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Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. warnt vor freiverkäuflichen Fettmagneten Chitosan – Hände weg von Krabbenschalen Aktuellen Studienergebnissen zufolge bewirkt Chitosan keinen klinisch signifikanten Gewichtsverlust im Vergleich zu einem Placebopräparat (1). Deshalb sollten Verbraucher lieber die Hände von diesem häufig als Fettmagnet beworbenem frei verkäuflichen Schlankheitsmittel lassen. Aktuellen Studienergebnissen zufolge bewirkt Chitosan keinen klinisch signifikanten Gewichtsverlust im Vergleich zu einem Placebopräparat (1) berichtet heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin Susanne Sonntag von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Deshalb sollten Verbraucher lieber die Hände von diesem häufig als Fettmagnet beworbenem frei verkäuflichen Schlankheitsmittel lassen, empfiehlt Gesellschaftssprecher Sven-David Müller. Die Studie, die in der Septemberausgabe des renommierten International Journal of Obesity veröffentlicht wurde, hatte das Ziel, die Wirksamkeit von Chitosan auf den Gewichtsverlust bei übergewichtigen und fettleibigen Erwachsenen zu überprüfen. Wissenschaftler der Universität Auckland, Neuseeland, wählten für ihre doppelblind placebokontrollierte Studie 250 Teilnehmer aus, die über 24 Wochen 3 Gramm Chitosan täglich beziehungsweise ein Placebopräparat einnehmen sollten. Im Rahmen der Studie wurden den Probanden standardisierte Ratschläge und Hinweise für eine fettarme Ernährung und einen gesunden Lebensstil gegeben. Das Hauptaugenmerk der neuseeländischen Wissenschaftler richtete sich auf die Veränderungen des Gewichts der Studienteilnehmer. Daneben bestimmten sie auch Veränderungen von Parametern wie Body Mass Index, Taillenumfang, Körperfettanteil, Blutdruck, Blutfettwerte und Fettausscheidung mit dem Fäces. Chitosan, eine industriell erzeugte Substanz aus Chitin (zum Beispiel Krabbenschalen), soll durch Bindung von Nahrungsfett im Verdauungstrakt die Fettausscheidung erhöhen und damit eine Gewichtsreduzierung bewirken. Aus der vorliegenden Studie geht eindeutig hervor, dass es keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des Gewichtsverlustes und der Fettausscheidung über den Fäces zwischen Chitosan- und Placebogruppe gibt. Aus diesem Grund ist die Verwendung von Chitosan zur Gewichtsreduktion aus ernährungsmedizinischer Sicht nicht zu empfehlen. Chitosan ist scheinbar eher Schwindel, so Müller. Zu dem gleichen Ergebnis kommen auch die Autoren eines Übersichtsartikels zur Bewertung verschiedener Schlankheitsmittel in der anerkannten Fachzeitschrift Ernährung & Medizin (2). Nach Bewertung von Professor Dr. Andreas Hahn und Mitarbeitern der Universität Hannover fehlt den chitosanhaltigen Medizinprodukten ein wissenschaftlich fundierter Leistungsnachweis, so dass deren Rechtmäßigkeit in Frage gestellt werden müsse. Die Produkte haben trotz Anerkennung als Medizinprodukt und Zertifizierung keine Wirkung, schreibt Hahn. Der Gesetzgeber ist jetzt aufgefordert, den Verbraucher vor Fettmagneten auf Chitosanbasis zu schützen, so Müller weiter. Die Wunschvorstellung vieler Verbraucher, sozusagen im Schlaf abzunehmen, bleibt damit weiterhin lediglich ein Traum. Die beste Möglichkeit der Gewichtsreduktion ist immer noch reichlich Bewegung und eine moderate Kalorienreduktion, so Sonntag abschließend. 3.074 Zeichen Quellen: (1) Mhurchu C Ni et al. : The effect of the dietary supplement, Chitosan, on body weight : a randomised controlled trial in 250 overweight and obese adults. International Journal of Obesity 2004; 28: 1149-1156 (2) Ströhle A et al.: Nährstoffsupplemente und Functional Food zur Gewichtsreduktion – Wunsch und Wirklichkeit. Ernährung & Medizin 2004; 19: 121-128 Tipp zum Jahr der gesunden Ernährung 2004: Blattsalate wie Kopfsalat, Eisbergsalat, Lollo Rosso, Eichblattsalat oder Endiviensalat enthalten reichlich Wasser und nur wenig Kalorien. Ein ganzer Eisbergsalat enthält gerade mal 126 Kilokalorien. Die meisten Salatsorten zeichnen sich durch einen hohen Folsäuregehalt aus. Kontaktinformationen: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. Kurbrunnenstr. 5, 52066 Bad Aachen www.ernaehrungsmed.de, presse@ernaehrungsmed.de Interviewwünsche: Tel: 0241 – 96 10 320
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