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Medienmitteilung von Greenpeace, WWF und Bruno-Manser-Fonds vom 25.1.05 Neulancierung der Aktion Ťurwaldfreundlich.chť - der konkrete Beitrag der Schweiz zum globalen Urwaldschutz Alle hundert Tage verschwindet weltweit Urwald der Fläche der Schweiz: Deshalb lancie-ren Greenpeace, WWF und Bruno-Manser-Fonds heute die Aktion �Urwaldfreundliche Schweiz" neu. Die Umweltorganisationen fordern die 1420 noch nicht urwaldfreundlichen Deutschschweizer Gemeinden brieflich dazu auf, urwaldfreundlich zu werden. In der Ro-mandie und im Tessin startet die Aktion im April. Ziel ist die Verdoppelung der bisher 430 urwaldfreundlichen Gemeinden und sechs Kantone. Gemeinden und Kantone, aber auch Schulen, Kirchen, Firmen und Haushalte, die urwaldŹfreundlich werden wollen, unterschreiben eine Erklärung, dass sie auf Holz und Holzpro-dukte aus Raubbau verzichten. Stattdessen verwenden sie FSC-zertifiziertes Holz und/oder Holz aus der Schweiz oder dem benachbarten Ausland. Zudem setzen sie wann immer möglich Recyclingpapier ein. Braucht es weisses Papier, soll es FSC-Papier sein. Denn konventionelles weisses Papier muss verdächtigt werden, Zellstoff aus Urwaldzer-störung zu enthalten. �Urwaldfreundlich" ist kein Label, sondern eine Selbstdeklaration. Gemeinden und Kantone übernehmen Verantwortung im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Globaler Urwaldschutz heisst lokal handeln, in der Schweiz konkret z.B. wie folgt: In der Stadt Zürich ist letztes Jahr ein überarbeitetes Papierreglement in Kraft gesetzt worden. Ziel ist es, den in den letzten Jahren erfolgten Rückgang beim Gebrauch von Re-cyclingpapieren in der Verwaltung mit einer Motivationsaktion bei den Materialbeschaf-fenden wieder auf 60 % zu erhöhen. "Die Bestellungen von Recyclingpapier für Kopierer und Bürodrucker sind seit der Aktion deutlich angestiegen, sagt Karl Tschanz, der Leiter der Stadtzürcher Umweltschutzfachstelle. Beim weissen Papier werde geprüft, auf FSC-zertifiziertes umzustellen. In der Stadt Zug wird in Verwaltung und Schulen die Papierwei-sung von 2004 umgesetzt. Nachdem die Erfahrungen an Schulen zeigten, dass es keinen Grund gibt, zwei Regel-Papiersorten anzubieten, beschafft der Zentraleinkauf vom benö-tigtem Papier 90% Recycling- und 10% weisses Papier. �Die Rückmeldungen der Lehr-personen zeigten, dass alle Ansprüche mit Recyclingpapier abgedeckt werden können", sagt der Zuger Stadtökologe Bruno Trüssel. Da dieses Papier billiger als konventionelles und die oberste Maxime der Papierweisung der sparsame Gebrauch von Papier ist, spart die Stadt zudem spürbar Geld. Im Kanton Bern wurde ein parlamentarischer Vorstoss an-genommen, mit dem der Regierungsrat beauftragt wird, dafür zu sorgen, dass künftig bei öffentlichen Bauten nach Möglichkeit einheimisches Holz verwendet wird und dass bei öf-fentlichen Bauten und bei der Mobiliarbeschaffung auf Holz und Holzprodukte aus Urwald-raubbau verzichtet wird. Damit ist der Kanton halb urwaldfreundlich; den Papierschritt muss er noch vollziehen. Greenpeace, WWF und der Bruno-Manser-Fonds fordern mit der Neulancierung der �Urwaldfreundlichen Gemeinde" alle Gemeinden und Kantone der Schweiz auf, ihr Bau- und Beschaffungswesen urwaldfreundlich zu gestalten und damit einen Beitrag zur lokalen Agenda 21 zu leisten. Bis heute sind 430 Schweizer Gemeinden und sechs Kantone (AR, AI, BS, SZ, SO, SG) urwaldfreundlich geworden. Ziel ist, diese Zahl bis zum Ende der Ak-tion im Jahr 2007 zu verdoppeln. Die drei Umweltorganisationen rufen die Gemeinden und Kantone zudem auf, ihre Wälder nach den FSC-Kriterien zertifizieren zu lassen. Gemeindeliste, Informationen, Fotos etc. unter www.urwaldfreundlich.ch Kontaktinformationen: Kuno Roth, Pressesprecher uf.ch, kuno.roth@ch.greenpeace.org 079 205 63 63
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