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Berlin, 22.04. 2004 12:21

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DIRECT/Capgemini: Studie - Gute Wirtschaftsstimmung bei den Bankern

Studie: Gute Wirtschaftsstimmung bei den Bankern

Auftragslage bei Banken hat sich überdurchschnittlich gut entwickelt


Berlin, 22. April 2004 - Überdurchschnittlich gegenüber anderen Branchen bewerteten die Vorstände und Gesellschafter von Banken die wirtschaftliche Entwicklung im kommenden halben Jahr. Die Stimmung unter den Unternehmern ist hier offenbar mit am besten: 43 (Durchschnitt aller Branchen: 26) Prozent, schätzen die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland für die kommenden sechs Monate positiv ein, dagegen sehen sie nur 17 (33) Prozent negativ. Die Entwicklung des jeweils eigenen Unternehmens wird noch positiver gesehen: Die Geschäftslage habe sich in den vergangenen sechs Monaten gebessert sagen 60 (42) Prozent, verschlechtert dagegen nur 4 (25) Prozent. 57 (Durchschnitt: 46) Prozent glauben, dass ihr Unternehmen im nächsten halben Jahr mehr Geschäft zu erwarten habe (weniger Geschäft: nur 2 (19) Prozent). Dieses Wirtschaftsstimmungsbild in der Bankenbranche ergab eine bundesweite repräsentative Umfrage der Management- und IT-Beratung Capgemini unter Unternehmern, Vorständen und Geschäftsführern. Die Besserungen im eigenen Unternehmen werden sich allerdings nach der mehrheitlichen Meinung der insgesamt 1.723 Teilnehmer der Studie davon 3 Prozent aus der Banken-Branche nicht in niedrigeren Arbeitslosenzahlen zeigen. 37 Prozent (Durchschnitt über alle Branchen: 51) Prozent glauben an steigende Arbeitslosenzahlen in Halbjahresfrist und trotz der mehrheitlich im Vergleich zu anderen Branchen sehr positiv bewerteten Aussichten des eigenen Unternehmens glauben lediglich unterdurchschnittliche 13 (16) Prozent daran, dass die Beschäftigtenzahlen in eben diesem eigenen Unternehmen steigen werden. Im Gegenteil: 39 (39) Prozent gibt sogar an, dass hier in den nächsten sechs Monaten noch Personal abgebaut werde.

Deutlich positiver als andere Branchen werden in der Bankenwelt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik eingeschätzt. Der Blick auf den Standort Deutschland fällt bei den Bankern überdurchschnittlich positiv aus und setzt sich damit deutlich von der Auffassung der Mitglieder anderer Branchen ab. Nur 17 (Durchschnitt über alle Branchen: 37) Prozent, sahen eine Verschlechterung des unternehmerischen Umfeldes an ihrem Standort in den vergangenen sechs Monaten, gut ein Viertel, 26 (15) Prozent, sahen dagegen eine Verbesserung. Die Entwicklung der Steuerlast wird negativ eingeschätzt.

Ein weiterer Fragenkomplex zur EU-Osterweiterung ist aus aktuellem Anlass in das Wirtschaftsstimmungsbild mit eingeflossen. So wurde nach positiven oder negativen Impulsen gefragt, die von der EU-Erweiterung für das eigenen Unternehmen ausgingen, wobei das Ergebnis im Durchschnitt ambivalent bis positiv blieb. Die Banken sind hier überdurchschnittlich positiv gestimmt: Die Hälfte (49 Prozent) erwartet positive Impulse, nur 13 Prozent stehen dem skeptisch gegenüber. Ein deutlicher Trend herrschte bei der Frage nach den künftigen wirtschaftlichen Aktivitäten in den neuen EU-Ländern vor: 28 (45) Prozent wollen diese verstärken, nur 6 (8) Prozent verringern. Die Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt sehen 72 (73) Prozent negativ. Nur 11 (10) Prozent glauben an eine positive Reaktion des Arbeitsmarktes als Reaktion auf die EU-Osterweiterung.

"Wir haben jetzt statt eines Wolkenbruchs den Dauerregen. Eine Schönwetterperiode, sprich die Trendwende, ist noch nicht in Sicht", erläuterte Antonio Schnieder, CEO Zentral- und Osteuropa von Capgemini, bei der Präsentation der Studie in Berlin.

In der Branchenbetrachtung liegen die Banken zusammen mit Unternehmen der Telekommunikation und der Elektronik - auch in vielen anderen Einzelfragen - weit vorn mit einer positiven Sicht der wirtschaftlichen Entwicklung. In der Telekommunikationsbranche glauben an einen positiven Fortgang der wirtschaftlichen Entwicklung als Spitzenwert 61 (26) Prozent. Sehr negativ sieht die Handelsbranche das wirtschaftliche Geschehen der nächsten sechs Monate (45 Prozent: wird schlechter), ebenso wie die Medienhäuser (46 Prozent: wird schlechter).

Auch bei der Betrachtung der Arbeitslosenzahlen herrschen durchweg negative Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Im Detail betrachtet schält sich heraus, dass die Banken hier am optimistischsten sind, der Handel bildet abermals das pessimistische Schlusslicht.

Die vollständigen und detaillierten Umfrageergebnisse "Wirtschaftsstimmung - Eine Umfrage unter deutschen Führungskräften" sind im Internet unter http://www.wirtschaftsstimmung.de abrufbar.

Über die Capgemini-Gruppe
Capgemini ist einer der weltweit führenden Dienstleister für Management- und IT-Beratung, Technologie sowie Outsourcing. Das Unternehmen mit europäischem Ursprung berät Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von Wachstumsstrategien sowie dem Einsatz neuer Technologien. Capgemini wendet dabei eine neue Form der Zusammenarbeit an: Collaborative Business Experience. Grundlage ist die Verpflichtung von Dienstleister und Kunde zu gemeinsamem Erfolg und das Erreichen messbaren Mehrwerts auf Basis enger Zusammenarbeit. Capgemini beschäftigt derzeit weltweit rund 55.000 Mitarbeiter und erzielte 2003 einen Umsatz von 5,754 Milliarden Euro. Mehr Informationen zum Unternehmen, den Dienstleistungen und Pressemitteilungen finden Sie unter http://www.de.capgemini.com


Kontaktinformationen:

Capgemini
Neues Kranzler Eck
Kurfürstendamm 21
10719 Berlin

Pressesprecher:
Thomas Becker
Tel.: 030/88703-730
Fax: 030/88703-739
E-Mail: thomas.becker@capgemini.com

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