|
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||
FIFA WM 2006™ sorgt für gute Stimmung bei deutschen Konsumenten Sportliche Großereignisse wie die kommende FIFA WM 2006™ können nach einer Analyse der Postbank deutliche Stimmungseffekte in den Volkswirtschaften der Gastgeber erzeugen. Seit 1990 hat sich bei acht von neun Ausrichtern von großen Turnieren die Stimmung der Privaten Haushalte im Austragungsjahr gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank: „Wirtschaftliche Schwierigkeiten treten angesichts einer nationalen Aufgabe mit hohem globalen Prestigeeffekt häufig in den Hintergrund. Bei den Konsumenten sind solche ‚weichen’ psychologischen Faktoren häufig für einen Stimmungswechsel verantwortlich.“ Eine wichtige Rolle für die Stimmungslage könnte auch der Erfolg der eigenen Mannschaft spielen. So war nach der WM 1998 (Frankreich wurde Weltmeister) und der EM 2004 (Portugal wurde Vize-Europameister) im jeweiligen Gastgeberland ein deutlicher Anstieg des Konsumentenvertrauens zu beobachten. Der Stimmungsindex entwickelte sich in beiden Fällen auch signifikant besser als in anderen Ländern des Euroraums. Verallgemeinern lässt sich der Zusammenhang aber nicht. Das Konsumentenvertrauen in Griechenland hat sich trotz des unerwarteten Titelgewinns bei der EM 2004 in Portugal verschlechtert. Ein negativer Einfluss eines enttäuschenden Abschneidens der eigenen Mannschaft lässt sich zumindest für die Turniere seit Anfang der 90er Jahre nicht allgemein feststellen. So hat sich das Konsumentenvertrauen in England trotz verlorenem Halbfinale bei der EM 1996 im eigenen Land sogar noch deutlich verbessert. Lediglich beim Gastgeber Niederlande kam es nach verlorenem Halbfinale bei der EM 2000 zu einem starken Einbruch des Verbrauchervertrauens. Der Stimmungsaufschwung im Austragungsjahr erweist sich allerdings meist nicht als sehr nachhaltig. Nur in einem der acht untersuchten Gastgeberländer setzte sich der Auftrieb im darauf folgenden Jahr fort. In drei Fällen lag das Konsumentenvertrauen danach sogar wieder unter dem Niveau des Jahres vor dem sportlichen Highlight. Gute Stimmung führt zu steigenden Konsumausgaben Auch in Deutschland ist bereits seit Ende letzten Jahres ein signifikanter Anstieg des Verbrauchervertrauens um sieben Punkte zu beobachten. Damit bewegt sich der Zuwachs im Rahmen der Anstiege bei früheren Fußball-Turnieren in europäischen Staaten. Allerdings dürfte diese Entwicklung teilweise auch auf andere Einflussfaktoren zurückzuführen sein, wie z.B. die starke Binnennachfrage und den Wechsel in der Bundesregierung. Dennoch deutet das Ausmaß des Anstiegs auf einen positiven Einfluss der FIFA WM 2006 auf die Konsumentenstimmung. Bei den europäischen Gastgebern der Turniere seit 1990 stieg das Verbrauchervertrauen im Austragungsjahr im Durchschnitt um gut sechs Punkte gegenüber dem Vorjahr. Selbst wenn nur etwa die Hälfte davon auf die Gastgeberrolle zurückzuführen ist, könnte der Wachstumsimpuls für den Privaten Konsum in Deutschland damit bei etwa 0,2 bis 0,3 Prozentpunkten liegen. Die Postbank geht davon aus, dass die FIFA WM 2006 das deutsche Bruttoinlandsprodukt um insgesamt neun bis zehn Milliarden Euro erhöhen wird, das entspricht etwa 0,5 Prozent der inländischen Wirtschaftsleistung. Die Investitionen zum Ausbau der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur, Modernisierung der Stadien und zur Kapazitätserweiterung im privaten Dienstleistungssektor über insgesamt knapp sechs Milliarden Euro fallen größtenteils bereits vor der Veranstaltung an. Insgesamt dürften sich die Konsumausgaben im Zusammenhang mit der FIFA WM 2006 auf drei bis vier Milliarden Euro belaufen. Kontaktinformationen: Postbank Zentrale Presse und Öffentlichkeitsarbeit Friedrich-Ebert-Allee 114 - 126 53113 Bonn Postfach 4000 53105 Bonn Telefon: 0228/920-0 Internet: http://www.postbank.de/presse eMail: presse@postbank.de
|
|
||||||||||||||||||
| Home | Impressum | Disclaimer | Kundenbereich | Jobmaschine für Journalisten |
|
Fotolabor Treml GmbH |