Wirtschaft, Handel
Wien, 25.07. 2008 09:19
Bedenklicher Mangel an Fachkräften in der Bauindustrie
Der Mangel an Fachkräften in der globalen Bauindustrie gefährdet weltweit Projekte, hemmt das Wachstum und treibt die Kosten in die Höhe. Zu diesem Ergebnis kommt KPMG International in der aktuellen „Global Construction Survey 2008“.Bedenklicher Mangel an Fachkräften in der Bauindustrie
Die größte Sorge der Branche ist, dass der Mangel an Fachkräften die Wachstumspläne der Bauunternehmen bremsen wird – dies glauben 49 Prozent der Befragten. 84 Prozent glauben, dass ihre Branche nicht genug tut, um das aktuelle Problem des chronischen Fachkräftemangels zu bewältigen. 55 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das Problem bedenklich ist – trotzdem glauben wiederum 66 Prozent, dass ihre eigene Firma mit ihren Rekrutierungsprozessen auf dem richtigen Weg ist.
Für die Studie wurden weltweit Geschäftsführer und leitende Angestellte von führenden Bauunternehmern befragt.
„Diese Ergebnisse spiegeln auch die Situation in Österreich wider, wo insbesondere bei den Facharbeitern die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern nicht ausreichend befriedigt werden kann“, kommentiert Ernst Pichler, Geschäftsführer KPMG, das Ergebnis. „Um diesem Engpassfaktor in der Bauwirtschaft möglichst effizient entgegenzuwirken, verstärken die österreichischen Bauunternehmen ihr Engagement in branchen- bzw. unternehmenseigenen sogenannten ´BauAkademien`“.
Abseits des Fachkräftemangels ist das Branchenbild jedoch nicht so düster wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Nachhaltigkeit wird gemäß der Studie weiterhin als ein Gebiet potenziellen Wachstums für die Branche gesehen: 70 Prozent der Befragten erwarten sich von Projekten rund um das Thema „Nachhaltigkeit“ zukünftig mehr Profit. Dementsprechend wichtig ist Nachhaltigkeit auf der Agenda der Bauunternehmen: fast alle Unternehmen beschäftigen sich gegenwärtig mit umweltpolitischen Herausforderungen, in zwei Drittel der Fälle zeigt sich der Vorstand für nachhaltige Bauweisen verantwortlich.
Yann-Georg Hansa, Geschäftsführer KPMG, betont: „Der Bereich ´Umwelttechnik` ist bei vielen österreichischen Bauunternehmen im Fokus. Nachhaltigkeit stellt eine wichtige Gelegenheit für Bauunternehmer mit Weitblick dar, die Chance zu ergreifen und sich einen ´grünen` Ruf aufzubauen, der ihnen einen echten Wettbewerbsvorteil verschaffen kann. Natürlich wirkt sich das auch im Recruiting positiv aus und man sichert sich die Position des begehrten Arbeitgebers.“
Weitere ausgewählte Ergebnisse:
* 70 Prozent der Bauunternehmer glauben die steigenden Kosten erfolgreich im Griff zu haben – etwa durch Vertragsklauseln oder durch frühzeitige Anschaffungen.
* Risikomanagement: 81 Prozent behaupten Risiken im Allgemeinen effizient zu identifizieren und zu bewerten. Über 70 Prozent vertrauen auf ihre Risikobewertung innerhalb der jeweiligen Projektlaufzeit
* Also häufigste Ursache für überzogene Kosten bei Bauprojekten nennen 60 Prozent die Steigerung der Materialpreise, gefolgt von unzureichend definierten Auftragsinhalten (55 Prozent).
KPMG International is a Swiss cooperative. Member firms of the KPMG network of independent firms are affiliated with KPMG International. KPMG International provides no client services. No member firm has any authority to obligate or bind KPMG International or any other member firm vis-à-vis third parties, nor does KPMG International have any such authority to obligate or bind any member firm.
Kontaktinformationen:
Mag. Christine Enzi
Corporate Communications
KPMG Austria GmbH
Porzellangasse 51
1090 Wien
Tel.: +43 (1) 31332-709 oder +43 (664) 8161160
Drucken der Pressemitteilung

