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Nürnberg, 28.06. 2004 11:09


Carl Zeiss unterstützt den engagierten Tropenmediziner und Augenarzt Professor Volker Klauß

Professor Dr. Volker Klauß, Arzt für Tropenmedizin und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität (München), erhält als Würdigung seiner Leistung bei der Bekämpfung von Blindheit eine Zuwendung in Höhe von 10.000 EUR durch die Carl-Zeiss-Stiftung. Prof. Klauß hat als Facharzt für Augenheilkunde und als Tropenmediziner viele Jahre in Uganda und Kenia gearbeitet und dort die Behandlung und Prävention von Augenerkrankungen vorangetrieben.

Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) erhält Prof. Dr. Volker Klauß von der Ludwig-Maximilians-Universität, München (LMU) eine Zuwendung in Höhe von 10.000 EUR durch den Carl Zeiss Vorstand Dr. Michael Kaschke. "Mit der Zuwendung bedanken wir uns im Namen unzählbarer Menschen der Dritten Welt für das außergewöhnliche Engagement von Professor Klauß", so Kaschke. "Professor Klauß leistet mit seiner praktischen Arbeit und mit seiner Forschung einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Blindheit – und trägt damit zur erheblichen Steigerung der Lebensqualität, insbesondere in Afrika, bei", unterstreicht Kaschke die Bedeutung der Arbeit von Klauß.

Professor Klauß möchte das Geld einsetzen, um ein speziell in der Augenheilkunde einsetzbares Operationsmikoskop für die Augenklinik der Universität Nairobi (Kenia) zu erwerben. "Insbesondere die Operation des Grauen Stars möchte ich damit fördern", erläutert Klauß.

Alle fünf Sekunden erblindet weltweit ein Mensch – häufigste Ursache ist der "Graue Star", die Trübung der Augenlinse. Dessen Operation kann die Sehfähigkeit in der Regel vollständig wieder herstellen. Insbesondere in der Dritten Welt fehlen dafür aber sowohl die notwendigen Mittel und Einrichtungen als auch genügend ausgebildete Mediziner. Hier zu helfen, hat sich das "Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit", dessen Vorsitzender Klauß seit 1988 ist, zur Aufgabe gemacht. Klauß ist außerdem auch europäischer Vorsitzender der "International Agency for the Prevention of Blindness". Beide Organisationen unterstützen das Aktionsprogramm "Vision 2020" das sich zum Ziel gesetzt hat, die für das Jahr 2020 erwartete Zahl von 80 Millionen Blinden auf 25 Millionen zu senken. Bereits seit 2002 unterstützt Carl Zeiss dieses weltweite Aktionsprogramm.

Professor Klauß (* 42) hat von 1970 – 72 als Distriktsarzt in Uganda gearbeitet und von 1978 – 84 als Lecturer und Senior Lecturer für Augenheilkunde an der Universität Nairobi. 1985 begann er mit dem Aufbau einer Abteilung für Präventiv- und Tropenophthalmologie an der Augenklink der Universität München; im selben Jahr verlieh ihm die Bayerische Landesärztekammer die Zusatzbezeichnung "Tropenmediziner". Seit 1988 arbeitet er als Universitätsprofessor an der medizinischen Fakultät der LMU München. Neben seiner dortigen Arbeit als Ophthalmologe und Operateur engagiert sich Klauß in vielen medizinischen Gesellschaften, arbeitet unter anderem als Berater für die Weltgesundheitsorganisation WHO und ist Gutachter für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Darüber hinaus reist er heute im Durchschnitt vier Mal im Jahr nach Afrika oder andere Teile der Dritten Welt, um dort Menschen zu behandeln und die Ausbildung von Augenärzten vor Ort zu übernehmen.



PI Nr.: 071/04 SI

Wortzahl: 458
Zeichenzahl: 3316


Kontaktinformationen:
Markus Wiederspahn
Service-Center, Fachpresse
Tel.: +49 7364 20-2194
Fax: +49 7364 20-4485
E-Mail: wiederspahn@zeiss.de

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