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BUND fordert ausgewogene Vogelgrippeforschung und Ende des Freilandverbots Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die einseitige Ausrichtung der Forschung und der Maßnahmen gegen die Vogelgrippe kritisiert. Bei der Suche nach Ursachen und Übertragung stünden lediglich Wildvögel im Fokus. Andere bekannte Übertragungswege wie legaler und illegaler Handel, internationale Transporte von Bruteiern und Gülle blieben jedoch unberücksichtigt. Dabei sei die Ausbreitung der Vogelgrippe nachweislich auch über den Handel erfolgt. Das erneute Freilandverbot und die Wiederzulassung der Käfighaltung lasse darüber hinaus das Risikopotenzial der industriellen Massentierhaltung außer Acht. Hubert Weiger, agrarpolitischer Sprecher des BUND: „Die Forschung und die Politik müssen ihre Scheuklappen vor den Übertragungsrisiken gerade in der industriellen Geflügelwirtschaft abnehmen. Um wirksam die Vogelgrippe bekämpfen zu können, benötigen wir eine unvoreingenommene und umfassende Untersuchung möglicher Quellen und Übertragungswege des H5N1-Virus.“ Laut BUND sollen zehn Millionen Euro an das Friedrich-Löffler-Institut fließen, das sich bei der Ursachenforschung hauptsächlich auf Wildvögel konzentriere. Betroffen von der Vogelgrippe seien bei Nutztieren jedoch vor allem von Wildvögeln abgeschottete Bestände in geschlossenen Ställen. So sei in Sachsen nicht das im Freiland gehaltene Geflügel mit dem Virus H5N1 infiziert gewesen, sondern ein Putenbestand, der im Stall gehalten wurde. Weiger: „Die Vogelgrippe darf nicht als Vorwand dienen, der Geflügelindustrie bessere Marktchancen zu verschaffen. Das generelle Stallgebot bietet nicht den Schutz vor Krankheitserregern, den Landwirtschaftsminister Horst Seehofer ihm zuschreibt. Sein Freilandverbot bedeutet lediglich einen Angriff auf die erfolgreiche Marktentwicklung der Freilandhaltung. Wir fordern Seehofer deshalb auf, das Freilandverbot aufzuheben und auf Ausnahmen zu beschränken.“ Frühstückseier aus Freilandhaltung hätten seit der Kennzeichnung aller Eier einen Marktanteil von 23 Prozent erzielt. Bioware habe seit 2004 jährlich um rund 40 Prozent zugelegt. Die Käfighaltung habe demgegenüber im Jahr 2005 vier Prozent ihres Marktanteils verloren. Durch Seehofers Freilandverbot hofften die Käfighalter nun ihre Marktanteile wieder zu erhöhen. Der BUND ruft gemeinsam mit anderen Bauern-, Umwelt- und Tierschutzverbänden zu einer Demonstration am 14. Mai für die Aufhebung des Freilandverbotes auf. Ort: der Hühner-Freiland-Hof in Bad Waldsee/Baden-Württemberg. Verbrauchern rät der BUND jetzt besonders darauf zu achten, kein Ei mit der „3“ aus Käfighaltung zu kaufen. Kontaktinformationen: Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin, Tel. 030-27586-481, E-Mail: reinhild.benning@bund.net bzw. Almut Gaude, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-464/489, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net
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