0,9 Prozent auf 571,3 Mio. Euro (Vorjahr: 566,2 Mio. Euro). "Damit hat sich DATEV besser geschlagen als die IT-Branche insgesamt", sagte Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender der DATEV, auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.

Insbesondere die im vergangenen Jahr entgegen der Erwartungen weiter schwächelnde konjunkturelle Entwicklung im Mittelstand habe sich negativ auf den Berufsstand ausgewirkt. Anhaltend hohe Insolvenzzahlen von Unternehmen waren bei Steuerberatern und in der Folge bei DATEV vor allem in den Bereichen Finanzbuchführung und Löhne spürbar. Deshalb sei 2003 für die Mitglieder der Genossenschaft auch ein Jahr der Sparbemühungen gewesen, was den Umsatz tangierte. "Unser Wachstum kommt aus neuen Geschäftsfeldern. Damit haben wir Einbußen durch die lahmende Konjunktur ausgeglichen", so Kempf.

In einigen Segmenten entwickelte sich der Umsatz deutlich besser als geplant. Dies gilt unter anderem für den Bereich IT-Sicherheit, der auf Grund der spektakulären Angriffswellen von Internetschädlingen stärker in den Fokus der Anwender in Kanzleien und Unternehmen rückte. Zum Beispiel stieg der Umsatz von DATEVnet, einem durch Firewall- und Virenschutzsysteme abgesicherten Internet-Zugang, im vergangenen Jahr um 36 Prozent. "Allein im Mai 2004 haben wir mit DATEVnet fast 774.500 Viren aus dem Netz herausgefiltert. Das sind mehr als dreimal so viele Schädlinge wie im gesamten Jahr 2003", erläuterte Kempf. Angesichts dieser Entwicklung werde das Thema Datensicherheit nicht nur wie gewohnt bei DATEV und ihren Mitgliedern, sondern zunehmend auch bei Unternehmen Beachtung finden.

Starke Umsätze mit Software für Wirtschaftsprüfer und Anwälte
Die insgesamt positive Entwicklung der Genossenschaft der steuer- und rechtsberatenden Berufe erklärte Kempf einerseits mit einem konsequenten Kostenmanagement, andererseits mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder. So sei unter anderem der Umsatz mit Software für Wirtschaftsprüfer um 63 Prozent auf sieben Millionen Euro geklettert. "Auch die Umsätze bei den Software-Lösungen für Anwälte entwickeln sich in unserem Sinne. Inzwischen ist die DATEV die Nummer Vier auf dem Markt für Anwaltssoftware", sagte Kempf. "Das bestätigt unsere Strategie, auf neue Geschäftsfelder zu setzen." Ebenfalls positiv bewertete Kempf das DATEV-Engagement in Österreich, Polen, Italien und Tschechien, das im Jahr 2003 weiter vorangetrieben wurde.

Das operative Ergebnis des IT-Dienstleisters betrug Ende des vergangenen Jahres 31,3 Millionen Euro (Vorjahr: 33,9 Millionen Euro). Im Vorjahr wurde es durch die Ergebnisse einer Betriebsprüfung beeinflusst. Das Jahresergebnis 2003 wird fast vollständig als genossenschaftliche Rückvergütung an die Mitglieder ausgeschüttet. Der Betrag ist mit 28,9 Mio. Euro um 2,6 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Der danach noch verbleibende Rest von 0,2 Mio. Euro wird den Rücklagen zugeführt, ist aber bei Genossenschaften kein Gradmesser für den Erfolg.

Zum Jahresende 2003 beschäftigte die DATEV genau 5.400 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.373). Die Zahl der Mitglieder ging geringfügig von 38.943 im Jahr 2002 auf 38.707 im vergangenen Jahr zurück. Kempf erklärte diese bereits im Vorjahr prognostizierte Entwicklung einerseits damit, dass seit 2002 Sozietäten DATEV-Mitglieder werden können, eine Einzelmitgliedschaft aller Sozii deshalb nicht mehr notwendig sei. Bereinigt um diesen Sozietätseffekt ergäbe sich ein Mitgliederwachstum von rund einem Prozent. Andererseits verwies der DATEV-Vorstandsvorsitzende auf einen spürbaren Generationswechsel und die gesunkene Bereitschaft von jungen Steuerberatern, sich selbstständig zu machen. Dieser Trend wird anhalten und Generationseffekte nicht ausgleichen können.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Kempf auf Grund der verzögerten Wirkung der konjunkturellen Entwicklung auf den Berufsstand mit einem Umsatzwachstum von etwa einem Prozent und einem wieder zufrieden stellenden Ergebnis. Die Mitgliederzahl werde weiter leicht sinken, die Mitarbeiterzahl stabil bleiben. Das erste Halbjahr 2004 wurde mit einem Umsatz von 292,7 Mio. Euro (Vorjahr: 288,5 Mio. Euro) abgeschlossen. Die Zahl der Beschäftigten ging zum 1. Juli leicht auf 5.393 (Vorjahr: 5.411) zurück. Diese etwas geringere Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr ist auf einen vorübergehenden Effekt zurückzuführen. Derzeit sind mit 201 mehr Planstellen offen als im Jahr 2003 mit 178.

Erheblicher Mehraufwand durch Politik-Chaos
Kritisch äußerte sich Kempf über die direkten Auswirkungen steuerpolitischer Entscheidungen auf Unternehmen und Kanzleien. So hätten zum Beispiel die sehr kurzfristigen Beschlüsse zur Steuerreform zum vergangenen Jahresende zu erheblichem Mehraufwand in der Entwicklung der Steuerdeklarations-, Lohn- und Gehaltsabrechnungssoftware geführt. Die Anpassungen mussten unter erheblichem Zeitdruck und daher mit erhöhtem Personalaufwand vorgenommen werden. Kempf: "Der Gesetzgeber weiß nicht, was er will, wann er etwas will und wie er etwas will. Für Steuerberater wird es angesichts dieses Politik-Chaos immer schwerer, Mandanten vorausschauend zu beraten."

Auf Grund dieser Entwicklung sieht Kempf die Herausforderung für den Berufsstand insbesondere in einer stärker betriebswirtschaftlichen Orientierung bei der Beratung der Mandanten. Um die dafür notwendige Vernetzung zwischen Steuerberater und Unternehmen zu unterstützen, bietet die DATEV über die Steuerberater ERP-Produkte für mittelständische Unternehmen an. Dieses Angebot wird vom Markt sehr positiv aufgenommen, unter anderem die Software Rechnungswesen compact verkaufte sich sehr gut. Weitere Produkte aus diesem Marktsegment sind ein Warenwirtschafts-, ein Personal-Management- und ein Kunden-Management-System.

Zur Unterstützung der eigentlichen Beratung baut die DATEV ihr entsprechendes Angebot stetig aus. Seit Anfang dieses Jahres ist das DATEV-Rating-System erhältlich. Mit dieser Software für die Vorbereitung auf das Banken-Rating werden alle Bereiche eines Unternehmens durchleuchtet und mit einer Note bewertet. Der in 2002 eingeführte DATEV-Unternehmens-Check ist bereits erfolgreich am Markt etabliert. Dieses auf die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen ausgerichtete Beratungskonzept unterstützt die Stärken-Schwächen-Analyse eines Unternehmens und das Erstellen eines umsetzbaren Maßnahmenkataloges.

Eine weitere Herausforderung des Berufsstandes sieht Kempf in der Anpassung an die technische Entwicklung. Die DATEV unterstützt deshalb auch die Standardisierung der elektronischen Signatur. Außerdem bietet die Genossenschaft einen ASP-Service an, das heißt, Kanzleien und Mandanten können sich von der Administration ihrer Hard- und Software befreien, indem sie diese an die DATEV outsourcen.


Bildunterschrift:
Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender der DATEV

Kontaktinformationen:
DATEV eG, Nürnberg
Peter Willig, Tel. 0911 276-1210, E-Mail: peter.willig@datev.de und Claudia Specht, Tel. 0911 276-1450, E-Mail: claudia.specht@datev.de.

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