Transport, Verkehr
Kelsterbach, 03.03. 2008 09:33
Kongress „Verkehr im Jahr 2030“
Mobilität hat ihren Preis, und der wird den kommenden Jahren stetig steigen. Grund sind neben ansteigenden Energiekosten flächendeckende Straßennutzungsgebühren, sagte am Freitag Manfred Boltze auf dem internationalen Kongress „Verkehr im Jahr 2030“ in Darmstadt. Dort hatten 130 Experten aus 17 Ländern zwei Tage lang über Konzepte für Verkehrssysteme der Zukunft diskutiert. Boltze, Leiter des Fachgebiets Verkehrsplanung und Verkehrstechnik an der TU Darmstadt, fasste ein wesentliches Ergebnis zusammen: „Alle Experten sind einhellig der Meinung, dass es 2030 auf den meisten Straßen Benutzungsgebühren für alle Fahrzeuge geben wird.“Kongress „Verkehr im Jahr 2030“
Mit den in Stoßzeiten höheren Gebühren solle einerseits der Verkehrsfluss einer immer mobiler werdenden Gesellschaft gelenkt werden, sagte Boltze. Andererseits seien die Maut-Entgelte aber auch Folge eines allmählichen Rückzugs des Staates aus der Finanzierung von Straßenbau und -unterhaltung, betonte Horst Geschka von der TU Darmstadt. Diese Aufgabe würden künftig vermehrt Private übernehmen, die sich ihre Investitionen über Mautsysteme vom Nutzer zurückzahlen ließen. „Autos werden 2030 sparsamer und sauberer sein als heute“, sagte Boltze. Zudem könnten Staus durch immer modernere Navigationssysteme umfahren werden. Trotzdem werde die individuelle Mobilität teurer. Das führe zu einem deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen: „Das gilt besonders für Hochgeschwindigkeitszüge, die auch Kurzstreckenflüge ersetzen werden.“
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