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Risikobasiertes Schiffsdesign - Neuer Ansatz für mehr Sicherheit Start des EU-Forschungsprojekts "SAFEDOR" An der zweitägigen Auftaktveranstaltung des europäischen Forschungsprojekts "Risikobasiertes Schiffsdesign, Betrieb und Genehmigung (SAFEDOR)" beim Germanischen Lloyd nahmen Vertreter aller 53 Kooperationspartner teil. Ziel des Forschungsprojekts "SAFEDOR" ist es, durch neue Forschungsansätze die technische Betriebssicherheit von Schiffen und Ladung weiter zu verbessern und neuartige Schiffsentwürfe umzusetzen. Die Europäische Union fördert diesen Forschungsansatz mit über 12 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren, um damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen maritimen Industrie zu stärken. Risikobasiertes Schiffsdesign berücksichtigt in weit aus stärkerem Maße als bisher die vorgeschriebenen Sicherheitsstandards beim Entwurf von neuen Schiffen. Während im herkömmlichen Schiffsentwurf anhand von normativen Vorschriften die Sicherheitsstandards als Beschränkung angesehen werden, bietet der risikobasierte Ansatz Raum für neuartige und innovative Designs und Konstruktionslösungen. Mit SAFEDOR wird die Schlüsselrolle der europäischen maritimen Industrie bei der Konstruktion, dem Bau und dem Betrieb moderner Seeschiffe gestärkt. Zu den Kernkompetenzen der maritimen Industrie Europas zählen insbesondere hoch entwickelte Schiffstypen. Dazu zählen RoRo-Fähren- und Passagierschiffe, Kreuzfahrtschiffe, Gas- und Öltanker und Containerschiffe. Am SAFEDOR Forschungsvorhaben beteiligen sich 53 Unternehmen und Institutionen, um an den Antworten auf viele gegenwärtige Herausforderungen der maritimen Industrie mitzuwirken, z. B.: (a) die hohen öffentlichen Erwartungen an die Betriebssicherheit von Schiffen (b) das starke Streben nach innovativen und wettbewerbsfähigeren Konstruktionen (c) die zunehmende Komplexität von Ausrüstungen, Werkstoffen und Systemen, die an Bord von Schiffen zum Einsatz kommen (d) die Erfordernis, bereits im Entwurfsstadium die gesamte Nutzungsdauer des Schiffs zu berücksichtigen Eine neue Philosophie der Sicherheit beim Schiffbau In den kommenden vier Jahren wird das Forschungsprojekt unter der Leitung des Germanischen Lloyd die Grundsteine einer neuen Philosophie für Sicherheit im Schiffbau und in der Schifffahrt legen. Mit SAFEDOR wird der Weg für den Einsatz von neuen Ideen, Materialien, Systemkomponenten und Prozessen im Schiffsdesign - und damit für neue, kosteneffizientere Schiffe geebnet. Dabei werden die Methoden und Werkzeuge zum risikobasierten Schiffsentwurf weiter entwickelt und integriert. Es werden Einzelstudien zu den Themen Leckstabilität, strukturelle Integrität, Intaktstabilität, Kollisionen und Grundberührungen, Feuer und Explosionen, Systemausfall, Brückenmanagement und Rettungsmittel durchgeführt. Aufbauend auf bestehende Verfahren der Zuverlässigkeitstheorie und des bei der IMO angewendeten Formal Safety Assessment wird SAFEDOR einen Vorschlag für ein neues Regelrahmenwerk entwickeln. Anhand von neun Beispielentwürfen (Kreuzfahrtschiffe, RoPax-Fähren, Gastanker, Öltanker und Containerschiff) werden die Arbeitsergebnisse unter Beweis gestellt. "Eine ganzheitliche, risikobasierte Methodik für Schiffsdesign ist ein vergleichsweise neuer Ansatz", sagt Dr. Pierre Sames vom Germanischen Lloyd, der als Vorsitzender des Steuerkreises des vierjährigen SAFEDOR-Projekts fungiert. "Eine Handvoll Regeln, die aus den in den letzten Jahren eingeführten Risikoerwägungen hervorgegangen sind, darunter diejenigen für Feuersicherheit, Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge und probabilistische Leckstabilität, betonen jedoch die potenziellen Sicherheitsvorteile, die sich aus ihrer Anwendung ergeben. Weiterhin wird es uns möglich sein, aus den Fortschritten bei der risikobasierten Konstruktion und Genehmigung, die in anderen Bereichen gemacht werden, Nutzen zu ziehen." Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von europäischen Werften Für Werften, Eigner und Reeder ergeben sich neue Chancen, um im Spannungsfeld zwischen Bau- und Betriebskosten, einer vorgegebenen expliziten Sicherheit und möglichen Innovationen zu einem optimalen Entwurf zu kommen. Besonders europäische Werften und Zulieferer erwarten bei der Umsetzung dieses Know-how- und Technologiebasierten Ansatzes eine erhebliche Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Das SAFEDOR-Projekt SAFEDOR steht für "Design, Operation and Regulation for Safety". Zum Steuerkreis des Projekts gehören Vertreter des gesamten Spektrums der Industrie, von Flaggenstaaten (Danish Maritime Authority), Klassifikationsgesellschaften (Germanischer Lloyd, DNV), Reedereien (Carnival plc) und Werften (IZAR) bis zu Ausrüstungsherstellern (SAM Electronics) und wissenschaftlichen Instituten (Universitäten von Glasgow und Strathclyde). SAFEDOR ergänzt andere Initiativen, die den Sicherheitsaspekten bei Schiffskonstruktionen mehr Gewicht geben, wie die "Goal-based Standards", die gegenwärtig bei der International Maritime Organization (IMO) entwickelt werden, und die "Common Structural Rules" für den Bau von Tankern und Massengutfrachtern, an denen die International Association of Classification Societies (IACS) arbeitet. "Wir sind zuversichtlich, dass SAFEDOR bald in der Lage sein wird, Beiträge zu leisten, die beispielsweise bei der Entwicklung von Goal-based Standards von unschätzbarem Wert sein werden", betont Dr. Pierre Sames. Erfahren Sie mehr unter http://www.safedor.org/ Kontaktinformationen: Germanischer Lloyd Presse und Information Dr. Olaf Mager, Pressesprecher Tel.: +49 40 36149-634 Fax: +49 40 36149-250 E-Mail: pr@gl-group.com www.gl-group.com
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