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Pressemitteilung übermittelt von directnews. Für den Inhalt dieser Pressemitteilung ist allein das berichtende Unternehmen oder die berichtende Institution verantwortlich. direct/BÄK: Deutliche Zunahme von Demenzerkrankungen Deutliche Zunahme von Demenzerkrankungen Berlin, 07.01.2005: "Demenzerkrankungen werden aufgrund der demographischen Entwicklung schrittweise zu einem der zentralen Probleme des deutschen Gesundheitssystems", sagte heute Prof. Dr. Mathias Berger, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg, auf dem 29. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer in Berlin. Derzeit gibt es in Deutschland mehr als eine Million Demenzpatienten, die einer Pflege in unterschiedlichem Ausmaß bedürfen. "Wenn man eine mäßige Steigerung der Lebenserwartung zugrunde legt, dann muss man bis zum Jahr 2040 mit einer Erhöhung um etwa 120 Prozent bzw. mit einer Gesamtzahl von 2,2 Millionen Fällen von Demenz rechnen. Sollte es einen Durchbruch in der Behandlung von Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen geben, könnte diese Zahl bis auf drei Millionen anwachsen", prognostizierte Prof. Dr. Dr. Fritz A. Henn vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Weltweit wird daher intensiv nach Therapiemöglichkeiten geforscht, mit der insbesondere Morbus Alzheimer begegnet werden soll. Die Ursache der Alzheimer-Krankheit liegt in der Ablagerung des Proteins Beta-Amyloid im Gehirn, erläuterten die Neurologen Prof. Dr. Christoph Hock und Prof. Dr. Roger M. Nitsch von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Mit einem Team von Wissenschaftlern haben sie die Möglichkeiten der Frühdiagnose und der ursächlichen Therapie des Alzheimer erforscht. Dabei standen Ansätze zur Reduktion der Amyloid-Ablagerungen im Vordergrund, die mehr als nur eine vorübergehende Stabilisierung bewirken sollen. "Das Ziel ist, eine nachhaltige Verzögerung, im Idealfall eine Prävention der Demenz zu erreichen. Allerdings muss die Verträglichkeit verbessert werden. Derzeit gilt es, die Nebenwirkungen von der positiven Wirkung der Antikörper-Therapie zu trennen", erklärten Hock und Nitsch auf dem Forum der Bundesärztekammer. In einer klinischen Studie konnten die beiden Forscher erstmals nachweisen, dass mit einer auf Antikörpern basierenden Therapiestrategie der Verlauf der Alzheimer-Erkrankung erheblich verzögert werden kann. Die mit den entsprechenden Hemmstoffen geimpften Alzheimer-Patienten seien im Verlauf der einjährigen Studienphase vor dem Fortschreiten der Erkrankung geschützt gewesen, berichteten Hock und Nitsch auf dem Forum der Bundesärztekammer. Fortschreitender Gedächtnisverlust charakterisiert die Alzheimer-Erkrankung. Hinzu kommen häufig Störungen anderer zentralnervöser Funktionen wie Störungen von Kritikfähigkeit oder Urteilsvermögen sowie Depressionen, Schlafstörungen und psychomotorische Unruhe. Die Krankheit ist mit schweren Belastungen der Patienten und der pflegenden Angehörigen verbunden. Oft wird wegen der allgemeinen Skepsis gegenüber psychischen Erkrankungen erst sehr spät ärztliche Hilfe aufgesucht. Auch Ärzte schenken mitunter den Symptomen beginnender demenzieller Entwicklungen nicht die genügende Aufmerksamkeit. Deswegen setzen sowohl pharmakologische als auch psycho-soziale Hilfen oft erst verspätet ein. Kontaktinformationen: Alexander Dückers Hans-Jörg Freese Herbert-Lewin-Platz 1 10623 Berlin Telefon (030) 40 04 56-700 Fax (030) 40 04 56-707 Internet: http://www.bundesaerztekammer.de E-Mail: presse@baek.de
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