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Pressemitteilung übermittelt von directnews. Für den Inhalt dieser Pressemitteilung ist allein das berichtende Unternehmen oder die berichtende Institution verantwortlich. direct/FAZ: Gertz tritt noch einmal an Gertz tritt noch einmal an Vorsitzender des Bundeswehrverbands: Folge von neuem Besoldungsrecht wäre "Coesfeld II" Der Vorsitzende des Bundeswehr-Verbandes, Bernhard Gertz, will entgegen früheren Ankündigungen für eine weitere Amtszeit antreten. "Wie es im Moment aussieht, werde ich noch einmal auf der Hauptversammlung Ende November kandidieren," sagte Gertz am Dienstag in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe). Er begründete das damit, daß aus seiner Sicht im Verband derzeit ein anderer geeigneter Kandidat fehle. Er rechne allerdings auch mit Gegenkandidaten, sagte er. Gertz sitzt dem Verband seit 1993 vor. Damals war er erfolgreich gegen den langjährigen Vorsitzenden Rolf Wenzel angetreten. Gertz, der in diesem Jahr 60 wird, gestand ein, daß es nicht ideal sei, wenn derjenige, der für Soldaten öffentlich spreche, selbst im Ruhestandsalter sei (für den Obersten wird das mit 60 der Fall sein). Doch sehe er sich in der Pflicht und halte sich für hinreichend "knackig". Als die drei "Hauptkampfplätze", die in der kommenden Zeit für die "Gewerkschaft" der Soldaten anstehen, sieht Gertz die geplanten Eingriffe in das Besoldungsrecht, in das Versorgungsrecht sowie die Debatte über die Wehrpflicht an. Der Entwurf von Bundesinnenminister Schily (SPD) für eine Reform des Besoldungsrechts bedeutet für die Soldaten nach den Worten Gertz´ "nicht mehr und nicht weniger als eine Leistungssenkung". Die Bundeswehr habe "den absolut größten Anteil an Beziehern kleiner Einkommen im öffentlichen Dienst". Er forderte, für Soldaten ein eigenes Besoldungssystem einzuführen, das wie bei Hochschullehrern oder Richtern von dem der Beamten abgekoppelt wäre. Die "Besonderheiten einer Einsatzarmee" unterschieden Soldaten von Beamten "mindestens so sehr wie Hochschullehrer." Außerdem fürchtet Gertz, daß die Disziplinarvorgesetzten wegen der dann notwendigen zusätzlichen Beurteilungen noch mehr "hinter dem Schreibtisch versinken" würden. "Die Folge wäre Coesfeld II," sagte Gertz unter Anspielung auf die Geiselnahme-Affäre, als Vorgesetzte an mehreren Standorten unvorschriftsmäßige Ausbildungen anordneten und es in Einzelfällen offenbar zu Mißhandlungen kam. Mangelnde Dienstaufsicht war als einer der Gründe dafür genannt worden. Kontaktinformationen: Frankfurter Allgemeine Zeitung Dr. Reinhard Müller Tel. 0049 (0)69-75 91-19 58 E-Mail: cvd@faz.de
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