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  Versicherung, Bank
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Frankfurt am Main, 07.12. 2004 07:57


Anstieg der Mittelaufnahme am deutschen Rentenmarkt

Im Oktober ist die Emissionstätigkeit am deutschen Rentenmarkt etwas
zurückgegangen. Insgesamt wurden inländische Schuldverschreibungen
im Nominalwert von 75,3 Mrd € begeben, nach 86,5
Mrd € im Vormonat. Aufgrund der ebenfalls gesunkenen Tilgungen
war der Netto-Absatz mit 10,8 Mrd € aber höher als im September
(4,0 Mrd €). Im Ergebnis wurden mehr als die Hälfte der Titel mit Laufzeiten
bis einschließlich 4 Jahren abgesetzt.


Mit netto 10,2 Mrd € floss der überwiegende Teil der Mittel der öffentlichen
Hand zu, die ihre Rentenmarktverschuldung im September
noch um 8,6 Mrd € reduziert hatte. Der Bund verkaufte für 12,7 Mrd €
eigene Schuldtitel. Davon entfielen 7,7 Mrd € auf zweijährige Schatzanweisungen
und 5,0 Mrd € auf fünfjährige Bundesobligatonen. Die
Länder begaben Schuldverschreibungen für 1,2 Mrd €. Außerdem
wurden zwei Anleihen der ehemaligen Bundespost mit einem Volumen
von insgesamt 3,7 Mrd € getilgt. Der Umlauf von Anleihen der diversen
Sondervermögen der öffentlichen Hand reduzierte sich damit auf
2,3 Mrd €. Vor fünf Jahren betrug das ausstehende Volumen derartiger
Papiere noch 163 Mrd €. Seither finanzieren sich die Sondervermögen
aber nicht mehr durch eigene Schuldverschreibungen, sondern
aufgrund der günstigeren Finanzierungsbedingungen gemeinsam mit
dem Bund.
Die inländischen nicht-finanziellen Unternehmen nahmen den Rentenmarkt
im Oktober mit 3,0 Mrd € stärker in Anspruch als im Vormonat
(1,1 Mrd €).
Die Kreditinstitute tilgten per saldo Anleihen im Wert von 2,4 Mrd €.
Im Vormonat hatten sie noch Titel für 11,5 Mrd € begeben. Der Rückgang
war auf hohe Netto-Tilgungen Öffentlicher Pfandbriefe (-8,6 Mrd €) zurückzuführen, deren Umlauf bereits seit dem Jahr 2000 rückläufig
ist. Schuldverschreibungen von Spezialkreditinstituten wurden im Berichtsmonat
per saldo für 4,7 Mrd €, Sonstige Bankschuldverschreibungen
für 1,1 Mrd € und Hypothekenpfandbriefe für 0,3 Mrd € begeben.
Die Emissionstätigkeit am deutschen Aktienmarkt erhöhte sich im
Oktober auf 1,6 Mrd €, nach lediglich 0,3 Mrd € im September.
Inländische Investmentfonds mussten im Oktober erneut Abflüsse
hinnehmen. Hiervon waren vor allem die Publikumsfonds betroffen
(-1,7 Mrd €), während die institutionellen Anlegern vorbehaltenen Spezialfonds
einen leichten Mittelzufluss in Höhe von 0,2 Mrd € verzeichneten.
Wie bereits im September war der Mittelabfluss bei den Publikumsfonds
hauptsächlich auf die Rückgabe von Anteilen an
Geldmarktfonds (-1,5 Mrd €) zurückzuführen. Darüber hinaus mussten
auch Rentenfonds Anteilscheine zurücknehmen (-0,7 Mrd €). Zuflüsse
konnten insbesondere Aktienfonds (0,3 Mrd €) sowie Offene Immobilienfonds
(0,2 Mrd €) verzeichnen. Im Fall der Offenen Immobilienfonds
ist aber zu beachten, dass die Muttergesellschaft zumindest eines
Fonds zurückgegebene Zertifikate in den eigenen Bestand
genommen hat.


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