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, 20.10. 2003 16:15

Eine Koproduktion von Zik Zak Filmworks und Icelandic Film Corporation mit Tradewind Pictures
Fiasko Kinospielfilm 35 mm: , 1:1,85 Originaltitel: Fíaskó, Island, Deutschland, Dänemark 2000

Ein eiskalter Februarmorgen in Reykjavík. Familie Bardal erwacht. Großvater Karl blockiert, völlig bekleidet auf dem Klo sitzend, das Bad. Seine Enkelin Júlia verabschiedet sich von Liebhaber Gulli und notiert das Treffen in ihrem Buch, um mit den Terminen für den zweiten Liebhaber Hilmar nicht durcheinanderzukommen.

Karls Tochter Steingerdur bereitet selbstvergessen das Frühstück. Aus den Nachrichten erfährt sie, daß der Gewinner des riesigen Lotto-Jackpots sich noch immer nicht gemeldet hat. Wo hat sie aber ihren Spielschein gelassen?

Pensionär Karl bedient sich heimlich an der Geldbörse seiner Tochter und nimmt auch den zerknitterten Lottoschein mit. Als er das Autoschloß mit seinem Atem auftauen will, friert er fest und kann sich nur mit einem kräftigen Ruck vor einem entgegenkommenden Auto in Sicherheit bringen. Die Lippe blutet, Karl muß ins Krankenhaus – und begegnet Helga. Die mondäne alte Dame will die Halsentzündung ihres Hündchens behandeln lassen.

Karl ist fasziniert von der resoluten Lady, folgt ihr bis nach Hause und wird hereingebeten. Helga flirtet

mit dem Charme einer Ingrid Bergman – schließlich trägt sie deren Bluse aus BERÜCHTIGT. Eine berühmte Schauspielerin sei sie und ihr verstorbener Mann erfolgreicher Filmproduzent. Mit berühmten und reichen Leuten hätte sie zu tun gehabt, und wie es um seine eigenen Finanzen stünde, will sie wissen. Er sei Rentner, sagt Karl. Dann fliegt er raus – und Helga hat ihn schon vergessen. Am Abend stellt er sich mit Akkordeon und Gesang aufs Neue vor, sie verbringen gemeinsam die Nacht. Gegen morgen weiß Karl, wie er zu Geld kommen kann: Mit der Strumpfhose seiner Enkelin über dem Kopf marschiert er wild entschlossen zur Bank ...

Júlia macht sich auf den Weg zum Hafen. Ihr Freund Hilmar und seine Kollegen sind für einen Tag vom Fischfang zurück. Doch Hilmar hat den trauten Abend zu zweit schon mit seinen Freunden verplant. Der Landgang führt Júlia und die Matrosen in eine Strip-Bar in der Stadt. Während ein Betrunkener am Bühnenrand mit der Tänzerin shakert und ihr unter seiner Perücke den blanken Schädel präsentiert, muß
sich Júlia der Annäherungsversuche eines italienischen Gastes erwehren.

Erst auf der Taxifahrt zurück zum Hafen sagt sie dem inzwischen völlig betrunkenen Hilmar wütend, daß sie ein Kind von ihm erwartet. Sie trennen sich im Streit, er geht an Bord, besinnt sich und verläßt das bereits ausgelaufene Schiff mit einem Sprung über die Reling. Am Ufer angekommen, „borgt“ er sich ein herrenloses Auto und fährt zu Júlia. Ein als Teufel verkleideter Mann blickt ihm entgeistert hinterher.

Im Hause Bardal wird Hilmar dann erst einmal unter die warme Dusche gestellt.

Währenddessen trifft Banker Gulli ein. Noch vom Hafen aus, nach dem Streit mit Hilmar, hatte Júlia ihn angerufen und auch ihm die künftige Vaterschaft verkündet. Nun weiß sie nicht, wohin mit den beiden Vätern. Gulli sitzt auf der Couch, Hilmar beobachtet aus dem Schrank heraus, wie sich Júlias Großvater einer ihrer Strumpfhosen bemächtigt, im Flur ruft die Mutter, und noch immer hat Júlia nicht die ganze Wahrheit gesagt ...

Steingerdur und ihre Perücke halten auf dem Sofa ein Nickerchen. Das Telefonklingeln weckt sie. Es ist der ebenfalls Perücke tragende Prediger Samúel, und ihm muß dringend geholfen werden. Völlig verkatert und umgeben vom sündigen Chaos seiner Wohnung, braucht der fromme Mann Wasser, Trost und hausfraulichen Beistand. Steingerdur ist wie immer zur Stelle. Später, bei Samúels engagierter Predigt vor versammelter Gemeinde, hängt sie wieder an seinen Lippen und hat seine kleine Unpäßlichkeit verständnisvoll vergessen.

Noch später will die liebende Schwester im Glauben Samúel mit ihrer Anwesenheit in seiner Wohnung und einem Abendessen überraschen. Beim Warten eingeschlafen, erwacht sie erst, als sich der Prediger erneut in größter Bedrängnis befindet: Mit einer Stripperin, einigem Alkohol im Blut und bekleidet mit einem sexy Latex-Dress hatte er sich im Jacuzzi vergnügt.

Das rote, glänzende Teufelskostüm trägt Samúel noch am Leib, seine Gespielin aber ist offensichtlich tot. Der Prediger der Nachbargemeinde hat sich mit Familie zum Besuch angekündigt, und nun muß natürlich die Leiche weg. Auch hier weiß Steingerdur Rat und schickt Samúel mit der gut verpackten Toten im Kofferraum zum Hafen, um sie irgendwo hier loszuwerden.

Doch dann wird Samúels Auto gestohlen ...


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Michael Eckhardt
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Telefon: 0361-66 358 0
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