Sport
Herzogenaurach, 21.05. 2007 10:38
• Safety Car sorgt für Verwirrung in der DTM • Umstrittenes Ergebnis auf dem EuroSpeedway • Kommunikationsproblem kostet Mattias Ekström Punkte
Schaeffler Gruppe unterstützt das Audi DTM-Team 2007 - Timo Scheider bester Audi Pilot im Chaos
77.500 Zuschauer (am Wochenende) erlebten auf dem EuroSpeedway Lausitz eines der turbulentesten Rennen der DTM-Geschichte, über dessen Verlauf noch Stunden nach der Siegerehrung heftig debattiert wurde und dessen Ergebnis immer Grund zu Diskussionen geben wird. Als bester Audi Pilot wurde Timo Scheider als Fünfter gewertet.• Safety Car sorgt für Verwirrung in der DTM • Umstrittenes Ergebnis auf dem EuroSpeedway • Kommunikationsproblem kostet Mattias Ekström Punkte
Schaeffler Gruppe unterstützt das Audi DTM-Team 2007 - Timo Scheider bester Audi Pilot im Chaos
Für totale Konfusion sorgte eine Safety-Car-Phase, die Mercedes-Pilot Mathias Lauda verursachte, als er den Audi von Markus Winkelhock gegen die Streckenbegrenzung von Turn 3 drückte. Das Safety Car setzte sich anschließend nicht vor den Spitzenreiter, und die Ampel an der Boxenausfahrt funktionierte nicht korrekt, wodurch mehrere Fahrer eine Runde gewannen. Der Versuch der Rennleitung, das Bild mit einem zweiten Einsatz des Safety Cars zu korrigieren, verwirrte die Zuschauer zusätzlich. Um 17:15 Uhr – etwa zwei Stunden nach Rennende – erklärten die Sportkommissare das Ergebnis für amtlich, obwohl sie Fehler eingestanden. Im Sinne des Sports verzichtete Audi auf einen Protest gegen die Wertung des Rennens.
Das Safety Car brachte auch den bisherigen Tabellenführer Mattias Ekström um ein gutes Ergebnis: In Folge eines Kommunikationsproblems bog der Schwede in die Boxengasse ein, ehe diese geöffnet war. Auf Position vier liegend musste der Schwede kurz vor Rennende einen zusätzlichen Stopp einlegen, wodurch er aus den Punkterängen fiel. Die schnellste Rennrunde war nur ein schwacher Trost – aber ein Indiz dafür, wie stark der Audi A4 DTM der neuesten Generation selbst mit Zusatzgewicht an Bord ist.
Ähnliche Rundenzeiten wie Ekström fuhren über weite Phasen des Rennens seine Teamkollegen Timo Scheider und Martin Tomzyk. Adam Carroll wurde von Mercedes-Pilot Jamie Green touchiert und so um ein besseres Ergebnis gebracht.
Mike Rockenfeller und Lucas Luhr duellierten sich über die gesamte Renndistanz, verloren durch die Safety Car-Phasen jedoch eine Runde. Vanina Ickx beendete das Rennen auf Rang 15.
Christian Abt musste seinen Audi A4 DTM kurz vor Rennende abstellen, nachdem er in Turn 3 die Streckenbegrenzung touchiert hatte. Sein Teamkollege Alexandre Prémat schob sich am Start vom sechsten auf den fünften Platz nach vorne, musste nach einer spektakulären Kollision mit Oschersleben-Sieger Gary Paffett am Ende der Start-Ziel-Geraden nach 23 Runden jedoch ebenfalls vorzeitig aufgeben.
Nach dem turbulenten Rennen auf dem EuroSpeedway liegen die Audi Piloten Mattias Ekström und Martin Tomczyk punktgleich auf dem zweiten Tabellenplatz.
Stimmen nach dem Rennen
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Der Rennverlauf und das Ergebnis waren natürlich nicht nach unserem Geschmack. Die unglückliche Umsetzung des Safety-Car-Einsatzes hat das Bild komplett verzerrt. Im Sinne des Sports akzeptieren wir die Entscheidung der Sportkommissare, das Rennen so zu werten, und gratulieren Mika Häkkinen zu seinem zweiten Sieg in der DTM. Unsere 2007er Autos waren im Rennen trotz des Zusatzgewichtes konstant schnell. Das lässt uns für Brands Hatch hoffen. Dort wollen wir zurückschlagen."
Timo Scheider (Gebrauchtwagen:plus/Top Service Audi A4 DTM #8)
5. Platz, + 13,076 Sek.
"Ich habe das Rennen nicht mehr durchblickt. Zwischenzeitlich war ich erbost, dass ich nicht zum Stopp kommen durfte. Dann durfte ich kommen, aber mir war unklar, warum das so war. Danach wähnte ich mich auf einem hoffnungslosen Platz und wurde am Ende doch Fünfter. Chaos pur! Danke an die Mannschaft, dass sie in diesem Durcheinander den Durchblick behalten hat."
Das Ergebnis auf dem EuroSpeedway
1. Mika Häkkinen (Mercedes), 48 Rd. in 1:09.10,219 Std.
2. Paul di Resta (Mercedes), + 1,679 Sek.
3. Bruno Spengler (Mercedes), + 4,175 Sek.
4. Bernd Schneider (Mercedes), + 8,714 Sek.
5. Timo Scheider (GW:plus/Top Service Audi A4 DTM), + 13,076 Sek.
6. Jamie Green (Mercedes), + 14,453 Sek.
7. Mathias Lauda (Mercedes), + 20,107 Sek.
8. Gary Paffett (Mercedes), + 23,161 Sek.
9. Martin Tomczyk (Red Bull Audi A4 DTM), + 23,742 Sek.
10. Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM), + 24,071 Sek.
11. Adam Carroll (Audi A4 DTM), + 24,829 Sek.
12. Susie Stoddart (Mercedes), - 1 Rd.
13. Mike Rockenfeller (S line Audi A4 DTM), - 1 Rd.
14. Lucas Luhr (Philips Audi A4 DTM), - 1 Rd.
15. Vanina Ickx (Audi A4 DTM), - 1 Rd.
16. Daniel la Rosa (Mercedes), - 2 Rd.
17. Christian Abt (Playboy Audi A4 DTM), - 4 Rd.
Nicht gewertet:
Alexandre Prémat (Audi Bank Audi A4 DTM), 24. Rd. (Unfall)
Markus Winkelhock (Siemens Audi A4 DTM), 13. Rd. (Unfall)
Alexandros Margaritis (Mercedes), 1. Rd.
Kontaktinformationen:
Nadine Ernst
Tel. +49 7223 941-623
Schaeffler KG
Industriestraße 1-3
91074 Herzogenaurach
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