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Berlin, 29.09. 2003 09:51

Zur Abstimmung des Bundestages über die "Reformen auf dem Arbeitsmarkt" erklärte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer am Freitag in Berlin:
Arbeitsmarktreform: Arbeitgeber in der Pflicht - Entlassungen von Älteren stoppen

Es ist erfreulich, dass die Regierungskoalition den Vorschlag des DGB aufgegriffen hat, die Erstattungspflicht der Betriebe zumindest vorübergehend zu verschärfen. Dies verhindert, dass Ältere noch stärker als bisher aus dem Arbeitsprozess herausgedrängt werden. Die Kürzung des Arbeitslosengeldes wird aber dennoch für 300.000 bis 400.000 ältere Arbeitnehmer pro Jahr neue Härten bedeuten.

Bis die Neuregelungen in zwei Jahren voll greifen, brauchen wir deshalb dringend zusätzliche Initiativen, damit die Betriebe auch tatsächlich mehr Ältere beschäftigen. Hier sind Unternehmen, aber auch der Gesetzgeber in der Pflicht: Mehr betriebliche Weiterbildung und ein besserer Gesundheitsschutz zur Vermeidung von einseitigen Belastungen am Arbeitsplatz sind dringend notwendig, damit mehr Menschen auch tatsächlich gesund bis zur Rente arbeiten können. Auch der Übergang in die Rente muss zukünftig durch flexible Arbeitszeitmodelle und eine effektive Altersteilzeitregelung umgestaltet werden. Damit angesparte Zeitguthaben der Beschäftigten nicht verloren gehen, muss der Insolvenzschutz von Arbeitszeitkonten gesetzlich gestärkt werden.

Nach der Lockerung des Kündigungsschutzes müssen die Arbeitgeber nun zeigen, dass der Abbau der von ihnen immer wieder behaupteten ,Einstellungshemmnisse` tatsächlich zu mehr Beschäftigung führt. Die neu eingefügte Regelung zur Begrenzung der befristeten Neueinstellungen ohne Kündigungsschutz sorgt zumindest für Klarheit, dass die Kleinbetriebsklausel auch weiterhin nur für Kleinbetriebe gilt und der Kündigungsschutz nicht völlig unterlaufen wird."



Bildunterschrift:
Stellvertretende
DGB-Vorsitzende Dr. Ursula
Engelen-Kefe


Kontaktinformationen:
DGB-Bundesvorstand
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Henriette-Herz-Platz 2
10178 Berlin
Fax: 030/ 24 060 324

Ihre Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen in der Pressestelle sind

Hilmar Höhn
Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher
Telefon: 030/24 060-212
hilmar.hoehn@bvv.dgb.de


Marion Knappe
Pressesprecherin
Telefon: 030/24 060-216
marion.knappe@bvv.dgb.de


Markus Franz
Pressesprecher
Telefon: 030/24 060-215
markus.franz@bvv.dgb.de


Marlies Kaiser
Koordination
Telefon: 030/24 060-211
marlies.kaiser@bvv.dgb.de

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