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Kostenlose öffentliche Führung durch die zehnte swb-Galerie Bei swb gibt es noch mehr als Strom, Trinkwasser, Erdgas und Wärme: Mit der mittlerweile zehnten swb-Galerie bietet sie wieder fünf der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten Künstlern aus Norddeutschland die Möglichkeit, ihre Werke in der swb-Hauptverwaltung auszustellen. Mit einer kostenlosen Führung durch die swb-Galerie möchte swb kunstinteressierten Bremern Inspirationen liefern. Die etwa einstündige Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 27. Januar 2004, ab 17 Uhr, statt. Treffpunkt ist der Eingang der swb-Hauptverwaltung Ecke Theodor-Heuss-Allee / Findorffstraße. Anmeldungen nimmt gerne Britta Röhrig, unter der Telefonnummer 0421 359-2944 oder per E-Mail, britta.roehrig@swb-gruppe.de , entgegen. Von abstrakten Zeichnungen über irreale Malerei, befremdende Fotografien und eigentümliche Computergrafiken bis zu Skulpturen aus Holz reicht das Spektrum der über 200 Exponate, die Besucher hier betrachten und auch kaufen können. Die Kuratorin Dr. Katerina Vatsella führt durch die Ausstellung. Keinen kunsttheoretischen Vortrag, sondern einen Dialog über die Kunstwerke möchte sie mit den Besuchern und den ausstellenden Künstlern Gunther Gerlach und Bernadette Lahmer, die die Veranstaltung begleiten, halten. Auch Besucher ohne Hintergrundwissen über Kunst finden so leicht einen Zugang zu den Werken und Beweggründen der Künstler. Der Katalog der jeweils aktuellen swb-Galerie ist während der Veranstaltung für einen Kostenbeitrag von 5 Euro erhältlich. Anlässlich des diesjährigen Jubiläums können Besucher auch eine Sammlung von Kunstpostkarten, die einen Rückblick über 10 Jahre swb-Galerie geben, für 5 Euro erwerben. „Die swb-Galerie soll ein Symbol für Gestaltungswillen des Unternehmens und seinen Anspruch, ständig im Dialog mit seiner Umwelt zu stehen“, so Gerhard Harder, Vorstandsvorsitzender der swb AG. Sie soll inspirieren, für Diskussionen sorgen und auch Vorurteile und Ängste gegenüber zeitgenössischer Kunst abbauen. Die ausstellenden Künstler: Gunther Gerlach Gunther Gerlachs Holzskulpturen sind abstrakt. Ihre zurückhaltende, einfache Form stellt zwar nichts Bestimmtes dar, sie ruft jedoch zahlreiche Assoziationen hervor. Die Mehrheit seiner Werke sind Stelen, schlanke, unterschiedlich hohe säulenartige Figuren, die manchmal an die menschliche Gestalt und manchmal an architektonische Konstruktionen denken lassen. Andere Male wiederum verweisen sie an den pflanzlichen Ursprung des Materials, aus dem sie bestehen. Dass Gunther Gerlachs Skulpturen aus Holz geschaffen sind, hat in erster Linie mit den Bearbeitungs- und Gestaltungsmöglichkeiten dieses Materials zu tun. Er verwendet keine Baumstämme, sondern weiches, geschichtetes und geleimtes Holz und erkundet damit auf seine eigene Art und Weise das traditionelle, elementare Beziehungsnetz von Körper und Raum. Gunther Gerlach geht intuitiv vor. Manchmal formt er Kugeln oder Kapseln, die Mehrheit seiner Werke bilden jedoch Stelen. Sie haben keine eindeutige Vorder- oder Rückseite, können von allen Seiten betrachtet werden. Die Gestalt seiner Formen unterstützt er durch Bemalung des Holzes mit weißer oder blauer Farbe. Das Weiß verleiht seinen Stelen Leichtigkeit und die Anmutung von Gips oder Stein, und das tiefe Blau seinen Kapseln und Kugeln Dichte und Festigkeit. Bernadette Lahmer Bernadette Lahmer fotografiert Dinge, die zwar aus ihrem alltäglichen Erfahrungsbereich stammen, jedoch keineswegs mit dem Alltag zu tun haben. Ihre Fotos sind Ergebnisse kleiner Experimentsituationen, die mit einfachsten Mitteln geschehen und die Aufmerksamkeit der Künstlerin und des Betrachters auf kleine Dinge und Veränderungen unserer Wahrnehmung lenken. Für eine Fotografie schneidet Bernadette Lahmer eine Rosenblüte in der Mitte – der scharfe Schnitt, der die Blume zerteilt, bildet einen drastischen Gegensatz zu ihrer makellosen Schönheit. Auf anderen Fotos stören Fingerkuppen oder Steine die stille, glatte Oberfläche von Wasser, wiederum andere zeigen zwei Fingerspitzen, zwischen denen Reste eines Spinnennetzes klebt. Bernadette Lahmer spielt mit dieser Ambivalenz von Empfindungen, zwischen Schönheit und subtiler Gewalt, zwischen Attraktivität und Abneigung. Sie hält in ihren sehr ästhetischen Fotografien einen Moment fest, der im nächsten Augenblick verschwinden würde – die Blume zerfallen, das Spinnennetz ganz zerstört. Ihr Makro-Objektiv führt sie sehr nahe an das Motiv und vergrößert es stark. Diese ungewohnte Perspektive und die extreme Schärfe und Unschärfe im Bild, die durch das bloße Auge so nie hätte wahrgenommen werden können, sind ebenso faszinierend wie manchmal befremdend und verleihen ihren Fotos etwas Künstliches, zwischen Surrealismus und Sachlichkeit. Nikola Blaskovic Die Zeichnungen von Nikola Blaskovic sind eigenständige, abstrakte Zeichen. Sie bilden nichts Bestimmtes ab, sondern sind offen für ein breites Spektrum an möglichen Assoziationen. Leicht und beschwingt, manchmal elegant, oft aber auch sperrig, schweben die Zeichen im Bildraum ohne eine bestimmte Richtung. In den Blättern von Nikola Blaskovic gibt es keinen Hintergrund oder Vordergrund, keine lineare Erzählung, keine Bedeutung. Trotzdem erscheinen seine Zeichen manchmal irgendwie vertraut und scheinen entfernt an gewisse Dinge zu erinnern. Sie führen auf dem Blatt ein freies Eigenleben und begegnen uns manchmal leicht verändert in verschiedenen Zeichnungen. Oft besteht eine Arbeit aus mehreren Einzelblättern, die Nikola Blaskovic gerne als Block neben- oder übereinander präsentiert. Betrachtet man solche Blätter etwas genauer, entsteht bald der Eindruck, als würden sie eine eigenständige Bildsprache darstellen, mit eigener "Grammatik" und Kombinationsregeln. So erscheinen einzelne Arbeiten, beispielsweise die Serie mit dem Titel "Quasilexikalische Sammlung im Aufbau", die der Künstler 2001 begann und seither kontinuierlich weiterführt, wie Seiten aus einem Wörterbuch einer archaischen Zeichensprache. Anna Solecka und Wolfgang Zach Die großformatigen Arbeiten von Anna Solecka und Wolfgang Zach sind weder Fotografien, noch Zeichnungen, auch wenn sie auf den ersten Blick daran denken lassen. Sie sind multimediale Kunstwerke, die sowohl Fotografie, als auch Zeichnung beinhalten - schließlich aber einem grafischen Verfahren entstammen. Wolfgang Zach hat in jahrelanger Arbeit ein Druckverfahren entwickelt, das die Helligkeitswerte von Fotografien, die Anna Solecka macht, auf einen computergesteuerten Graphitstift überträgt. Dieser zeichnet danach in einem manchmal Wochen dauernden Vorgang Linie für Linie auf ein großes Büttenpapier. So wird die Fotografie auf mechanische Weise in eine Zeichnung transformiert, die in ihrem Endzustand eine Computergrafik ist. Eine ungewöhnliche und flüchtige allerdings, die man ausradieren könnte. Die eigentümliche Wirkung der Werke von Anna Solecka und Wolfgang Zach geht auf die Brechung und Überlagerung von Wirklichkeitsebenen zurück: Die suggestiven, oft lyrischen Fotos von Anna Solecka werden durch ein rationales, technisches Verfahren in Computerzeichnungen umgewandelt und bewahren dabei die besondere Anmutung von Handzeichnungen. Sabine Wewer Beim Betrachten der Bilder von Sabine Wewer kommt das Gefühl auf, durch große und kleine Fenster in andere Welten zu schauen, die unserer zwar sehr ähnlich sind, in denen jedoch ganz andere Gesetzmäßigkeiten gelten. Diese Welten sind manchmal exotisch und irreal und manchmal vertraut und doch seltsam fremd. In ihren Bildern bewegt sich die Künstlerin zwischen Traum und Wirklichkeit und fragt nach dem Wesen dieser beiden Bereiche. Was ist Wirklichkeit? Wie real sind Träume? In Sabine Wewers Bildern ist die Schwerkraft aufgehoben, ihre Figuren können fliegen und schweben, es herrscht Zeitlosigkeit. Dort lauern aber auch Gefahren und Kampf, wie das gelegentliche Auftreten von Kriegern in Rüstung bezeugt. Wie vor imaginären Theaterkulissen spielen sich Geschichten ab, mit Zauberern oder Kentauren als Akteuren. Sabine Wewer verwendet in ihren Werken oft Motive aus fremden Kulturen und vermischt sie mit solchen aus ihrer eigenen westlichen Tradition. Ihre früheren Bilder sind von schneller, expressiver Gestik und kräftigen Farben bestimmt, die neuere hingegen von eher zurückhaltenden Tönen und malerischer, weicher Farbigkeit. Ob erzählend oder zeichenhaft still - ihre Bilder zeigen irritierende, manchmal verstörende und oft poetis Kontaktinformationen: Petra Gaebe swb AG Pressestelle Theodor-Heuss-Allee 20 28215 Bremen T 0421 359-2483 F 0421 359-2733 petra.gaebe@swb-gruppe.de
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