| www.News-Ticker.org powered by Fotolabor Treml GmbH |
|
|||
|
|
||||||||||||||
|
Clean-Demonstrator absolviert ersten offiziellen Testlauf Auf Erfolgskurs: MTU Aero Engines arbeitet erfolgreich an Zukunftstechnologien Leiser, sparsamer und umweltverträglicher - so müssen die Luftfahrtantriebe von morgen sein. Seit Jahren arbeitet die MTU Aero Engines an der Entwicklung neuer Antriebsgenerationen. Zu den interessantesten und vielversprechendsten Technologieprogrammen gehören Clean und ATFI. „Ein Triebwerk auf Basis des Clean-Demonstrators wird für lange Zeit das Non-plus-Ultra in der zivilen Luftfahrt sein“, konstatiert Dr. Klaus Steffens, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Wir werden allerdings noch etwa zehn bis fünfzehn Jahre benötigen, um es serienreif zu machen.“ Der Component validator for environmentally friendly aero engines – kurz: Clean – ist ein Turbofan-Konzept mit Untersetzungsgetriebe und Wärmetauscher. Der Demonstrator beweist derzeit auf Deutschlands einzigem Höhenprüfstand in Stuttgart seine Leistungsfähigkeit – mit Erfolg: Schon jetzt steht fest, dass alle Parameter des Getriebefans mit Wärmetauscher erreicht und sogar übertroffen werden. Die Zielsetzung ist ambitioniert: Mittels der neuen Technologien soll der Kraftstoffverbrauch um über 20 Prozent, der Ausstoß von Stickoxiden um 80 Prozent und die Kohlendioxidemissionen um 20 Prozent gesenkt werden; der subjektiv empfundene Lärm soll sich halbieren. Unter der Gesamtleitung der MTU und der technischen Leitung von Snecma Moteurs sind an dem Programm Volvo Aero aus Schweden und die italienische Avio beteiligt. Von der MTU kommen die schnelllaufende Niederdruckturbine und der Wärmetauscher, Snecma Moteurs steuert das Kerntriebwerk einschließlich neuem Verdichter und neuer Brennkammer bei; Volvo Aero liefert einige Gehäuse und ist für die Endmontage zuständig und Avio entwickelt, fertigt und testet die Brennkammer. Ein Zwischenschritt auf dem Weg zum Zukunftsantrieb mit Clean-Technologien ist das ATFI-Programm. Der Advanced Technology Fan Integrator ist ein Demonstrator-Triebwerk mit einem Getriebefan und entsteht in Zusammenarbeit mit Pratt & Whitney und Avio. Die erste Testphase wurde erfolgreich abgeschlossen; der Beginn der zweiten steht unmittelbar bevor und soll Ende des Monats erfolgen. Deutschlands Branchenprimus steuert zum ATFI neben der schnelllaufenden Niederdruckturbine ein weiteres technologisches Highlight bei – den Hochdruckverdichter. Spitze bei Hochdruckverdichtern Hochdruckverdichter gehören zum technologisch Anspruchsvollsten, was ein Triebwerk zu bieten hat. Bei der Verdichtertechnologie hat sich die MTU weltweit an eine Spitzenposition vorgearbeitet und ist hier – wie bei Niederdruckturbinen - Benchmark. Der Kompressor des PW6000 – des Antriebs für den kleinen Airbus A318 – verfügt über das höchste Stufendruckverhältnis seiner Klasse. Für seine Entwicklung erhielt das Unternehmen im vergangenen Jahr den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft. Die MTU brilliert nicht nur bei der Entwicklung neuer Produkte sondern entwickelt auch neuartige Werkstoffe, Reparaturverfahren, aerodynamische Auslegungsverfahren sowie innovative Triebwerksregelungen und Überwachungssysteme. More Electric Engine beziehungsweise All Electric Engine ist ein weiterer Technologiebereich, in dem das Unternehmen aktiv ist: Ziel ist es, die heute üblichen hydraulischen und pneumatischen Systeme eines Triebwerks durch elektrische zu ersetzen. Dazu müssen neuartige Sensoren und sehr schnell reagierende Stellmotoren ins Triebwerk integriert werden. Mit Hilfe elektrischer Systeme kann man beispielsweise den Verdichter präziser steuern, so dass er während des gesamten Einsatzes optimal läuft. Nachteile hydraulischer Systeme wie hohes Gewicht, großes Volumen sowie Leckagen gibt es beim All Electric Engine nicht mehr. Positionierung am Weltmarkt Die Terroranschläge des 11. September 2001, die SARS-Epidemie und der Irak-Krieg haben die internationale Luftfahrt in die schwerste Krise ihrer Geschichte gestürzt. Das hat auch die MTU schmerzhaft zu spüren bekommen: Sie musste Umsatzrückgänge von rund 2,5 Mrd. Euro im Jahr 2001 auf unter zwei Mrd. Euro in 2003 verkraften. Erschwerend hinzu kam und kommt die anhaltende Dollarschwäche. Unter dem Konjunkturtief hatten vor allem das Ersatzteilgeschäft sowie die zivile Instandhaltung zu leiden. Um die Wettbewerbsposition als einer der führenden Triebwerkshersteller der Welt zu halten – bei der zivilen Instandhaltung ist die MTU weltweit der größte unabhängige Anbieter – steuert das Unternehmen hart gegen: In allen Geschäftsbereichen wurden Restrukturierungsmaßnahmen auf den Weg gebracht, maßvoller Personalabbau eingeschlossen. Unangefochten bleiben die Investitionen in Forschung und Entwicklung. Steffens: „Mit über 180 Mio. Euro haben wir im vergangenen Jahr den bisher höchsten Eigenanteil für F&E aufgebracht. Auch in Zukunft wollen wir diese Gelder auf einem hohen Niveau halten.“ Die Maßnahmen greifen und der weltweite leichte Konjunkturaufschwung tut ein Übriges dazu, dass sich die angespannte Wirtschaftslage der MTU allmählich verbessert: Der Cash Flow – seit der Übernahme durch den amerikanischen Investor KKR die wichtigste Kenn- und Steuergröße des Unternehmens – hat erheblich zugelegt und übertrifft derzeit die Vorgaben. Diese Entwicklung und die feste Verankerung in den wichtigsten zivilen und militärischen Triebwerksprogrammen – darunter das V2500, das GP7000, das EJ200 und das TP400-D6 - stimmen den MTU-Chef optimistisch: „Die MTU Aero Engines ist als Deutschlands führender Triebwerkshersteller technologisch und wirtschaftlich bestens gerüstet, um sich den zukünftigen Herausforderungen des Welt-Triebwerkmarktes zu stellen. Wir wollen gesundes Wachstum generieren.“ Kontaktinformationen: Odilo Mühling Tel.: 089/1489 2698 Fax: 089/1489 8757 Martina Vollmuth Tel.: 089/ 1489 5333 Fax: 089/ 1489 8757 Martina.Vollmuth@muc.mtu.de MTU Aero Engines GmbH & Co. KG Dachauer Straße 665 80995 München Tel. +49 (0)89 1489-0 Fax +49 (0)89 1489-5500
|
||||||||||||||||||||||||||||||||
| Home | Impressum | Disclaimer | Kundenbereich | Jobmaschine für Journalisten |