


Politik, Behörden
München, 03.12. 2008 08:58
Rasante Verbreitung von Handys und Internetanschlüssen
Erste Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2008Rasante Verbreitung von Handys und Internetanschlüssen
Nach den Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) verfügten Anfang 2008 fast 86 Prozent der 5,7 Millionen bayerischen Haushalte über ein Handy. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, hat sich damit die Handyausstattung innerhalb von zehn Jahren rasant erhöht. 1998 lag der Ausstattungsgrad mit Mobiltelefonen erst bei etwa 11 Prozent.
Die Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe zeigen auch, wie schnell PC und Internetanschluss für viele Haushalte zur Normalausstattung wurden. 2008 besaßen rund 77 Prozent aller bayerischen Haushalte einen PC, zwei Drittel hatten Zugang zum Internet.
Auch 2008 wird bundesweit wieder die in fünfjährigem Abstand stattfindende Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) durchgeführt. Wie das Bayerische Landesamt mitteilt, haben dabei stellvertretend für rund 5,7 Millionen private Haushalte fast 9 000 Haushalte zum Jahresanfang die Fragen zur Ausstattung ihrer Haushalte mit langlebigen Gebrauchsgütern beantwortet. Die Ergebnisse der EVS, die in Deutschland seit 1962 durchgeführt wird, belegen, dass für die meisten Haushalte inzwischen ein Handy zur normalen Ausstattung gehört. So verfügten Anfang 2008 knapp 86 Prozent der bayerischen Haushalte über ein mobiles Telefon (Handy, Autotelefon). Der Ausstattungsgrad war damit fast so hoch wie der mit Festnetzanschlüssen (91 Prozent). Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich die Verbreitung von Handys rasant erhöht. 1998 wurde das Handy erstmals in das Erhebungsprogramm der EVS aufgenommen. Damals verfügten nur rund 11 Prozent der Haushalte über ein derartiges Kommunikationsmittel. Auch durch die Produkt- und Preisgestaltung von Herstellern und Providern bedingt, hat sich das Handy schneller verbreitet als früher die analogen Telefone. Bei diesen hatte ein vergleichbarer Anstieg des Ausstattungsgrades fast 20 Jahre in Anspruch genommen (1962: 12 Prozent; 1983: 85 Prozent).
1993 wurde im Rahmen der EVS erstmals nach dem Besitz von Computern gefragt. Damals besaß etwa jeder fünfte Haushalt einen PC. 1998 betrug der Ausstattungsgrad dann schon 39 Prozent und 2008 stand in Bayern rund 77 Prozent der Haushalte mindestens ein PC zur Verfügung. Dabei haben Laptops oder Notebooks deutlich an Beliebtheit gewonnen. 2008 hatten rund 37 Prozent aller Haushalte einen mobilen PC. Schneller noch als die PC haben sich die Internetanschlüsse verbreitet. 2008 hatten rund zwei Drittel der Haushalte einen Internetzugang. Zehn Jahre zuvor waren es erst knapp 9 Prozent.
Eine ähnlich schnelle Verbreitung gelang nur noch den Fernsehgeräten. Anfang 1962 besaßen gut ein Viertel aller Haushalte in Bayern ein Fernsehgerät. Elf Jahre später hatte sich der Ausstattungsgrad etwa auf das 3,5-fache (85 Prozent) erhöht. 2008 verfügten dann 93 Prozent der Haushalte über mindestens ein Fernsehgerät. Bei fast jedem sechsten Haushalt stand 2008 ein Flachbildfernseher.
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Amtssitz: Neuhauser Straße 8, 80331 München
Peter Englitz
Telefon: 089 2119-517, -255
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