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Hallstadt/Bamberg, 16.01. 2008 12:37



Brose-Standort Hallstadt profitiert vom weltweiten Wachstum des Türsystemgeschäfts

Der Bamberger Landrat Dr. Günther Denzler und Hall­stadts Bürgermeister Erwin Braun statteten dem Brose-Standort Hallstadt aus Anlass der abgeschlossenen Standorterweiterung ei­nen Besuch ab. Bei einem Betriebsrundgang und im Gespräch mit Brose-Ge­sellschafter Maximi­lian Stoschek sowie den beiden Geschäftsführern Kurt Sauernheimer, ver­antwortlich für das Türsystemgeschäft sowie Matthias Drewniok, Leiter des Hallstadter Werks und der welt­weiten Türsy­stem-Produktionstechnik, infor­mierten sich die beiden Kommunalpolitiker über die Leistungsfähigkeit des oberfrän­kischen Brose-Zentral­standorts.

Der Hallstadter Standort hat durch die Bündelung des Know-hows und der Technik-Kompetenz auf dem Gebiet der Fahrzeugtür deutlich an Bedeutung gewonnen: Rund 70 Prozent des ge­samten Brose-Ge­schäfts werden seit der Zusam­menlegung der Aktivi­täten der beiden größten Geschäftsfelder Fen­sterheber und Türsysteme von Hallstadt aus ge­steuert: Hierzu zählen 23 Werke sowie fünf Ent­wicklungs- und Vertriebsbüros in Europa und Übersee. Gegenwärtig sind 1.150 Mitarbeiter in Hallstadt beschäftigt.

„Durch die Konzentration an einem Standort können wir wichtige Synergie-Effekte nutzen, die Quali­tät und Funktionalität unserer Erzeugnisse weiter verbessern. Damit erhöhen wir unsere Schlagkraft, Flexibilität und Effizienz ganz entscheidend“, sagte Geschäftsführer Kurt Sauernheimer.

Wie Sauernheimer den beiden Politikern weiter erläuterte, hat sich das Tür-Geschäft in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich entwickelt: So stieg der weltweite Umsatz mit Fensterhebern und Türsystemen seit dem Jahr 2000 um mehr als 500 Mio. und betrug 2006 rund 1,6 Mrd. Euro. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der weltweit Beschäftigten in die­sem Ge­schäftsfeld um 1.000 Mitarbeiter auf über 5.000.

Oberfränkische Standorte profitieren vom weltweiten Geschäftswachstum

Allein im Jahr 2007 wurden in Hallstadt Fensterheber, Türsy­steme und Elek­tronikkomponenten für 30 Fahrzeugmodelle im Gesamtwert von rund 300 Mio. Euro hergestellt.

Mehr als 8 Mio. Euro investierte Brose 2007 in die Erweiterung der Ent­wicklungs­kapazitäten am Standort Hallstadt: So wurde ein neues Versuchs­gebäude er­richtet, eine Vorfertigung für Türsystem-Kunststoffträger aufge­baut, die So­zialeinrichtungen erweitert und die Standort-Infrastruktur an die neuen Erfor­dernisse angepasst. Zudem wurde zusätzlicher Parkraum für die Beschäftig­ten geschaffen.

Geschäftsführer Matthias Drewniok lobte in diesem Zusammenhang die au­ßerordentlich konstruktive und unbürokratische Zusammenarbeit mit Behör­den und Stadtverwaltung, „ohne die in sechs Monaten eine Standorterweite­rung dieser Dimension nicht möglich gewesen wäre“.

Durch die Übernahme der Elektromotoren-Sparte von Continental bieten sich weitere Wachstumspotenziale. Während in Coburg zahlreiche Zentralabtei­lungen wichtige Unternehmensfunktionen international koordinieren, ist Hall­stadt unter anderem der Sitz der Entwicklung und Fertigung von elektroni­schen Steuerungen für Fensterheber- und Sitzverstellmotoren. „Daraus erge­ben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte“, so Geschäftsführer Matthias Drewniok weiter.

Zunehmen wird auch der mit der Geschäftsausweitung und Koordination verbundene Reiseaufwand von Coburg und Hallstadt aus. Allein aus Coburg unternehmen Brose-Mitarbeiter aktuell mehr als 15.000 Dienstreisen im Jahr.

Seit der Inbetriebnahme des Brose-Stand­orts Hallstadt flossen mehr als 150 Mio. Euro in Gebäude, modernste Fertigungstech­nologie, Ver­suchs- und Lo­gistikeinrichtungen sowie Informationstechnik.

Durch die Erweiterung des Produktportfolios und Zusatzaufträge in Asien und Nordamerika wird das Türsystemgeschäft der Brose Gruppe in den kom­menden Jahren weiter wachsen. Der weltweite Umsatz soll bis 2009 rund 1,8 Mrd. Euro erreichen. Davon profitiert auch der Standort Hallstadt: Im kommenden Jahr sind über 70 offene Stellen in Entwicklung und Ver­trieb des Geschäftsbe­reichs Türsysteme zu besetzen.

Systemkompetenz wird ausgebaut:
Kunststoffträger für Türsysteme „made in Hallstadt“

Um die Systemkompetenz in der Fahrzeugtür weiter auszubauen, hat Brose am Standort Hallstadt vor wenigen Monaten eine Spritzgießanlage in Betrieb genommen: Im Vordergrund stehen dabei die Forschung auf dem Gebiet der Kunststoffverarbeitung, die Durchführung von Materialtests sowie konstruk­tive Produkt-Verbesserungen. Zudem wird Brose im Rahmen eines Kunden­projekts ab 2008 auf dieser Anlage erstmals Funktionsträger aus Kunststoff in Eigenfertigung herstellen. Die räumliche Zusammenführung von Produkt­entwicklung, Werk­zeugplanung und Fertigung bringt deutliche Vorteile: Die Brose-Ingenieure in Hall­stadt können ihre Produkt-Idee bzw. erste Proto­typen direkt auf der Anlage testen und die Ergebnisse vor Ort auswerten. Dies führt zu kürzeren Entwicklungszeiten, einer optimalen Produktgestal­tung und Fertigungskosten, die dem internationalen Wettbewerb standhal­ten.

Betriebliche Vereinbarung verbessert Wettbewerbsfähigkeit und sichert Arbeitsplätze

Wie Geschäftsführer Matthias Drewniok berichtet, konnte durch eine 2007 geschlos­sene Betriebliche Vereinbarung die Wett­bewerbsfähigkeit des Standorts weiter verbessert werden, so dass das Brose-Werk den Auftrag er­hielt, ab 2008 die elektrischen Fensterheber für die 7er und ab 2009 für die 5er Baureihe von BMW zu fertigen; im gleichen Jahr wird im Werk Hallstadt erstmals die Serienfertigung von Sonnenrollo-Antrieben für ein Porsche-Mo­dell starten.

Außerdem wird der oberfränkische Zentralstandort aufgrund der guten über­regionalen Verkehrsanbindung zum europäischen Ersatz­teil-Zentrum des Au­tomobilzulieferers ausgebaut: diese Fertigungsum­fänge sollen in den kom­menden Jahren sukzessive aus anderen europäi­schen Brose-Standorten ver­lagert und in Hallstadt gebündelt werden.

Landrat Dr. Günther Denzler zeigte sich beeindruckt von dem hohen Stan­dard in allen Unternehmensbereichen: „Ich freue mich außerordentlich über die Entscheidung, Hallstadt zum Headquarter für das weltweite Türgeschäft auszubauen und damit zur Standortsicherung beizutragen“. Hallstadts Bür­germeister Erwin Braun erinnerte an die Anfänge Ende der 80er Jahre, als Hallstadt im Wettbewerb mit dem Stammsitz Coburg und zahlreichen süd­deutschen Kommunen den Zuschlag von Brose erhielt: „Der Erfolg von Brose ist ein großer Gewinn für die Menschen in der Region – insofern war es goldrichtig, dass wir damals so hart um die Ansiedlung gekämpft haben“.


Bildunterschrift:
In einem Konzeptfahrzeug stellte Brose-Gesellschafter Maximilian Stoschek den beiden Kommunalpolitikern die Produktinnovationen der Brose-Gruppe vor.(v.l.n.r.): Bürgermeister Erwin Braun (Hallstadt), Geschäftsführer Matthias Drewniok, Brose-Gesellschafter Maximilian Stoschek, Landrat Dr. Günther Denzler (Bamberg) und Geschäftsführer Kurt Sauernheimer.

Kontaktinformationen:
Gabi Rujoub
Telefon: 09561 21-1653
Fax: 09561 21-1704
E-Mail:

Brose Fahrzeugteile GmbH & Co.
Kommanditgesellschaft, Coburg
Unternehmenskommunikation Brose Gruppe
Ketschendorfer Straße 38-50

96450 Coburg

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