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Wiesbaden, 24.01. 2005 11:53

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direct/Netzwerk Recherche e.V.: Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche gegen Kürzung der politischen ARD-Magazine

"Das journalistische Tafelsilber der ARD nicht verscherbeln."

Netzwerk Recherche (nr) fordert die ARD-Intendanten auf, die Sendezeit der politischen Magazine der ARD nicht zu kürzen - Informationsprofil der ARD wird durch die geplante Reduktion beschädigt


Die laut Medienberichten geplante Kürzung der politischen Magazine in der ARD stößt auf massiven Widerstand der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche. Die geplante 15-minütige Reduktion der Magazine Panorama, Monitor, Report Mainz, Report München, Kontraste und Fakt wäre der empfindlichste Schlag gegen den kritischen Hintergrund-Journalismus in den vergangenen Jahrzehnten. Der Kürzung würden jährlich 20 Sendestunden und mindestens 200 gründlich recherchierte Hintergrund-Beiträge zum Opfer fallen.

"Damit würde die ARD freiwillig eine große Tradition aufgeben und ein prägendes, unverzichtbares Programm-Element beschädigen," sagte der Vorsitzende des Netzwerks Recherche, Thomas Leif. "Mit der geplanten Kürzung würde die ARD ihr journalistisches Tafelsilber verscherbeln und ohne Not ihre wertvollsten Markenprodukte gefährden."

Nach Einschätzung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche hätten die geplanten Einschnitte auch schwerwiegende Folgen für den gesamten Hintergrund-Journalismus im deutschen Fernsehen. "Die ARD-Magazine sind Recherche-Oasen und Talent-Schmieden für den Nachwuchs sowie häufig Taktgeber für die Nachrichten. Dieses Potenzial für qualitativen Hintergrund-Journalismus darf nicht gefährdet werden," forderte NR-Vorsitzender Thomas Leif. "Enthüllungen über rechtsextreme Machenschaften, Hintergründe zu Wirtschaftsskandalen und Geschichten über Menschen, die sonst keine Stimme haben, verschwinden ohne die ausführlichen Berichte der ARD-Magazine vom Bildschirm."


Kontaktinformationen:

Dr. Thomas Leif (0171-9321891)
www.netzwerkrecherche.de

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