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Frankfurt am Main, 21.10. 2004 15:45

Wachsender Zahlungsverkehrsmarkt - sinkende Margen
Studie der Boston Consulting Group (BCG): Zahlungsverkehrsmarkt im Umbruch – kräftige Investitionen müssen geschultert werden – Partnerschaftsmodelle im Oligopol unumgänglich

Das lukrative Zahlungsverkehrsgeschäft der Banken ist unter Druck: Bis zum Jahr 2011 werden die weltweiten Einnahmen zwar auf 390 Milliarden US-Dollar steigen – das ist etwa ein Drittel mehr als 2001 –, doch gleichzeitig sinken die Erlöse pro Transaktion um knapp 30 Prozent. Die Margen pro Transak-tion werden sich im gleichen Zeitraum sogar halbieren. Dies ist ein Er-gebnis der Studie Preparing for the Endgame, die die Boston Consulting Group heute als siebte Publikation in der Reihe „Global Payments“ veröffentlicht hat.


Im Jahr 2001 wurden in Deutschland 13,7 Milliarden Transaktionen abgewickelt – für 2011 prognostiziert BCG ein Volumen von 21,4 Milliarden Transaktionen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Zuwachsrate von 4,6 Prozent. Auch in anderen Ländern nimmt der Zahlungsverkehr zu: in Frankreich um 4,0 Prozent, in Großbritannien um 5,7 Prozent und im europäischen Durchschnitt um 5,9 Prozent. Das weltweit höchste jährliche Wachstum erwarten die BCG-Experten in Osteuropa, und dort vor allem in Polen (+ 14,4 Prozent).

Schwache Profitabilität

So erfreulich das Mengenwachstum ist, so negativ ist die Profitabilitätsentwicklung. Absolut nehmen zwar auch die Erlöse zu – bis zum Jahr 2011 weltweit um jährlich durchschnittlich 3,1 Prozent –, aber die Erlöse pro Transaktion gehen nach BCG-Prognosen kontinuierlich zurück, und zwar global gesehen um 3,2 Prozent (Europa: - 3,0 Prozent). Die Profitabilität pro Transaktion sinkt sogar um jährlich 6,5 Prozent (Eu-ropa: - 11,0 Prozent).

Michael Krupp, Geschäftsführer im Frankfurter BCG-Büro und Mitautor der Studie, führt diesen Margenverfall auf vier Faktoren zurück: „Wir haben festgestellt, dass die Kunden im Zahlungsverkehr immer mehr fordern und sich gleichzeitig weniger loyal verhalten. In diesem Umfeld positionieren sich zunehmend Nichtbanken, die den Zahlungsverkehr für sich entdeckt haben – neue Anbieter treten mit aggressiven Preis- und Geschäftsmodellen an und nehmen den klassischen Kreditin-stituten zunehmend Marktanteile ab. Außerdem zwingen eine Fülle regulatorischer Anforderungen die Banken dazu, ihre IT-Systeme und Prozesse den sich global veränderten Marktgegebenheiten anzupassen. Und schließlich erhöhen technologische Trends und Standardisierungsinitiativen die Transparenz im Markt und beschränken somit die Diffe-renzierungsmöglichkeiten der Kreditinstitute.“

Spagat bewältigen

Um im Zahlungsverkehr auch künftig wettbewerbsfähig zu sein, müs-sen Banken signifikante Investitionen tätigen. Kurz- bis mittelfristig wird es für Banken darauf ankommen, einen Spagat zu schaffen. Sie müssen nämlich auf die steigenden Kundenansprüche reagieren, sich am Markt differenzieren, ihre Kosten nachhaltig senken und ihre IT-Infrastruktur an den regulatorischen Vorgaben ausrichten. Niclas Storz, Manager im Düsseldorfer BCG-Büro und Mitautor der Studie, rechnet damit, dass in den kommenden fünf Jahren eine zusätzliche Investiti-onswelle auf die Banken zurollen wird: „Wir gehen davon aus, dass bei einem durchschnittlichen zusätzlichen Investitionsvolumen von 80 bis 120 Millionen Euro pro Bank allein die 75 größten europäischen Institute in den kommenden fünf Jahren zusätzlich zwischen sechs und neun Milliarden Euro in die Zahlungsverkehrsinfrastruktur investieren müssen.“ Würden die Institute diese Investitionen unterlassen, würden sie zweierlei riskieren, nämlich einerseits den Verlust von Kunden und andererseits Kostenpositionen, die nicht mehr konkurrenzfähig wären. Storz geht davon aus, dass sich beide Effekte gegenseitig verstärken und zu einem kurzfristigen strategischen Handlungsbedarf führen, vor allem, weil das Zahlungsverkehrsgeschäft eng mit allen Aktiv- und Pas-sivprodukten verknüpft ist.

Partnerschaftsmodell praktizieren

Die im Rahmen der Studie weltweit durchgeführten Bankenbefragungen haben deutlich gemacht, dass nur wenige Banken in der Lage sein werden, diese Investitionen allein zu schultern. Nach BCG-Schätzungen werden vor allem nationale und regionale Institute im Zahlungsverkehr nicht mehr kostendeckend arbeiten. Für die Mehrzahl dieser Institute werden sich somit zwangsläufig Partnerschaftsmodelle aufdrängen, um die erforderlichen Investitionen unter den partizipierenden Instituten aufzuteilen und damit eine Stabilität heutiger Kosten- und Ertragsverhältnisse sicherzustellen zu können. Mittel- bis langfristig sehen die BCG-Experten den Trend bestätigt, wonach viele Banken ihren Zahlungsverkehr outsourcen oder Partnerschaften eingehen werden, um die Kosten zu senken. Die in den vergangenen Jahren begonnenen Gespräche zwischen Marktteilnehmern werden aufgrund des steigenden Handlungsdrucks deutlich an Dynamik gewinnen. Die Herausforderung für die einzelnen Institute wird nunmehr darin bestehen, das richtige Partnerschaftsmodell in dem entstehenden Oligopol zu finden: Von einem reinen Fokus auf die gemeinsame Backoffice-Abwicklung bis hin zum „White-Labelling“ von Zahlungsverkehrsprodukten werden zukünftig alle Varianten am Markt zu beobachten sein.

Heidi Polke, BCG München
Tel.: +49 89 2317-4594
E-Mail: polke.heidi@bcg.com

The Boston Consulting Group
The Boston Consulting Group (BCG) ist die weltweit führende strategische Unternehmensberatung. Gemeinsam mit ihren Kunden entwickelt und implementiert BCG innovative Strategien und organisatorische Veränderungen. 1963 in den USA gegründet, unterhält BCG heute weltweit 60 Büros, davon sieben in Deutschland mit weiteren Niederlassungen in Wien und Athen. In diesen neun Büros erzielte BCG im Jahr 2003 mit 550 Beraterinnen und Beratern einen Umsatz von 235 Millionen Euro. BCG befindet sich im alleinigen Besitz der Geschäftsführer und berät Unternehmen aus allen Branchen.



Kontaktinformationen:

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Tel.: +49 89 2317-4594
E-Mail: polke.heidi@bcg.com

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