Der Kopierservice für CDs und DVDs.width= width= www.News-Ticker.org


Bundesländer


 








  Wirtschaft, Handel
Anklicken zum Vergröß
Download
München, 19.12. 2008 09:01

Einkaufsverhalten in der Krise – Aktuelle Umfrage unter 2.700 Konsu­menten in Europa, darunter über 500 Deutsche – Verbraucher wollen vermehrt bei Discountern einkaufen

Deutsche sparen bei Freizeitvergnügen und verschieben große Anschaffungen

Über die Hälfte der Deutschen will ihre Konsumausgaben im nächsten Jahr einschränken. Auf der Streichliste stehen vor allem Urlaubsreisen und Restaurantbesuche; zudem planen viele Verbrau­cher, größere Anschaffungen zu verschieben oder ganz darauf zu verzichten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) in einer aktuellen Erhebung, bei der über 500 Deutsche und rund 2.200 Verbraucher im europäischen Ausland zu ihren Einkaufsabsichten befragt wurden.

"Die Konsumenten stellen sich auf schwierige Zeiten ein", sagt BCG-Geschäftsführerin und Konsumgüterexpertin Catherine Roche. "Sie wollen daher künftig noch stärker Preise vergleichen, Discounter nutzen und nach Sonderangeboten suchen."

Besonders bei ihrem Freizeitvergnügen wollen sich die Deutschen künftig ein­schränken: Als Nummer 1 ihres Sparkatalogs wählten sie Urlaubsreisen, gefolgt von Restaurantbesuchen und Unterhaltungselektronik. Aber auch große An­schaffungen wie Autos oder Möbel wollen viele Verbraucher vorerst vermeiden. Doch so viel sie auch sparen – bei frischen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse oder Milchprodukten sind die Konsumenten weiterhin bereit, für besonders gute Qualität einen Aufpreis zu zahlen. Die Umfra­gen in den europäischen Nachbarländern und den USA führten zu ähnlichen Ergebnissen: Auch hier stehen Freizeit und Gebrauchsgüter ganz oben auf der Liste der Einsparmöglichkeiten, während bei Lebensmitteln keinesfalls geknau­sert wird.

Deutsche bereiten sich auf magere Zeiten vor

Der Wunsch, clever einzukaufen, macht die Deutschen schon seit langem zu eifrigen Schnäppchenjägern – in den nächsten Monaten wird sich der Trend zum Billigprodukt jedoch noch weiter verstärken. Zum einen stieg die Zahl der Verbraucher, die schlichtweg durch ihr schmales Budget zum sparsamen Ein­kaufen gezwungen sind, gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 32 Pro­zent an. Zum anderen planen 43 Prozent der befragten Konsumenten, künftig gezielt weniger auszugeben, um mehr Geld auf die hohe Kante legen zu können. Der Grund: Die Hälfte der Befragten rechnet damit, dass sich die Wirtschaftslage im nächsten Jahr weiter verschlechtern wird und auch über 2009 hinaus kein Aufschwung in Sicht ist. Mit diesem Pessimismus gehen per­sönliche Ängste einher: Ein Drittel der Befragten gab an, finanzielle Sorgen zu haben – im vergangenen Jahr waren es gerade einmal 22 Prozent. Jeder Zweite klagt über immensen Stress; jeder Dritte hat Angst, seinen Job zu verlieren.

Discounter profitieren von der Krise

Diese Zukunftsängste verändern auch das Einkaufsverhalten der Verbraucher. "Profitieren werden vor allem die Discounter – zu Lasten von konventionellen Supermärkten. Handzettel und Sonderangebote bleiben daher für Supermärkte gerade in Krisenzeiten sehr wichtig. Allerdings bietet die Bereitschaft zu Mehr­ausgaben für frische Lebensmittel auch weiterhin eine Wettbewerbschance für kundenorientierte Super- und Großmärkte", sagt BCG-Geschäftsführer Holger Odenstein. Besonders in Frankreich, Großbritannien und Spanien gewinnen Billiganbieter an Attraktivität, doch auch die Deutschen wollen künftig noch öfter bei Aldi, Lidl & Co. einkaufen. Die Verbraucher nehmen die Discounter dabei nicht nur als preisgünstiger wahr, sondern sind zudem überzeugt, dass die dort angebotene Qualität gleichwertig (67 Prozent) oder sogar besser ist (27 Prozent) als bei anderen Handelsunternehmen.

"Vieles spricht dafür, dass die aktuelle Krise härter wird als alle Konjunktur­einbrüche der letzten vierzig Jahre", sagt Catherine Roche. Händlern und Her­stellern rät sie darum, sofort ihre Kosten zu reduzieren, gleichzeitig aber ihre Produkte vor Preisverfall zu schützen. "Mit Hilfe gezielter Kundenkommunika­tion müssen die Unternehmen die Verbraucher vom emotionalen, funktionalen oder technischen Nutzen ihrer Ware überzeugen. Außerdem sollten sie schon jetzt gezielt in Innovationen investieren, um am Ende der Krise noch vor ihren Wettbewerbern durchstarten zu können."






The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale Management­beratung und weltweit führend auf dem Gebiet der Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen und Regionen dabei, Wachstumschancen zu nutzen und ihr Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern und das Geschäftsergebnis dauerhaft zu verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist heute an 66 Standorten in 38 Län­dern vertreten. Das Unternehmen befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. In Deutschland und Österreich erwirtschaftete BCG im Jahr 2007 mit 767 Beraterinnen und Beratern einen Umsatz von 361,5 Millionen Euro. Für weitere Informationen: www.bcg.de


Kontaktinformationen:
The Boston Consulting Group GmbH
Ludwigstraße 21
80539 München
Friederike von Redwitz
BCG Press Relations
Tel. +49 89 2317 - 4727


Drucken der Pressemitteilung Drucken der Pressemitteilung