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Berlin, 08.06. 2004 10:05

Junge Unternehmer blicken optimistisch in die Zukunft
Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Junger Unternehmer: Der Mittelstand ist auf der Überholspur

In der BJU-Konjunkturumfrage Frühjahr/Sommer 2004
zeigen die mittelständischen Unternehmer Optimismus für die wirtschaftliche
Entwicklung im kommenden Halbjahr. Fast die Hälfte aller befragten Unternehmer
können gestiegene Auftragsbestände vermelden. Zudem erwarten 37% der
Unternehmer in den kommenden 6 Monaten steigende Gewinne. Auch die
Bereitschaft, neue Mitarbeiter einzustellen, ist gegenüber den letzten
Umfrageergebnissen im Herbst deutlich gestiegen. Zum ersten Mal seit einem Jahr
wollen mehr Unternehmer Mitarbeiter einstellen als entlassen. „Die Zahlen sprechen
eine deutliche Sprache. Der Mittelstand ist auf der Überholspur. Dies ist allerdings in
erster Linie auf die gesteigerte Nachfrage im Ausland zurückzuführen“, so die stellv.
BJU-Bundesvorsitzende Karoline Beck.


Die mittelständischen Unternehmen sind schneller und wendiger. Sie nutzen den
Raum aus, den ihnen die „Großen“ durch ihren Rückzug auf die viel beschworenen
Kernkompetenzen frei gemacht haben. 37% der befragten Unternehmen erwarten trotz
weiterhin schwieriger Umstände in den kommenden sechs Monaten steigende
Gewinne (vor einem halben Jahr waren es 30%, davor 24%). Entsprechend planen sie
eine Ausweitung ihrer Investitionen. 34% der Befragten (vor einem halben Jahr 28%,
davor 20%) wollen bei den Investitionen zulegen, lediglich 11% (vor einem halben Jahr
22%, davor 36%) sehen sich zu Kürzungen gezwungen.
Dabei setzen die Unternehmer verstärkt auf Erweiterungsinvestitionen, nicht zuletzt
deshalb, weil sie ihre Auftragsbestände trotz konjunkturellen Gegenwindes erheblich
ausweiten konnten. 46% der Befragten melden einen gestiegenen Auftragsbestand,
lediglich 12% klagen über einen Rückgang. (vor einem halben Jahr noch 22%, davor
sogar 31%).
Als vorrangiges Ziel ihrer Investitionen nennen 37% die Erweiterung des
Unternehmens (vor einem halben Jahr 31%, davor 26%), lediglich bei 22% dominiert
die Rationalisierung, bei 41% steht die Ersatzbeschaffung an erster Stelle. Auch das
Einstellungsverhalten setzt auf Expansion. 32% der Befragten beabsichtigen, die
Zahl ihrer Mitarbeiter zu erhöhen. Das sind deutlich mehr als vor einem halben Jahr.
Damals waren es lediglich 18%. Nur 11% sehen sich gezwungen, sich von Mitarbeitern
zu trennen. Vor einem halben Jahr waren es noch 21%, davor 26%.
Der Mittelstand hat seine Hausaufgaben gemacht und vertraut in die eigene Kraft. Der
BJU fordert von der Regierung endlich Reformen aus einem Guss, die die Lohnkosten
umfassend senken und die Abgaben- und Steuerbelastung der Unternehmen mindern,
um die für die Volkswirtschaft notwendige unternehmerische Initiative entfalten zu
können. „Wer den Aufschwung will, darf auf den Export hoffen, auf den Mittelstand
muss er setzen. Es bleibt die Frage, wo könnte die deutsche Volkswirtschaft heute
stehen, wenn man dem Mittelstand keine Fesseln angelegt und eine irrlichternde
Wirtschaftspolitik betrieben hätte“, so die stellv. BJU-Bundesvorsitzende Karoline Beck.
Die Umfrage wurde im April und Mai unter den 2500 Mitgliedern des Bundesverbandes
Junger Unternehmer (BJU) durchgeführt. Mitglieder im BJU sind mittelständische
Unternehmer aller Branchen im Alter bis zu 40 Jahren.


Kontaktinformationen:
Bundesverband Junger Unternehmer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nina Massek
massek@bju.de
030/ 30065 441

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mpg


 
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