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Neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Schauspieler Privatschüler oft orientierungslos, zur Zeit kein Berufsschutz ## Eine von langer Hand vorbereitete Initiative hat im Januar 2004 einen wesentlichen Schritt nach vorn gemacht. Die Absolventen privater Schauspielschulen sollen besser geschützt, ihre Ausbildung erforderlichen Standards angepasst werden. Im Januar 2004 hat sich in den Studios in Berlin Adlershof ein kleines Gremium getroffen, (u.a. der Interessenverband Deutscher Schauspieler, die ZBF der Bundesanstalt für Arbeit) Und Vorlagen erarbeitet, die im Rahmen eines großen Plenums im Mai 2004 in Kassel diskutiert und nach Möglichkeit beschlossen werden sollen. Viele junge Leute besuchen eine der vielen privaten Schauspielschulen, die sich in ganz Deutschland etabliert haben. Viele von ihnen haben nur geringe bis gar keine Chance, in dem gelernten Beruf ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Markt ist ohnehin überlaufen. Wenn auch die Zeiten, da man gutaussehende junge Leute von der Straße wegengagiert vorbei sind – der Ruf nach Ruhm, nach Glitter und Glanz ist weit verbreitet und wird in den Medien und in der Werbung forciert. Wer SchauspielerIn werden möchte und – aus welchem Grund auch immer – eine staatliche Schule nicht besuchen kann oder will, bemüht sich um einen Platz auf einer privaten oder halbstaatlichen Einrichtung. Da kostet die Ausbildung viel Geld – Geld was die Absolventen erst einmal beschaffen müssen. Die Schulen freuen sich über jeden zahlenden Schüler. Das ist legitim. Ausbildung kostet. Was aber – wie es immer wieder geschieht – wenn es an Talent, an Eignung, an einer reellen Chance für die erfolgreiche Arbeit im Beruf fehlt? Wieviele Schüler erkennen ihre Chancenlosigkeit, nachdem sie fünfstellige Summen in ihre Schule getragen haben! Damit sollen die privaten Schauspielschulen nicht in Misskredit gebracht werden. Aber diese Problematik ist eine der Ansätze, hier neue Wege zu gehen. Wer einen Handwerksberuf erlernt, stellt das Gelernte zum Abschluß seiner Ausbildung vor der zuständigen Innung vor. Nicht der Ausbilder, sondern die Vertreter des Marktes entscheiden, ob sie reif sind, den Beruf auszuüben. Einen Job kann niemand garantieren. In keinem Beruf. Aber man kann dafür Sorge tragen, daß die Absolventen das in Theorie und Praxis vermittelt bekommen, was Film, TV, Theater heute von jungen Schauspielern erwarten. Nach Vorstellung der Initiatoren sollen im Frühjahr 2005 die ersten Eignungsprüfungen durchgeführt werden – deutschlandweit – zunächst in München und in Berlin. Ab Herbst 2005 haben – im Zuge einer Übergangsregelung – alle Absolventen privater Schauspielschulen die Möglichkeit, eine „Reifeprüfung“ (der Name muß noch gefunden werden) abzulegen. Zunächst aber steht das große Plenum am 24. und 25. Mai 2004 in Kassel an. Da sollen Vertreter maßgeblicher Verbände Beschlüsse verabschieden und private Schauspielschulen Gelegenheit zur Präsentation erhalten. Kontaktinformationen: Eigene Arbeit
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