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Berlin, 06.01. 2005 14:15

direct/BÄK: Lasertherapie zur Krampfaderbehandlung effektiv und sicher
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Lasertherapie zur Krampfaderbehandlung effektiv und sicher

Berlin, 06.01.2005: Mehr als 20 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden an Krampfadern (Varikose). Darauf haben heute Experten auf dem 29. Interdisziplinären Forum "Fortschritt und Fortbildung in der Medizin" der Bundesärztekammer hingewiesen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verursachten Krankheiten der Venen, Lymphgefäße und Lymphknoten allein im Jahr 2002 Kosten in Höhe von mehr als 2,7 Milliarden Euro. Lange Zeit dominierten konservative Methoden wie die Bewegungstherapie, die Behandlung mit Kompressionsverbänden und -strümpfen und die Krampfader-Operation die Behandlung von Venenleiden. Erst in den letzten Jahren haben neue Therapien wie die Behandlung mit aufgeschäumten Verödungsmitteln, die endovenöse Radiowellentherapie oder die endovenöse Lasertherapie zunehmend an Bedeutung gewonnen. Durch die Verwendung aufgeschäumter Sklerosierungsmittel konnte die Effektivität der Verödung bei großen Varizen wesentlich gesteigert werden. "Die endovenöse Lasertherapie ist nach den bisher vorliegenden Ergebnissen eine sowohl sichere als auch effektive Behandlungsmethode", sagte Prof. Dr. Eberhard Rabe von der Klinik und Poliklinik für Dermatologie an der Universitätsklinik Bonn. Insbesondere für Patienten mit schwereren chronischen Leiden erscheine die Lasertherapie von Vorteil, da diese sonst häufiger von einer chirurgischen Therapie ihrer Varikose ausgeschlossen werden müssten, äußerte Rabe auf dem zentralen Fortbildungskongress der Bundesärztekammer.

Obgleich bei der endovenösen Lasertherapie wie auch bei der Radiowellentherapie ein kleiner Stumpf im Mündungsbereich der Stammvene bestehen bleibt, kehren die Krankheitssymptome im Vergleich zur Krampfader-Operation selten zurück. Auch die exzellenten kosmetischen Ergebnisse sprechen für diese Methoden, bei denen die Vene von innen erhitzt und zum Verschluss gebracht wird. Die Radiowellentherapie schneidet zudem hinsichtlich der Folgebeschwerden deutlich besser ab als die Standardoperation. Studien hätten ergeben, dass die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nach Radiowellentherapie durchschnittlich 4,7 Tage im Vergleich zu 12 Tagen nach klassischer Operation betrage, erklärte der Nürnberger Gefäßmediziner Dr. Thomas Noppeney. Allerdings liegen nur in Ausnahmefällen und für wenige Aspekte der neuen Methoden Langzeitergebnisse und Vergleichsuntersuchungen zur Operation vor.


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