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Marktführer bei Sanitärkeramik erneut mit solider Bilanz / Jahresüberschuss trotz Umsatzrückgangs deutlich verbessert / Netto-Umsatzrentabilität auf 13,6 % erhöht / Eigenkapitalquote auf 45,2 % gestie Keramag: weiter erfolgreich durch konsequente Innovation Die Keramag AG (Ratingen) hat ihre Position als deutscher Marktführer bei Sanitärkeramik auch im Jahr 2004 behaupten können. Die jetzt vorgelegte Bilanz weist – trotz eines durch die anhaltende Baurezession bedingten Umsatzrückgangs – eine nochmalige Verbesserung der betriebswirtschaftlichen Kennziffern aus. Das breit gefächerte Produktsortiment des 1903 gegründeten Unternehmens umfasst hochwertige Keramikobjekte und – als zweites Kerngeschäft – innovative Wannen, Whirlpools und Duschsysteme, die in anspruchsvollen Privatbädern sowie in öffentlichen und gewerblichen Sanitärräumen zum Einsatz kommen. Obwohl das neunte Rezessionsjahr der Bauwirtschaft zu einem Umsatzrückgang von fast 4,7 % auf 126,1 Mio. EUR geführt hat, konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 22,6 Mio. um 5,3 % auf 23,8 Mio. EUR erhöht werden. Der Jahresüberschuss verbesserte sich deutlich von 12,1 Mio. auf 17,1 Mio. EUR. Als Bilanzgewinn werden unverändert 12,0 Mio. EUR ausgewiesen. Das DVFA-Ergebnis je Aktie stieg von 2,53 auf 2,89 EUR. Bei einer Netto-Umsatzrentabilität von 13,6 % (Vorjahr 9,2 %) konnte ein Brutto-Cash-Flow von 18,2 Mio. EUR (Vorjahr 14,1 Mio. EUR) erwirtschaftet werden. Die Eigenkapitalrentabilität erhöhte sich von 40,0 % in 2003 auf nun 48,4 %. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich deutlich von 33,3 % auf 45, 2 %. Dr. Georg Wagner, der Vorstandsvorsitzende des Traditionsunternehmens, führt diese Entwicklung „vorrangig auf die konsequent verfolgte Innovations- und Konsolidierungsstrategie“ zurück, die zusätzliche Nachfrage schaffe und schnelle Reaktionen auf Marktveränderungen ermögliche. Bewährt habe sich die forcierte Produktentwicklungspolitik der letzten Jahre, die eine ganze Reihe attraktiver Neuheiten kreiert habe. So habe die Ausweitung der schmutzabweisenden Oberflächenveredelung „KeraTect“ auf das Privatbad-Programm hohe Marktakzeptanz gefunden. Gleichzeitig habe man das Kostensenkungsprogramm und die permanente Optimierung der betrieblichen Prozesse fortgesetzt. Die sanitärkeramische Industrie hatte im letzten Quartal 2004 z.T. zweistellige Umsatzrückgänge zu verkraften, die die bis September anhaltende Kontinuität durchbrochen haben. Das Privatbadgeschäft habe sich wegen der von der Bundesregierung zur Disposition gestellten Eigenheimzulage aufgrund von Vorzieheffekten konstanter entwickelt als die Nachfrage der öffentlichen und gewerblichen Investoren. In den letztgenannten Bereichen war ein weiter verschärfter Preiswettbewerb zu beobachten, an dem sich Keramag „nur im Rahmen betriebswirtschaftlicher Vertretbarkeit“ beteiligt habe. Das Exportgeschäft verlief 2004 uneinheitlich. Während in Ländern wie Österreich, Ungarn, Schweiz, Griechenland, Russland, China und der Middle-East-Region z.T. zweistelliges Wachstum zu verzeichnen war, konnten die Planzahlen in Benelux und Großbritannien nicht (ganz) erreicht werden. Die Mitarbeiterzahl lag Ende 2004 im bisherigen Bereich der Keramag AG mit 514 Beschäftigten leicht unter Vorjahr (521). Durch den Sondereffekt der im Geschäftsjahr 2004 erfolgten Verschmelzung der früheren Tochtergesellschaft Keramag Keramische Werke Haldensleben GmbH auf die Keramag AG stieg die Mitarbeiterzahl auf 795. Die Investitionen erreichten 2004 ein Gesamtvolumen von 2,1 Mio. EUR, was gegenüber dem Vorjahr einer Reduzierung um 58 % entspricht. Diese erklärt sich vor allem dadurch, dass das Investitionsjahr 2003 durch erhebliche Finanzmittel für den Ausbau der „KeraTect“-Fertigung im Werk Wesel geprägt worden war. Der planmäßig reduzierte Investitionsaufwand 2004 konnte sich daher vorrangig auf Ablauf- und Systemoptimierungen in verschiedenen Produktions- und Verwaltungsbereichen konzentrieren. Der Keramag-Vorstand schlägt der am 10. Juni 2005 in Ratingen stattfindenden Hauptversammlung vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 12 Mio. EUR zur Zahlung einer Dividende von 2,50 EUR pro Stückaktie zu verwenden. Damit setzt sich die seit 2002 bestehende Dividendenkontinuität auf hohem Niveau fort. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr äußert sich der Vorstand zurückhaltend. Das Geschäftsklima der Sanitärwirtschaft werde sich wegen der zunehmend schwachen Baukonjunktur weiter abkühlen. Alle gesamt- und bauwirtschaftlichen Prognosen würden aufgrund des schwachen Jahresanlaufs aktuell nach unten korrigiert. Einer DIW-Prognose zufolge wird der Wohnungsbau um real 5,9 %, der öffentliche Bau um 3,9 % und der gewerbliche Bau um 4,4 % zurückgehen. Andere Institute sehen die Entwicklung etwas weniger dramatisch, bestätigen aber die Fortsetzung der negativen Entwicklung. Damit hätten sich alle Hoffnungen auf eine Trendwende nach neunjähriger Baukrise zerschlagen. Aus Herstellersicht bleiben folglich der Renovationsmarkt und der Export die Felder mit Wachstumschancen. Im SHK-Handwerk machen Altbau-Renovierung und Modernisierung schon über 75 % des Gesamtumsatzes aus. Positiv anzumerken sei, dass die deutsche Sanitärbranche gerade in den letzten schwierigen Jahren ihre generelle Zukunftsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt habe. Die weit fortgeschrittene Marktbereinigung helfe vor allem den Vertriebspartnern im Sanitärhandwerk, die schwache Binnennachfrage zu verkraften. Objektiv betrachtet habe sich ein erheblicher Sanierungs- und Modernisierungsbedarf in den deutschen Privatbädern sowie den öffentlichen und gewerblichen Sanitärräumen gebildet. So werden – einer Umfrage zufolge – 8 Mio. Privatbäder, also 19 % der insgesamt 42,2 Mio. deutschen Bäder, von ihren Besitzern als „eher veraltet“ bezeichnet. Letztlich komme es darauf an, die vorrangig psychologisch bedingten Konsumhemmnisse in Deutschland zu überwinden. Noch dominiere Konsumverzicht das inländische Marktgeschehen. Fachleute rechnen für 2005 mit einem weiteren Anstieg der Sparquote auf 11,1 %, was einer Gesamtsumme von 162 Mrd. EUR entsprechen würde. In Konsequenz wird damit ein deutlich größerer Betrag gespart als vergleichsweise in Gebrauchsgüter investiert wird. Keramag habe im März zur ISH 2005, der bedeutendsten Sanitärfachmesse der Welt, eine Reihe attraktiver Produktneuheiten präsentiert, um so – auch zum Vorteil von Sanitär-Großhandel und -Handwerk – zusätzliche Impulse zur Bedarfsweckung und Bedarfslenkung zu geben. Die außerordentlich positive Resonanz von Architekten, Planern, SHK-Profis und Investoren auf den „Produktjahrgang 2005“ habe die hohen Erwartungen bestätigt. Das Unternehmen werde auch 2005 alles daran setzen, mit an die Marktlage weiter angepassten Strukturen auf Erfolgskurs zu bleiben. Keramag gehört zur Sanitec-Gruppe, die über die Allia Holding GmbH 94,9 % der Anteile an der Keramag AG hält. Die finnische Sanitec Corporation (Helsinki), die im Jahr 2004 mit 7.100 Mitarbeitern und 28 Produktionsstätten einen Gesamtumsatz von 898,9 Mio. EUR erwirtschaftet hat, ist Europas Marktführer bei Sanitärkeramik, Wannen und Duschen. Im Februar 2005 ist der englischen BC Partners als Eigentümerin der Sanitec-Gruppe von dem schwedischen Investor EQT ein Übernahmeangebot unterbreitet worden. Die Übertragung ist am 11. April 2005 rechtswirksam geworden. Am 27. April hat Lennart Sundén, der neue Vorstandsvorsitzende der Sanitec Group, von Dr. Rainer Simon auch den Vorsitz des Aufsichtsrats der Keramag AG übernommen. Kontaktinformationen: Keramag Keramische Werke Aktiengesellschaft Kreuzerkamp 11 D-40878 Ratingen Tel.: +49 (0) 2102/916-0 Fax: +49 (0) 2102/916-245 info@keramag.de
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