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Berlin, 08.06. 2004 09:00


Messung von Nachhaltigkeit: DIW Berlin stellt neues Vierteljahrsheft vor

Zusammenfassung Nachhaltigkeit ist zu einem allgemein anerkannten Leitmotiv der Politik geworden. Das aktuelle Vierteljahrsheft zur Wirtschaftsforschung des DIW Berlin „Messung von Nachhaltigkeit“ versammelt aktuelle Forschungsergebnisse, die einen Überblick über Messsysteme und –methoden geben. Nachhaltigkeit orientiert sich an dem Grundgedanken, dass weder heutige noch zukünftige Generationen benachteiligt werden und die gleichen Lebensbedingungen erhalten sollen, die für ein sicheres und gerechtes Dasein notwendig sind. Eine Politik der Nachhaltigkeit braucht klare Vorgaben, deren Einhaltung gemessen und kontrolliert werden kann.

Problematisch bleiben dabei die Bestimmung von konsistenten Indikatoren für Nachhaltigkeit und der Zielkonflikt der unterschiedlichen Kenngrößen des Indikatorensystems. Die Konzepte, Methoden und Praxisbeispiele der Heftbeiträge setzen sich mit diesen Problemen auseinander. Sie dokumentieren, dass die Messung von Nachhaltigkeit auf dreierlei angewiesen ist: Methodenvielfalt, kontextabhängige Messsysteme sowie Transparenz und Kohärenz.

Details In ihrem einführenden Beitrag untersuchen Jürgen Blazejczak und Dietmar Edler die Kriterien für Nachhaltigkeit aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Perspektive. Sie stellen ein Integrationsverfahren vor, mit dem in einem interdisziplinären Diskurs gemeinsame Strategien für Nachhaltigkeit bestimmt werden können. Wie nachhaltige Entwicklung messbar wird und Zielkonflikte quantifiziert werden können, verdeutlichen Christoph Böhringer und Andreas Löschel. Sie stellen numerische Gleichgewichtsmodelle als ein Instrument vor, um die Auswirkungen von politischen Maßnahmen auf Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit zu messen. Sigrid Stagl verweist hinsichtlich der Bewertungsmethode auf die Rolle der Multikriterienanalyse. Sobald verschiedene Kriterien in nachhaltige politische Entscheidungen einfließen, kann die Einbindung einer „Öffentlichkeit“ aus „Nicht-Experten“ zu einem Lösungsansatz werden. Die Autorin weist auf die Bedeutung von sozialen Lernprozessen hin. Karl Schoer zeigt, dass das Gesamtrechnungssystem einen geeigneten Rahmen für die Abwägung von Zielkonflikten zwischen den Bereichen der Nachhaltigkeit bietet. Der Beitrag verdeutlicht, dass die Kohärenz zwischen den Indikatoren verbessert werden muss.

Carsten Stahmer informiert über den Stand der Arbeit im Statistischen Bundesamt zum Aufbau eines sozio-ökonomischen Berichtssystems. Das geplante Berichtssystem sieht vor, sämtliche menschlichen Aktivitäten – von privaten über gesellschaftliche und soziale – zu erfassen, um damit Szenarien für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung aufzeigen und zukunftsfähige Konstellationen beschreiben zu können. Der Beitrag von Thomas Döring, Stefan Heiland und Martin Tischer gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Indikatorensysteme für kommunale Nachhaltigkeit in Deutschland. Die Autoren analysieren, dass der Einsatz von Indikatorensystemen weit hinter den Möglichkeiten zurückbleibt, und skizzieren Handlungsempfehlungen für deren Weiterentwicklung. Auch Georg Dybe und Thomas Weith befassen sich kritisch mit dem System der Nachhaltigkeitsindikatoren der lokalen Agenda 21. Am Fallbeispiel Berlin demonstrieren sie, wie weit politischer Anspruch und reale gesellschaftliche Entwicklungen auseinander liegen. Sie fordern angesichts der Defizite eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz des Agenda-Prozesses. Ansonsten, so die Autoren, sei für Berlin schon heute die Verfehlung der Agenda-Ziele vorprogrammiert. Frank Figge und Tobias Hahn stellen einen neuen Ansatz zur Bewertung des Nachhaltigkeitsbeitrags von Unternehmen, den „Sustainable Value Added“, zur Diskussion. Im Gegensatz zu herkömmlichen vergleichenden Verfahren ermittelt der SVA, wie viel Wert durch einen zusätzlichen oder verringerten Einsatz ökologischer und sozialer Ressourcen geschaffen wird.

Die beiden abschließenden Beiträge widmen sich dem „Generationenkonflikt“. Die Ungleichbehandlung gegenwärtiger und künftiger Folgen von Handlungen bei ökonomischen Entscheidungen, die so genannte Diskontierung, ist in der Debatte um Nachhaltigkeit sehr umstritten. Kritiker der Diskontierung argumentieren, dass sie eine nachhaltigkeitsorientierte Politik verhindere. Dagegen steht eine der Bedingungen für Nachhaltigkeit: die Berücksichtigung der Bedürfnisse heute lebender Generationen. Stefan Bayer stellt zur Lösung dieses Konflikts das Verfahren des Generation Adjusted Discounting (GAD) vor. Er kennzeichnet das GAD als eine wesentliche Bedingung für die intertemporale Gleichbehandlung. Jasmin Häcker und Bernd Raffelhüschen demonstrieren, wie leistungsfähig das ökonomische Konzept der Generationenbilanzierung ist. Am Beispiel der Sozialen Pflegeversicherung weisen sie nach, dass das Nachhaltigkeitsproblem allein durch unrealistisch optimistische Rahmenbedingungen verharmlost wird. Als Alternative schlagen sie ein Ausphasungsmodell vor, mit welchem durch private Pflegevorsorge eine nachhaltige Situation erreicht werden kann.
Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung des
DIW Berlin, Heft 1/2004,
erschienen bei Verlag
Duncker & Humblot GmbH
(Tel. 030-790 00 60). Eine begrenzte Zahl von Rezensionsexemplaren kann
über die Pressestelle des
DIW Berlin bezogen werden.



Kontaktinformationen:
Pressereferentin Dörte Höppner
Telefon: +49 30 89789-249
Fax: +49 30 89789-119
dhoeppner@diw.de

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