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Pressemitteilung übermittelt von directnews. Für den Inhalt dieser Pressemitteilung ist allein das berichtende Unternehmen oder die berichtende Institution verantwortlich. direct/FAZ: Scharon will Uebergabe von Staedten an Palaestinenser beschleunigen Scharon will Übergabe von Städten an Palästinenser beschleunigen "Keine Einmischung im Libanon, kein militärischen Mittel in Iran" Ein F.A.Z-Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Der israelische Ministerpräsident Scharon hat einen offenen palästinensischen Gaza-Streifen, die Fortsetzung des Abzuges aus weiteren Teilen des Westjordanlandes und einen umfassenden, wenn auch stufenweisen Friedensprozeß in Aussicht gestellt. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Donnerstagsausgabe) sagte er in Jerusalem, er habe Verteidigungsminister Mofaz angewiesen, nun "schneller bei den Übergabegesprächen der Städte voranzuschreiten". In dem Gespräch zeigte sich Scharon als ein optimistischer Staatsmann, der über die Parteigrenzen hinweg alle Hindernisse überwinden will, bis Israel zum Frieden mit seinen Nachbarn gefunden hat. Scharon lehnte jede israelische Einmischung in die libanesischen Bemühungen um ein Ende der syrischen Besatzung ab. "Wir können nur zusehen, was geschieht", sagte er. Washington hatte Israel letzthin kritisiert, es greife mit zu lauten Äußerungen in den Konflikt im Nachbarland ein. Gleichwohl sagte Scharon, Israel habe "die Besatzung Libanons nie als etwas Positives gesehen", und darum wünsche es sich "den vollen Abzug". Syrien und Iran nutzten den Libanon gemeinsam zum Terror gegen Israel. Beide Staaten seien "gefährliche Terrorzentren". Eine Chance für Friedensverhandlungen mit Syrien sieht Scharon derzeit nicht. Iran warf Scharon vor, "alles zu versuchen, um Nuklearwaffen zu besitzen". Derzeit spiele Iran auf Zeit. Der Ministerpräsident würdigte die europäischen Bemühungen, Teheran zum Einlenken zu bewegen. Er setze Hoffnungen auf den Druck der EU und der Vereinigten Staaten. "Aber zugleich sollten Vorbereitungen getroffen werden, um das Thema vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen", sagte er. Scharon wollte ausdrücklich "nicht von militärischen Mitteln sprechen". Washington hatte Israel kürzlich vor einer militärischen Intervention in Iran gewarnt. Scharon denkt nach eigenem Bekunden jetzt mehr an "politische und wirtschaftliche Schritte", sollte Teheran nicht einlenken. Scharon würdigte seinen neuen palästinensischen Partner, Präsident Abbas, als einen Mann, den "ich seit vielen Jahren kenne. Aber er muß sich an den Taten messen lassen". Ohne Zweifel sei die Zeit heute kaum zu vergleichen mit der von Arafat. Erstmals rückte Scharon seine oft geäußerte Bereitschaft zu "schmerzlichen Kompromissen für einen richtigen Frieden" in den Zusammenhang mit der Notwendigkeit, sich von den drei Millionen Palästinensern in den umstrittenen Gebieten zu trennen und nach dem Gaza-Streifen und vier Siedlungen im nördlichen Westjordanland weitere Gebiete auf der "Westbank" abzugeben: "Wir können nicht so viele Menschen ernähren, ausbilden oder ihnen Arbeit geben. Das Problem müssen wir loswerden." Scharon sagte weiter, im Streit über die Freilassung von palästinensischen Gefangenen werde die gemeinsame Kommission "die Kriterien festsetzen". Israel sei zunächst daran interessiert, "sich vollständig aus der Verantwortung für den Gaza-Streifen herauszulösen. Dazu müssen die äußeren Grenzen offen sein", sagte Scharon weiter. Er habe der Autonomiebehörde die Zusage für den Bau des Hafens vor Gaza gegeben. Das gelte auch für den Flughafen. Wenn die Sicherheitslage das zulasse, werde auch die Grenzstrecke zwischen Gazastreifen und Ägypten, die "Philadelphi-Route", aufgegeben. Kontaktinformationen: Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nikolas Busse Tel.: 0049 (0)69-75 91-14 54 E-Mail: n.busse@faz.de
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