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Düsseldorf/Remscheid, 29.10. 2004 08:27

Dramatische Stahlpreisentwicklung belastet den Ausblick
Edscha Gruppe: Wesentliche Ergebnisse im Geschäftsjahr 2003/2004 verbessert – Druck auf Margen bleibt

Die Edscha Gruppe, Remscheid, hat im Geschäftsjahr 2003/2004 (30. Juni) neben dem Umsatz auch wesentliche Ergebnisgrößen verbessert, das gab der Vorstand heute auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf bekannt: Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg leicht; das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und der Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung an die EdCar Beteiligungs GmbH & Co. KG) stiegen sogar deutlich.


Umsatz: Vier Geschäftsbereiche vor, einer zurück.

Die Gesamtleistung der Gruppe erreichte 985,6 Mio. Euro nach 967,7 Mio. Euro im Vorjahr; das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent.

Der Konzernumsatz wurde gegenüber der Vorabmeldung vom 20. August noch einmal leicht korrigiert. Gegenüber dem Vorjahr stieg er um 4,0 Prozent auf 985,8 Mio. Euro (Vorabmeldung 981,9 Mio. Euro; Vorjahr 947,8 Mio. Euro). 4,9 Mio. Euro davon entfielen auf die Gesellschaften Anhui Edscha Automotive Parts Co., Ltd. (AEA) (Produktions-Joint Venture), China, und Edscha Tools a.s. (Werkzeugbau), Tschechien, die im Berichtsjahr erstmalig Umsätze auswiesen; ohne sie hätte das Plus 3,5 Prozent betragen.

Die Umsatzkorrektur betraf allein den größten Geschäftsbereich, Scharniersysteme, der mit 576,3 Mio. Euro (Vorabmeldung 572,5 Mio. Euro) nun 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr (553,3 Mio. Euro) umsetzte. Maßgeblich für den Anstieg insgesamt waren die Neuanläufe einiger höherwertiger Systeme sowie wachsende Lieferumfänge nach Südamerika und Asien.

Der Umsatz mit Cabrio-Dachsystemen erreichte mit 219,3 Mio. Euro (189,0 Mio. Euro) ein Plus von 16,0 Prozent und damit völlig neue Dimensionen. Wesentliche Gründe dafür waren die Neuanläufe BMW 6er Cabrio und Chrysler PT Cruiser Cabrio.

Verzögerte und zurückgezogene Projektaufträge sowie der Wegfall hoher Durchlaufumsätze aus einem Großprojekt des Vorjahres ließen den Umsatz im Geschäftsbereich Fahrzeugentwicklung (IVM Automotive) um 27,9 Prozent auf 77,6 Mio. Euro (107,7 Mio. Euro) fallen.

Der Umsatz mit Betätigungssystemen stieg dank zahlreicher Neuanläufe um 16,9 Prozent auf 79,2 Mio. Euro (67,8 Mio. Euro).
Der kleinste Geschäftsbereich, Lkw-Schiebeverdecke, erzielte aufgrund der anziehenden Nutzfahrzeugkonjunktur mit 33,3 Mio. Euro (30,0 Mio. Euro) Umsatz ein Plus von 11,2 Prozent und übertraf damit sogar das Rekordniveau des Geschäftsjahres 2001 2002 (31,9 Mio. Euro).

Ergebnis der Gruppe: Margen unter Druck.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) übertraf mit 101,7 Mio. Euro das des Vorjahres (101,4 Mio. Euro) nur leicht um 0,3 Prozent. Einer deutlicheren Verbesserung standen der Anstieg der Materialkosten, der Dollar-Verfall sowie die Schwäche des Geschäftsbereichs Fahrzeugentwicklung (IVM Automotive) im Weg. Die EBITDA-Marge konnte daher mit 10,3 Prozent des Umsatzes nach 10,7 Prozent im Vorjahr nicht verbessert werden.

Ein leichter Anstieg der Abschreibungen ließ das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsbelastung (EBIT) um 2,6 Prozent auf 58,4 Mio. Euro (60,0 Mio. Euro) fallen; bezogen auf den Umsatz lag die EBIT-Rendite damit bei 5,9 Prozent nach 6,3 Prozent im Jahr zuvor.
Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich auf – 22,5 Mio. Euro nach – 27,5 Mio. Euro im Vorjahr, sodass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 10,5 Prozent auf 35,9 Mio. Euro (32,5 Mio. Euro) stieg.

Außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 11,5 Mio. Euro (5,2 Mio. Euro) betrafen diverse Maßnahmen im Rahmen der „Mobility 2005“-Offensive, vor allem die Schließung des IVM Automotive-Standortes in Sindelfingen zum 30. Juni 2004, aber auch Restrukturierungsmaßnahmen in diversen Scharnierwerken sowie die Verlagerung der Entwicklungsaktivitäten für Betätigungssysteme von Hengersberg nach Vendas Novas, Portugal. Das Ergebnis vor Steuern sank daher um 10,7 Prozent auf 24,4 Mio. Euro (27,3 Mio. Euro) oder 2,5 Prozent des Umsatzes.

Die Ertragsteuerquote betrug 46 Prozent nach 63 Prozent im Vorjahr. Nach Steuern verdiente die Edscha Gruppe 12,1 Mio. Euro (vor Ergebnisabführung an die EdCar Beteiligungs GmbH & Co. KG) und damit 26,5 Prozent mehr als im Vorjahr, für das sie einen Überschuss von 9,6 Mio. Euro auswies.

Segmentergebnisse: Zwei vor, drei zurück.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Geschäftsbereichs Scharniersysteme lag mit 38,3 Mio. Euro 6,0 Prozent unter dem des Vorjahres (40,7 Mio. Euro). Die EBIT-Marge fiel auf 6,6 Prozent nach 7,4 Prozent im Vorjahr. Der Ergebnisdruck resultierte vor allem aus steigenden Materialkosten, geringerer Nachfrage einzelner Kunden sowie dem Dollar-Verfall.

Der Geschäftsbereich Cabrio-Dachsysteme erzielte mit dem Umsatz- auch einen neuen Ergebnisrekord. Das EBIT stieg um 43,6 Prozent auf 22,8 Mio. Euro (15,9 Mio. Euro). Die EBIT-Marge näherte sich damit, nach einem durch hohe Anlaufkosten belasteten Vorjahr (8,4 Prozent), mit 10,4 Prozent wieder der Bestmarke des Geschäftsjahres 2001 2002 (10,7 Prozent).

Der Geschäftsbereich Fahrzeugentwicklung verbuchte im zweiten Jahr seiner Zugehörigkeit zur Edscha Gruppe einen operativen Verlust von 4,8 Mio. Euro (Vorjahr + 1,2 Mio. Euro). Wesentliche Ursache hierfür war der dramatische Nachfrageeinbruch im Gesamtmarkt für Ingenieurdienstleistungen für die Automobilindustrie bei kurzfristig fixen Kapazitäten.

Der Geschäftsbereich Betätigungssysteme mehr als verdoppelte das EBIT gegenüber dem Vorjahr (0,2 Mio. Euro); blieb jedoch aufgrund hoher Vorleistungen und Anlaufkosten mit 0,5 Mio. Euro oder 0,6 Prozent des Umsatzes hinter seinen Zielen und dem Gruppendurchschnitt zurück.

Das EBIT des Geschäftsbereichs Lkw-Schiebeverdecke fiel aufgrund von Produktionsverlagerungen nach Tschechien sowie der Insolvenzen zweier Großkunden auf 1,7 Mio. Euro oder 5,0 Prozent (6,3 Prozent) vom Umsatz.

Cash Flow: Investitionen gedeckt.

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 49,6 Mio. Euro; das entspricht einer Steigerung um 22,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (27,2 Mio. Euro). Im Vergleich zu dem um die Rückführung des unechten Pensionsgeschäfts (Forderungsverkauf) bereinigten Vorjahr (61,2 Mio. Euro) bedeutet dies jedoch eine Reduzierung um 11,6 Mio. Euro.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug 38,9 Mio. Euro und umfasste vor allem Anlageninvestitionen in Höhe von 37,5 Mio. Euro, aber auch die Restzahlung für die Übernahme der Gesellschaft Edscha Tools a.s., Tschechien, in Höhe von 1,4 Mio. Euro. Im Vorjahr waren die Investitionen (93,1 Mio. Euro) wesentlich durch die Übernahme von IVM Automotive bestimmt worden.

Sachinvestitionen: In aller Welt.

Die Sachinvestitionen der Edscha Gruppe stiegen um 12,3 Prozent auf 37,5 Mio. Euro (33,4 Mio. Euro).

Investitionsschwerpunkte in Deutschland bildeten eine neue Zerspanungsanlage und Montagelinie für die Produktion eines neuen integrierten Scharniersystems (Rastschieber) im Werk Hauzenberg sowie mehrere Mehrspindelbearbeitungszentren im Werk Hengersberg. Der Geschäftsbereich Fahrzeugentwicklung passte die Investitionsausgaben den rückläufigen Umsatzerlösen an; eine Klimakammer und diverse Investitionen in Soft- und Hardware waren hier die Schwerpunkte.

Im Ausland investierte die Gruppe vor allem in die Montagelinie für den Serienanlauf eines weiteren integrierten Scharniersystems im spanischen Santander, in die Erhöhung der Produktivität im portugiesischen Werk in Vendas Novas sowie in die Fertigstellung des neuen Werkes für Cabrio-Dachsysteme im mexikanischen Toluca.

Bilanzstruktur: Unterm Strich stabil.

Die Bilanzsumme blieb mit 736,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr fast unverändert.

Das Anlagevermögen reduzierte sich um 12,5 Mio. Euro auf 353,4 Mio. Euro (365,9 Mio. Euro), davon 5,4 Mio. Euro währungsbedingt.
Das Umlaufvermögen wuchs um 3,6 Mio. Euro auf 361,0 Mio. Euro (357,4 Mio. Euro). Wesentliche Gründe hierfür waren die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+18,7 Mio. Euro), vor allem aufgrund der Ausweitung des Cabrio-Geschäfts sowie geänderter Zahlungsbedingungen der Kunden in Nordamerika. Zudem stiegen die Ansprüche auf Erstattung von Entwicklungsleistungen um 15,7 Mio. Euro auf 50,2 Mio. Euro. Gegenteilig wirkte sich die Abnahme der flüssigen Mittel auf 24,0 Mio. Euro (46,9 Mio. Euro) aus.

Durch den erstmaligen Pflichtausweis von aktiven latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen der ausländischen Tochtergesellschaften stiegen die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um 5,8 Mio. Euro auf 20,2 Mio. Euro.

Das Eigenkapital reduzierte sich währungsbedingt um 9,6 Mio. Euro auf 141,9 Mio. Euro (151,5 Mio. Euro) oder 19,3 Prozent der Bilanzsumme (20,5 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich plangemäß. Die Zunahme der Sonstigen Rückstellungen um 12,7 Prozent auf 72,0 Mio. Euro (63,9 Mio. Euro) ist vor allem durch Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen der „Mobility 2005“-Offensive begründet.

Der gestiegene Geschäftsumfang und Materialkostenanteil sowie die Anpassung der Zahlungsfristen an die der Kunden ließen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 25,1 Mio. Euro auf 123,4 Mio. Euro (98,3 Mio. Euro) steigen.

Die Nettofinanzschulden – also die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich der flüssigen Mittel – betrugen zum Bilanzstichtag 253,2 Mio. Euro. Das entspricht einer leichten Reduzierung um 3,0 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Mitarbeiter: Grenzüberschreitend.

Die Zahl der Mitarbeiter der Edscha Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2003 2004 um 7,5 Prozent oder 436 Personen auf durchschnittlich 6.900 (6.464). Die Zahl außerhalb Deutschlands Beschäftigter erreichte, im Wesentlichen bedingt durch die neuen Werke in Anhui, China, und Toluca, Mexiko, 3.915 Personen oder 57 Prozent der Gesamtzahl (Vorjahr 3.420 oder 53 Prozent). Im Inland reduzierte sich die Anzahl der Beschäftigten leicht um 59 auf 2.985; ausschlaggebend dafür waren Kapazitätsanpassungen bei IVM Automotive, vor allem die Schließung des Standortes Sindelfingen.

Ausblick: Mit Mobilitätskur über die Ziellinie.

Für das angelaufene Geschäftsjahr 2004/2005 erwartet der Vorstand einen Umsatz etwa auf Höhe des abgeschlossenen Geschäftsjahres – trotz eines projektzyklusbedingt voraussichtlich stark rückläufigen Umsatzes des Geschäftsbereichs Cabrio-Dachsysteme. Die geplanten kleinvolumigen Neuanläufe des Bereichs werden den Absatzrückgang der übrigen Produktpalette nicht kompensieren können. Erst für das Geschäftsjahr 2006 2007 erwartet der Vorstand wieder ein Umsatzniveau mit Cabrio-Dachsystemen, welches das des Berichtsjahrs deutlich überschreitet.

Gestützt auf seinen Auftragsbestand wird der größte Geschäftsbereich, Scharniersysteme, sein Umsatzniveau voraussichtlich halten können.

IVM Automotive (Geschäftsbereich Fahrzeugentwicklung) rechnet in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld mit einem spürbaren Umsatzwachstum. Der Auftragsbestand, die konsequente Neuausrichtung des Bereichs auf potenzialträchtige Kernthemen und erste resultierende Projektaufträge legen dies nahe.

Zahlreiche Produktanläufe werden die Umsätze mit Betätigungssystemen im Geschäftsjahr 2004 2005 erneut zweistellig wachsen lassen.

Der kleinste Bereich, Lkw-Schiebeverdecke, erwartet ebenfalls ein leichtes Umsatzwachstum im Einklang mit der weiterhin positiven Entwicklung im Nutzfahrzeugmarkt.

Auf der Ergebnisseite hatte sich die Edscha Gruppe bereits im Frühjahr 2004 im Rahmen der „Mobility 2005“-Offensive ein sehr ehrgeiziges Ziel für das Geschäftsjahr 2004 2005 gesetzt: 130 Mio. Euro für das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA). Entsprechende Maßnahmen wurden seither definiert und in wesentlichen Teilen bereits umgesetzt. Aufgrund der weiterhin und noch dramatischer als erwartet steigenden Rohstoffpreise, insbesondere für Stahl, wird die Edscha Gruppe dieses Ziel jedoch voraussichtlich nicht ganz erreichen.




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