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Weltwirtschaftliche Ungleichgewichte nehmen zu Deutsche Konjunktur trotz gestiegener Risiken aufwärts gerichtet Die Weltwirtschaft wächst 2004 real um rund 4 %, so die Schätzung der Volkswirte von Allianz Group und Dresdner Bank. Das ist der stärkste Zuwachs seit dem Jahr 2000. Auch für das kommende Jahr erwarten die Volkswirte in ihrer in Frankfurt vorgelegten neuen Konjunkturprognose ein kräftiges Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3 %. Für den Euro-Raum prognostizieren sie einen BIP-Anstieg von 2 % im laufenden und im kommenden Jahr. Für Deutschland sehen sie ein Wachstum von 2 % im Jahr 2004 und von 1,5 % für das Jahr 2005. Größtes Risiko für die Weltkonjunktur ist der Ölpreis: Der Prognose liegt ein Rückgang des Ölpreises bis Jahresende unter die Marke von 40 USD/Barrel sowie für 2005 ein Jahresmittel von 35 USD/Barrel zugrunde. Die Weltwirtschaft ist derzeit von ungewöhnlichen nationalen Wachstumsmustern, einer enttäuschenden Entwicklung des Arbeitsmarktes in vielen Ländern sowie größer gewordenen Ungleichgewichten wie dem hohen US-Leistungsbilanzdefizit geprägt. Die Unwucht im weltwirtschaftlichen Gefüge wird durch den hohen Ölpreis noch verstärkt. Selbst der vorhergesagte Rückgang des Ölpreises bis zum Jahresende wird eine Konjunkturdämpfung im kommenden Jahr nicht verhindern können. Die Inflation im Euro-Raum wird bei knapp über 2 % (2004) bzw. 1,9 % (2005) liegen. Die Europäische Zentralbank wird vor diesem Hintergrund mit einer vorsichtigen Normalisierung ihrer Geldpolitik beginnen. "Bei anhaltend solidem Konjunkturverlauf sehen wir die erste Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank um 25 Basispunkte im ersten Quartal des kommenden Jahres", so Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt Allianz Group und Dresdner Bank. Die deutsche Wirtschaft ist verhältnismäßig gut in das Jahr 2004 gestartet. "Das reale Bruttoinlandsprodukt expandierte in den ersten sechs Monaten um knapp 1 %", heißt es in der Studie. Dies ist nach drei Jahren der Stagnation wieder ein nennenswertes Wachstum. Im dritten Quartal hat der Aufwärtstrend nur wenig Tempo eingebüßt. Die Konjunktur wird aber am Jahresende leicht an Schwung verlieren. 2005 wird die Spaltung der Konjunktur allmählich abnehmen. Während die Exportdynamik nachlässt, ist mit einer langsamen Erholung der Binnenkonjunktur zu rechnen. Auch der private Verbrauch wird infolge eines wahrscheinlichen Anstiegs der Beschäftigung und des Inkrafttretens der letzten Stufe der Steuerreform wieder einen Beitrag zum Wachstum leisten. Der Verbraucherpreisanstieg in Deutschland wird in diesem Jahr mit geschätzten 1,7 % höher ausfallen als 2003 (+1,1 %). Dabei ist es überraschend, dass im laufenden Jahr lediglich rund 0,3 Prozentpunkte des Preisauftriebs auf höhere Energiepreise zurückzuführen sind. Entscheidend für die höhere Inflationsrate waren administrierte Preiserhöhungen. Im nächsten Jahr wird der Preisauftrieb aller Voraussicht nach mit 1,4 % wieder niedriger ausfallen. Die konjunkturelle Aufwärtsbewegung hat nach Ansicht der Volkswirte von Allianz Group und Dresdner Bank den Arbeitsmarkt schon erreicht. So sei die Zahl der Erwerbstätigen seit Jahresanfang in saisonbereinigter Rechnung bis Juli um bereits 95.000 angestiegen. Im nächsten Jahr, so die Volkswirte weiter, wird die Beschäftigung weiter ansteigen. Für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit 2005 ist mit entscheidend, wie sich die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe auf die Zahl der registrierten Arbeitslosen auswirkt. Tritt der von verschiedenen Seiten geschätzte Effekt von Hartz IV Anfang 2005 in einem Umfang von rund 300.000 Arbeitslosenmeldungen ein, ist nicht auszuschließen, dass die Zahl der Arbeitslosen in diesem Zeitraum an die 5-Millionen-Grenze heranreicht oder diese sogar überschreitet. Im weiteren Verlauf des Jahres 2005 wird nach Ansicht der Volkswirte die Zahl der Arbeitslosen im Trend aber wieder fallen. Die neue Konjunkturprognose finden Sie im Internet unter: www.allianzgroup.com/azgrp/dp/cda/0,,190871-49,00.html Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten. Vorbehalt bei Zukunftsaussagen: Soweit wir hierin Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren, hier nicht aufgeführten Gründen ergeben sich eventuell Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Kerngeschäftsfeldern und -märkten, und aus Restrukturierungsmaßnahmen. Abweichungen können ferner aus dem Ausfall von Kreditnehmern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können einen Einfluss ausüben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Kontaktinformationen: Lorenz Weimann Telefon: +49-(0) 69/2 63-1 87 37 Telefax: +49-(0) 69/2 63-69 73 E-Mail: lorenz.weimann@dresdner-bank.com
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