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Unterkirnach, 02.07. 2007 10:16

Vom Protestzeichen zum Trend-Schnitt

Hair-Tattoos setzen sich dauerhaft durch

Sie sind trendy, fallen auf und halten etwa zwei Wochen: Hair-
Tattoos, ins kurze Haar geschnittene Muster. Womit Freaks
einst ihre Gesinnung demonstrierten, setzt sich inzwischen
als exotisches Element trendiger Frisuren durch. Immer mehr
Salons bieten so genannte Art Lines an: Das können
schwungvolle Ethnomuster, Geometrisches und sogar Gesichter
sein. Neben der richtigen Maschine von WAHL, ermila
oder MOSER und etwas Übung brauchen Friseure dazu nur
eines: den Mut, Neues zu wagen.


„Tribal-Muster haben’s von der Textilmode endgültig in die Haarmode
geschafft“, sagt Alexander Kübler aus Villingen-
Schwenningen. Der 38-jährige Educational Director beim führenden
Maschinenhersteller Wahl GmbH und Inhaber der „Gig School
of Hair“, beschäftigt sich seit den späten 80ern mit Hair-Tattoos
und vermittelt jährlich vielen hundert Friseuren die richtige Technik.
Die dekorativen Hingucker seien so vielfältig zu variieren, dass sie
so schnell nicht verschwinden werden. „Art Lines haben sich endgültig
etabliert“, ist er sich sicher.
Ihren Ursprung hat die Technik wohl im London der 80er Jahre.
Damals wurde es bei Szenegängern rund um die Carnaby Street
hip, sich eine Friedensrune oder Anarcho-Zeichen ins raspelkurze
Haar rasieren zu lassen. „Punkfrisuren und Hair Tattoos haben
wahrscheinlich die selbe Wurzel“, vermutet Kübler deshalb. In den
90er Jahren wurde es ruhig um die Haarbilder. Erst Schauspieler
wie Vin Diesel in „Triple X“ (2002) oder Wesley Snipes in „Blade“
(1998), machten exotische Tattoos in den Haaren zum Attribut
cooler Helden.
Während Hair Tattoos unter Freaks und Fußballfans kein Thema
mehr sind, kommen immer mehr Teenager mit Vorlagen aus Star-
Magazinen zum Friseur. Ältere vertrauen lieber auf die Ideen ihres
Friseurs. „Es gibt zwar Schablonen“, sagt Alexander Kübler. „Die
meisten von uns schätzen es aber, ihre Kreativität auszuleben.“
Als Inspiration dient ihm und seinen Kollegen der riesige Fundus
der Tribal- oder Ethnomuster. Entscheidend sei, die für Kundin
oder Kunde vorteilhaftesten Linien zu finden. Großflächige Muster
seien eher die Ausnahme. „Hier ist weniger mehr“ ist der Friseurlehrer
überzeugt. Hair Tattoos sollen akzentuieren statt zu dominieren.
Am liebsten setzt er die Muster als kleine exzentrische
Accessoires ein.
Art Lines gelingen am besten mit kleinen, wendigen Maschinen.
Alexander Kübler schwört auf die ChroMini von MOSER oder die
bella von ermila mit dem speziellen Wechselschneidsatz Carving-
Blade. Gerne setzt er auch die MAG von WAHL ein, die er wie
einen Stift führen kann. Am Anfang, so Küblers Erfahrung bei vielen
Salonschulungen, gingen seine Schüler sehr zögerlich ans
Werk. Erst einmal müsse er sie ermuntern, sich zu trauen und
zuviel Respekt vor dem Haar abzulegen. „Bald sind sie dann nicht
mehr zu bremsen“, weiß er. Die leichten, akkubetriebenen MOSER,
ermila und WAHL Geräte erlaubten, praktisch jede Idee an
jedem Kopf umzusetzen. Die Wechselschneidsätze machten es
leicht, auch verschiedene Linien und Schattierungen präzise umzusetzen.


Kontaktinformationen:
Wahl GmbH
Heike Engel-Protzek
Roggenbachweg 9
78089 Unterkirnach
fon 07721 / 806 888
fax 07721 / 806 114
email

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