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Stuttgart/Karlsruhe, 27.05. 2008 10:53



IBM und Universität Karlsruhe starten Studienangebot für Dienstleistungs-Management

Seit dem Sommersemester 2008 können Studierende an der Universität Karlsruhe erstmalig Kurse im Bereich Dienstleistungswissenschaft belegen. Mit dem im Januar gemeinsam mit IBM gegründeten „Karlsruhe Service Research Institute“ (KSRI) nimmt die Universität damit eine Vorreiterrolle unter den deutschen Hochschulen ein.


Studierende der Wirtschaftsingenieurwissenschaften und der Informationswirtschaft können ab diesem Sommersemester sechs Veranstaltungen am KSRI besuchen. Für die Bachelor-Studierenden wird dabei eine Einführungsvorlesung angeboten, die Grundlagenkenntnisse in der jungen akademischen Disziplin vermitteln soll. Darauf aufbauend bietet das Institut in den Master-Studiengängen diverse Seminare und Vorlesungen mit thematischen Schwerpunkten wie Wissensmanagement, Geschäftsmodelle im Internet oder Market Engineering an. Schon im Wintersemester 2008/09 soll das Veranstaltungsangebot sowohl in den Bachelor- als auch in den Masterstudiengängen weiter ausgebaut werden.

Die IBM Deutschland und die Universität Karlsruhe haben das KSRI im Januar 2008 zusammen mit anderen Unternehmen als Private Public Partnership (PPP) gegründet, um für den wachsenden Dienstleistungsmarkt ein praxisnahes Ausbildungsangebot zu schaffen, das in dieser Form in Deutschland bislang einzigartig ist. Ziel ist die Einrichtung eines eigenständigen Master-Studienganges.

Hintergrund:

Wandel zur Dienstleistungswirtschaft
Die Weltwirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten die größte Transformation der Wertschöpfung in ihrer Geschichte erlebt. Angetrieben von rasanter technologischer Entwicklung, neuen Möglichkeiten globaler Kommunikation und dadurch realisierbarer Innovationen in Prozessen und Geschäftsmodellen, sind Dienstleistungen zum zentralen Faktor wirtschaftlicher Prosperität geworden. Schon heute sind in industrialisierten Ländern wie Deutschland, USA oder Japan mehr als zwei Drittel der Arbeitskräfte im Dienstleistungssektor beschäftigt. Etwa 70 Prozent des BIP werden in Deutschland mit „Services“ erwirtschaftet. Der Wandel zur Dienstleistungswirtschaft verändert dabei auch die Bedürfnisse der Unternehmen: Während die klassischen Wirtschaftswissenschaften sich vor allem an der Wertschöpfungskette der industriellen Produktion orientieren, rückt heute zunehmend der Bedarf der Erforschung von Management und Innovation von Dienstleistungen sowie der akademischen Ausbildung von „Dienstleistungsspezialisten“ in den Vordergrund. So erfordert das Management komplexer Dienstleistungsprozesse Kenntnisse und Fähigkeiten aus verschiedensten Bereichen: Nur die Kombination von ökonomischem Know-how, technischem Wissen, juristischen Kenntnissen sowie Fähigkeiten im Bereich Wissensmanagement und Organisation kann eine reibungslose Zusammenarbeit verschiedener, an einem Dienstleistungsprozess beteiligter Mitarbeiter, Einheiten oder sogar ganzer Unternehmen gewährleisten.

Hintergrund:
IBM Engagement für Ausbildung und Forschung im Dienstleistungssektor
IBM engagiert sich in Deutschland bereits seit mehreren Jahren für die Stärkung der Dienstleistungsforschung und des Dienstleistungsstandortes – beispielsweise durch die Ausrichtung von Konferenzen zum Thema Dienstleistungswissenschaft oder den Vorsitz des Arbeitskreises Dienstleistungen im Rahmen der Innovationsinitiative der Bundesregierung. Durch die Mitgründung eines Institutes für Dienstleistungsforschung wird ein weiterer Meilenstein erreicht, der die strategische Bedeutung des Themas Services unterstreicht. Im Januar 2008 unterzeichneten IBM und die Universität Karlsruhe einen Vertrag zur Gründung des „Karlsruhe Service Research Institute“, das die Forschung und Ausbildung von Spezialisten für den Dienstleistungssektor in Deutschland voranbringen soll. Wichtiger Bestandteil der zunächst für fünf Jahre vereinbarten Kooperation ist zudem ein innovatives „industry-on-campus“-Konzept: Forscher von IBM arbeiten vor Ort eng mit Wissenschaftlern der Universität zusammen. Dafür finanzieren Universität und IBM jeweils eine neue Professur. Diese fassen sie mit den Professuren für Wissensmanagement sowie Information and Market Engineering der Fakultät für Wirtschaftwissenschaften in einer zentralen Einrichtung zusammen, die IBM fördert.

Weitere Informationen zu IBM University Relations:
ibm.com/de/ibm/unternehmen/university_relations/index.html

Weitere Informationen zum Karlsruhe Service Research Institute:
www.ksri.de




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