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Andernach, 20.12. 2004 09:18

Andernacher Weißblechhersteller zeigt „best practice“ in Familienfreundlichkeit. Proteste gegen Stellenverlagerung ins Ruhrgebiet
Renate Schmidt besucht Rasselstein

Mit einem Besuch bei Rasselstein hat Bundesfamilienministerin Renate Schmidt die Leistungen des Unternehmens als „familienfreundlicher Betrieb“ gewürdigt. Schmidts Besuch steht im Zusammenhang mit dem Bundeswettbewerb „Erfolgsfaktor Familie 2005“, für den die Ministerin zurzeit wirbt.

Vor über hundert Beschäftigten und in Gegenwart des Andernacher Oberbürgermeisters Achim Hütten sowie der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordneten Ursula Mogg unterstrich Renate Schmidt, dass familienfreundliche Regelungen und Angebote nicht Luxus, sondern wirtschaftlich sinnvolle Instrumente einer vorausschauenden Unternehmensführung seien. Rasselstein-Vorstandsvorsitzender Konrad Nörtersheuser betonte, dass die Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus der langjährigen Kultur des Unternehmens hervorgegangen seien. Rasselstein sei „erfreut und auch ein wenig stolz“, jetzt als best-practice-Beispiel für den Unternehmenswettbewerb vorgestellt zu werden. Gemeinsam mit Arbeitsdirektor Dieter Kroll überreichte Nörtersheuser der Familienministerin die Bewerbung der Rasselstein GmbH zu dem Wettbewerb.


Die vom Programm vorgesehene Podiumsdiskussion wurde bereits bei ihrem Beginn von einer Gruppe Beschäftigter unterbrochen, die in Begleitung des Betriebsratsvorsitzenden Wilfried Stenz den Versammlungsraum betraten. Auf Plakaten protestierten die schweigend auftretenden Demonstranten gegen eine mögliche Verlagerung von Arbeitsplätzen in ein Shared-Service-Center des Mutterkonzerns im Ruhrgebiet.

Auf die Fragen einer Sprecherin der Protestgruppe antwortete Ministerin Schmidt zunächst zurückhaltend. Unter Hinweis auf die vorgetragenen Befürchtungen lehnte sie schließlich die Fortsetzung der Podiumsdiskussion über familienfreundliche Maßnahmen ab. Schmidt verwies auf Erfahrungen in ihrer eigenen Familie, die ihrer Ansicht nach belegten, „dass die Zeiten der Sicherheit endgültig vorbei“ seien. Der Rasselsteiner Geschäftsführung legte sie nahe, notwendige Entscheidungen entsprechend der Unternehmenskultur mit Beteiligung der Betroffenen zu klären.

Die Vorstandsmitglieder Nörtersheuser und Kroll stellten klar, dass Einsparmaßnahmen des Konzerns zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unumgänglich seien. Sie bekräftigten, dass man für die personellen Auswirkungen wie bisher sozialverträgliche und menschlich zumutbare Lösungen suchen werde. Von den Mitarbeitern würden sie jedoch mehr Flexibilität als bisher erwarten.


Bildunterschrift:
Rasselstein-Vorstandsvorsitzender Konrad Nörtersheuser erläutert die Planungen des ThyssenKrupp-Konzerns. Links: Bundesfamilienministerin Renate Schmidt

Kontaktinformationen:
Volker Lauterjung
Kommunikation
Rasselstein GmbH
Koblenzer Str. 141
56626 Andernach

Telefon: (0 26 31) 81-28 75
Telefax: (0 26 31) 81-22 28
E-Mail: volker.lauterjung@tks-rasselstein.thyssenkrupp.com

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