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Pressemitteilung übermittelt von directnews. Für den Inhalt dieser Pressemitteilung ist allein das berichtende Unternehmen oder die berichtende Institution verantwortlich. direct/FAZ: Dieter Grimm: "Wir werden einige alte Fehler durch neue ersetzen" Dieter Grimm: "Wir werden einige alte Fehler durch neue ersetzen" "Nutzen für das Land spielt kaum noch eine Rolle" F.A.Z.-Gespräch mit dem früheren Verfassungsrichter und Sachverständigen der Föderalismus-Kommission Einen Tag vor der vermutlich vorletzten Plenarsitzung der Föderalismuskommission hat sich der frühere Verfassungsrichter Dieter Grimm, skeptisch über die Arbeit der Kommission geäußert. "Ich fürchte, wir werden einige alte Fehler durch eine Reihe neuer ersetzen", sagte Grimm, einer Sachverständigen der Kommission, im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Er sei seinerzeit "mit großer Zuversicht in die Kommission gegangen". Doch sei sein Optimismus mehr und mehr gesunken. "Die Frage, die jede Verfassungsreform leiten müßte: Was nützt der Bundesrepublik Deutschland als der Gesamtheit aus Bund und Ländern? ist unter einer harten Bund-Länder-Konfrontation verschüttet worden. Inzwischen gilt es meinem Eindruck nach schon als Erfolg, wenn in einigen zentralen Fragen überhaupt ein Kompromiß zustande kommt. Sein Nutzen für das Land insgesamt spielt kaum noch eine Rolle". Das wichtigste Ziel sei "die Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit der Politik in Zeiten unerhörten Reformdrucks." Das größte Hindernis bildeten die ausgedehnten Zustimmungsrechte des Bundesrats bei der Bundesgesetzgebung. Bei unterschiedlichen Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat zwingen sie die Regierung, sich mit der Opposition zu einigen. "Das Ergebnis ist bekannt: verzögerte, verwässerte oder gescheiterte Reformen, ohne daß die Verantwortlichkeit für das Ergebnis klar zu Tage läge". Deswegen steht nach Grimms Ansicht an oberster Stelle die Verringerung der Zustimmungsrechte des Bundesrats. "Dazu sind die Länder auch bereit, aber sie fordern Preise, und einige dieser Preise senken die Regierbarkeit, statt sie zu erhöhen." Wenn die Länder sich mit ihren Forderungen durchsetzten, so der Staatsrechtslehrer, "würde seine Fähigkeit leiden, in Europa deutsche Interessen wirksam zur Geltung zu bringen und in Deutschland das unerläßliche Maß an Rechts- und Wirtschaftseinheit zu wahren." Kontaktinformationen: Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Thomas Holl Frankfurter Allgemeine Zeitung Tel.: 0049 (0)69-75 91 19 83 E-Mail: t.holl@faz.de
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