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Brose bietet Mitarbeitern in Hallstadt Arbeitsplätze an anderen Standorten Nach der Auseinandersetzung um die Reduzierung der Personalkosten, in der die IG Metall mehrfach die Verhandlungen hat scheitern lassen, geht die Unternehmensleitung von Brose Hallstadt seit Donnerstag direkt auf die Beschäftigten zu: Anstatt sofortige Kündigungen auszusprechen, wie es der Schlichterspruch einer neutralen Einigungsstelle vorsieht, bietet das Unternehmen denjenigen Mitarbeitern, die vom Personalabbau betroffen sind, zunächst eine Vermittlung auf andere Arbeitsstellen an. Brose stellt hierfür neu geschaffene Arbeitsplätze an anderen deutschen Standorten zur Verfügung. Den Mitarbeitern, die dieses Angebot nicht annehmen wollen, wird ein Aufhebungsvertrag mit verbesserten Abfindungsregelungen gewährt. Zusätzlich erhalten sie eine Stellenvermittlung und Bewerbertraining. Nach den ersten Gesprächen zeichnet sich seitens der Mitarbeiter eine gute Akzeptanz ab. Konkrete Stellenangebote wurden bereits vermittelt. In der Nacht zum Freitag hat die IG Metall versucht, diese einvernehmliche Lösung mit den Mitarbeitern zu stören. In einer rechtswidrigen Aktion haben Gewerkschaftsvertreter die Arbeitnehmer der Spätschicht dazu gebracht, die Produktion zu unterbrechen und sich an einer Versammlung außerhalb des Werks zu beteiligen. Die direkten Gespräche zwischen Unternehmensleitung und Mitarbeitern hat die Gewerkschaft damit behindert. Die Behauptung der IG Metall, Mitarbeiter seien „entlassen" und „abgeführt" worden, ist falsch. Anfang der Woche hatte der Betriebsrat den Kompromissvorschlag der Einigungsstelle abgelehnt, der den Erhalt von Arbeitsplätzen in Hallstadt erlaubt hätte. Der Vorschlag des Vorsitzenden der Einigungsstelle, Arbeitsrichter Dr. Klaus Schmid, sah vor, dass das Unternehmen auf einen Abbau von 58 Arbeitsplätzen im Jahr 2006 verzichtet und eine Beschäftigungssicherung bis 2008 zusagt. Im Gegenzug wären die Personalkosten für alle Werk-Mitarbeiter ab dem 1. Januar 2006 um 15 Prozent gesenkt worden. Michael Stoschek, Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose-Gruppe, äußert absolutes Unverständnis über das Verhalten der IG Metall: „Mit ihrer Blockadehaltung hat die Bamberger IG Metall zum wiederholten Mal die selbst von neutralen Dritten gemachten Vorschläge zum Erhalt von Arbeitsplätzen abgelehnt. Das Ergebnis der Verhandlungen ist für ein Familienunternehmen äußerst bedauerlich. Deshalb wird nun unmittelbar mit den betroffenen Mitarbeitern die bestmögliche Lösung vereinbart – ohne Mitwirkung von Betriebsrat und IG Metall.“ Die Störversuche der Gewerkschaft verurteilt Stoschek aufs Schärfste: „Erst verhindert die IG Metall den Erhalt von Arbeitsplätzen und jetzt behindert sie auch noch eine vorteilhafte Lösung für die betroffenen Mitarbeiter. Das ist ein Skandal." Verhandlungen Anfang des Jahres zur Senkung der Arbeitskosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zwischen Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretung in Hallstadt wurden im April 2005 vom Betriebsrat abgebrochen. Seinerzeit hatte die Firmenleitung in über viermonatigen Gesprächen mit Betriebsrat und Gewerkschaft eine Senkung der Arbeitskosten angestrebt, die größtenteils über längere Arbeitszeiten erreicht worden wäre. Unter diesen Voraussetzungen wären auch neue Produktionsaufträge nach Hallstadt gegangen, um die Beschäftigung zu erhalten. Brose beschäftigt in Deutschland an sieben Standorten über 4.300 Mitarbeiter. Allein in Hallstadt sind in den letzten fünf Jahren rund 300 Arbeitsplätze entstanden, so dass am Standort heute über 1.000 Mitarbeiter tätig sind. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren an fast allen deutschen Standorten Vereinbarungen mit seinen Belegschaften getroffen, die die jeweilige Wettbewerbsposition berücksichtigen. Dieses Ziel wird auch in Hallstadt weiter verfolgt. Eine Einmischung externer Dritter zu Lasten seiner Mitarbeiter wird Brose auch in Zukunft nicht tolerieren. Kontaktinformationen: Daniel Reinhardt Telefon: +49 9561 21 2332 Telefax: +49 9561 21 1704 E-mail: daniel.reinhardt@brose.net
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